Unter dem Titel "As if Communism Never Happend" diskutiere ich am Donnerstag, 5. November, um 6 pm an der Columbia University in New York mit Jeffrey Goldfarb, Elzbieta Matynia ua.

The Harriman Institute at Columbia University, President's Room 1,
Faculty House 64 Morningside Drive (at 116th Street)

Näheres hier.


YouTube Directlink: http://www.youtube.com/watch?v=HIn8f4VAC7s


Eine angeblich unpolitische Generation stellt innerhalb von wenigen Tagen eine Bewegung auf die Beine, die längst über die Universitäten hinausstrahlt. Schließlich liegt in der gesamten Bildungspolitik vieles im Argen. Das Auffälligste: Die Studierenden sprechen klug und vernünftig, ohne große Kraftausdrücke, sie fallen sich stets auch selbst ins Wort und sie wissen um die Komplexität und Ambivalenz gesellschaftlicher Probleme. Das hindert sie aber nicht am Handeln. Eine Politik, die unterkomplex und handlungsunfähig zugleich ist, sollte sich an ihnen ein Vorbild nehmen. Und schließlich haben die Studenten in wenigen Tagen eine horizontale Vernetzung geschafft, eine hochprofessionelle Organisation, die die modernen Kommunikationstechnologien produktiv einsetzt. Produktiver, als das jede Partei in diesem Land könnte. Und das soll eine unpolitische, indifferente, alleine am Spaß orientierte Generation sein? Nein. The Kids Are Alright.

Dienstags im Audimax

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Die Krone lügt

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Zwei Bilder sagen mehr als tausend Worte:

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# Unibrennt

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Zwei Fotos von meiner gestrigen Lecture im Audimax, Copyright: Daniel Novotny. 

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Seit sechs Tagen halten tausende Studierende das Audimax in Wien besetzt, die Bewegung breitet sich zunehmend auf andere Städte und Universitäten aus. Ich hatte die Freude, auf Einladung der rebellierenden Studenten im brechend vollen Audimax sprechen zu können. Anbei meine "Vorlesung".


YouTube Directlink: http://www.youtube.com/watch?v=W9eL016U1Po


FS Misik 100 - diesmal als Jubiläumsshow im abendfüllenden Dokumentarfilm-Format. Mit Werner Faymann diskutiert Robert Misik, was denn so falsch läuft in der Sozialdemokratie. Dirk Stermann, Spötter und Satiriker, wundert sich, "warum es keine Revolutionen gibt". Klaus Werner-Lobo erklärt, warum er jetzt bei den "Grünen" einsteigt: Weil er es nicht mehr erträgt, dass "Leute, aus Machtgier und Narzissmus eine ganze Gesellschaft zerstören". Renate Schnee, Leiterin des Stadtteilzentrums "Bassena", führt durch die Trabantenstadt "Schöpfwerk" und erzählt von den Konflikten im Gemeindebau - und wie sie entschärft werden können. Fritz Ostermayer liest die schönsten Postings aus zwei Jahren FS-Misik. Und Poster Andi Wu erklärt, warum ihn Misik heute nicht mehr ganz so nervt.

Teil 2: http://www.youtube.com/user/robertmisik#p/u/0/llLyOJkz3OU

Teil 3: http://www.youtube.com/user/robertmisik#p/u/3/jR7sT0f_9CA

Teil 4: http://www.youtube.com/user/robertmisik#p/u/2/i4Yuuuud_eI

Teil 5: http://www.youtube.com/user/robertmisik#p/u/1/YCJIkJP5x1o

 

Dienstag, 15 Uhr Audimax

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Soli-Lecture aus Anlass der anwachsenden Studentenproteste: Morgen, Dienstag, 27. September spreche ich um 15 Uhr im Audimax der Uni Wien über Effizienz, Freiheit und andere Vokabel aus dem neukonservativen Jargon.

Wo ist das Geld?

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Starökonom Robert J. Shiller und Aktionskünstler Georg Zoche untersuchen die Mechanik von Boom und Finanzkrach. Falter, Buchbeilage, Oktober 2009
 


YouTube Directlink: http://www.youtube.com/watch?v=5wKJEJz4bEw


Josef Pröll spielte vergangene Woche "Joebama" und hielt eine visionäre Rede, gespickt mit Weisheiten aus der bäuerlichen Kreislaufökonomie, an die sich heutzutage Gott sei Dank nicht einmal mehr die Landwirte halten. Leistung muss sich wieder lohnen? Da sag ich nur Grasser, Meischberger und Co. - und biege mich vor Lachen. Apropos Leistung: Die Zockerbanken machen jetzt ja wieder voll Gewinn und schütten füllhornvoll Boni aus. Einen schönen Satz, den man lange in Erinnerung behalten wird, sagte vergangene Woche der Finanzvorstand von Goldman-Sachs: "Ich finde, dass die Öffentlichkeit unseren Erfolg nicht ausreichend honoriert." Was wäre denn seiner Meinung nach ausreichende Honorierung? Trillionen statt Milliarden?

Erlöse uns von unseren Schulden!

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Alle kaufen auf Pump, Investoren verzocken Geliehenes und der Staat verschuldet sich über beide Ohren: Hat der Kapitalismus seine Ehrbarkeit verloren, weil er zu einer allgemeinen Schuldenwirtschaft wurde? Nein, denn ohne systematische Verschuldung wären wir alle noch arm wie Kirchenmäuse. Standard, 17./18. Oktober

 

Auftrumpfendes Gekeppel

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Die Miesepeter fühlen sich bestätigt: Barack Obama ist ein Schönredner, der nichts zustande bringt. Wenn sie sich da bloß nicht schon wieder täuschen. taz, 16. Oktober 2009

Ein liberaler Kommunist

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Deutschlands Sozialdemokraten wollen sich der Linkspartei öffnen. In der Hauptstadt Berlin regieren die Linken schon seit acht Jahren mit. Wie das läuft, erklärt Landesparteichef Klaus Lederer kommende Woche in Wien.

 

Am Dienstag, 20. Oktober ist Klaus Lederer um 19 Uhr im Kreisky-Forum in meiner Reihe „Genial dagegen" zu Gast. Er spricht zum Thema: „Links und Libertär? Warum die Linke mit der individuellen Freiheit hadert." (Armbrustergasse 15, 1190 Wien)

Termine: 15. 10. 2009, Bremen

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Morgen, 15. Oktober diskutiere ich in Bremen im Rahmen der Talk-Reihe "Zur Sachlage" zum Thema. "Krisenfest. Wen betrifft die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise?" Unter anderem mit dabei: Adrienne Göhler und Holm Friebe.

Ort: Schwankhalle. Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen, 20 Uhr

Ketchup-Ökonomen

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Paul Krugman und Francis Fukuyama untersuchen den „intellektuellen Kollaps" der zeitgenössischen Wirtschaftswissenschaft. Das „Atlantic Monthly" fragt, wie sich eine Wirtschaftskrise eigentlich anfühlt. taz, 12. Oktober & Falter 14. Oktober 2009 

Die Rückkehr des Lagerdenkens

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Der deutsche Wahlkampf war Postideologie pur. Das Resultat ist verglichen damit geradezu altmodisch übersichtlich: Mitte-Rechts regiert, Mitte-Links ist Opposition. Falter, 30. September 2009

 

Wer nicht klar fragt, hat schon verloren

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Für das Wahlblog der Böll-Stiftung:

 

Es gibt eine beliebte literarische Figur: den „Endismus". Will man ein irgendwie gefühlt bedeutendes Ereignis mit Bedeutung in einem eminenten Sinn adeln, muss man es zum Ende von irgendetwas, am besten natürlich von einer Epoche erklären. Die neueste Denkfigur ist: Das Ende der Volksparteien. Bis vorgestern war der Hit der Saison: Das Ende des Lagerdenkens. Fragen wir nun: Markiert das Ergebnis der Bundestagswahl tatsächlich das Ende der klaren, distinkten politischen Lager?

Vergangene Woche interviewte mich der ORF-"Report" über die Wahlniederlagen der österreichischen Sozialdemokratie. Hier das Youtube-File davon:

 

Für den Wahlblog der Böll-Stiftung

 

Also, irgendwie ist das gemein. Da schleppt sich der Wahlkampf wochenlang dahin, und kaum wird er spannend, ist er schon wieder vorbei. Ist doch wahr: Plötzlich ist alles wieder irgendwie fluide. Steinmeier gewann an Statur, ja, eigentlich hat man ihn gerade erst richtig kennen gelernt, die SPD holt auf, Union und FDP rutschen von Umfrage zu Umfrage tiefer unter das Plansoll für die absolute Mandatsmehrheit und werden entsprechend nervös. Die Grünen führen ihren Wahlkampf irgendwie im Stillen, was ihnen aber die Aura des inhaltlich Ernsthaften verleiht, und die Linken haben es ohnehin leicht - es reden ohne ihr Zutun alle davon, dass das mit der Quarantäne im Bund bald vorbei sein wird. Also ich, ich hätte mir das gerne noch ein, zwei Wochen länger angesehen: Jetzt, wo etwas Wind aufkommt, würde ich zu gerne wissen, wo der uns noch hinwehen kann. Aber nein, Sonntag ist dann schon wieder Schluss. Irgendwie ungerecht.

Österreichs Sozialdemokratie will nun ein Konzept zur Integrationspolitik vorlegen - nach den Wahlniederlagen und dem Wiederaufstieg der FPÖ. Ich muss zugeben, das ist ein ulkiges deja-vu. Und ich habe dazu eine kleine Geschichte zu erzählen: Vor zehn Jahren, im Januar 2000, erhielt ich einen Anruf. Am anderen Ende der Leitung war ein aufgeregter Spitzenfunktionär der SPÖ, der mir berichtete, dass die ÖVP jetzt tatsächlich mit der FPÖ koalieren wolle. Der SPÖ-Bundeskanzler, Viktor Klima, wolle das aber nicht hinnehmen und im letzten Moment eine Minderheitsregierung bilden. Die wolle er über das Wochenende zusammenstellen, brauche aber dringend ein Regierungsprogramm. Ob ich nicht das Kapitel zur Integrationspolitik schreiben könne, wurde ich gefragt. Nun, warum soll man nicht einmal in Notzeiten etwas Sinnvolles tun, wenn sich damit eine ÖVP-FPÖ-Koalition verhindern ließe, dachte ich mir. Kurzum: Drei Tage später gab es keine SPÖ-Minderheitsregierung, sondern den Schüssel-Haider-Pakt. Es gab auch kein Regierungsprogramm für eine SPÖ-Minderheitsregierung. Sondern nur ein Kapitel davon: Meines. Ich habe es in den Tiefen meiner Datenbanken gefunden und stelle es hier online. Vielleicht kann Herr Darabos heute - zehn Jahre später - damit etwas anfangen. Beim Wiederlesen kam mir übrigens der Gedanke: Wäre damals was daraus geworden, wäre uns vielleicht manches erspart geblieben.

Für den Wahlblog der Böll-Stiftung:

 

Gerade häufen sich wieder solche Meldungen: Eine 58jährige Altenpflegerin nimmt sechs Maultaschen, die beim Essen im Pflegeheim übriggeblieben waren und weggeworfen worden wären, mit nach Hause - und wird fristlos gekündigt. Sie hat ja „geklaut". So wie der 26jährige Mitarbeiter einer Bergkamener Bäckerei, der sich eine Lage Aufstrich auf ein Brötchen schmierte. Das Brötchen hatte er in der Bäckerei vorher bezahlt (!), den Aufstrich nicht. Diese Kündigung hat das Arbeitsgericht mittlerweile kassiert. Legendär ist ja derweil der Fall der Kaiser's-Kassierin, die nach Jahren im Betrieb wegen unterschlagener Pfandbons im Wert von 1,30 Euro geschasst werden sollte. Oder der des Müllmannes, der von der Müllhalde ein Klappbett für seine Tochter mitnahm, das noch funktionstüchtig war - auch rausgeworfen wegen „Diebstahls".





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