Januar 2007 Archives

Recht auf Übertreibung

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Gusi und seine Jusos. Warum die Realisten die Idealisten brauchen – und umgekehrt. Und warum Konflikte nicht schwächen, sondern integrieren. Nachträgliche Überlegungen über das seltsame Wesen von Jugendprotesten. Ein Essay aus dem Falter, 31. Jänner 2007

Im Zweifel für die Liberalität

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Das Hakenkreuz wird doch nicht europaweit verboten.

Und das ist ganz gut so. taz, 31. Jänner 2007

Nettes Fundstück: Die Kollegen von Datum haben ein richtigen kleinen Internet-TV-Werbeclip gemacht:

Der Tod, ein alter Bekannter

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Er war der bedeutendste Reporter der Gegenwart, ein Liebhaber der Dritten Welt, süchtig nach Afrika: Ryszard Kapuscinski. Ein Nachruf. profil, 29. Jänner 2007

(Das Interview mit Kapuscinski aus dem Jahr 2004 lesen Sie hier.)

Der Tod und Ryszard Kapuscinski waren alte Bekannte. Schließlich hat der polnische „Reporter des Jahrhunderts“ rund 40 Staatsstreiche, Revolutionen und Kriege erlebt, nicht wenige davon aus der vordersten Reihe. Kaum eine Möglichkeit, sein Leben zu riskieren, hat er ausgelassen: er starb beinahe an Malaria, verdurstete fast in der Wüste, zerquetschte Cobras, damit die ihn nicht beißen können...

Am 13. Febuar, 19 Uhr, habe ich in meiner Reihe "Genial Dagegen" im Kreisky-Forum die Frankfurter Philosophin Rahel Jaeggi zu Gast. Thema: Was ist Entfremdung und was kann man dagegen tun? Dazu hat sie ein sehr lesenswertes Buch geschrieben, über das man hier Näheres erfährt.

Nächste Termine: Am 22. März werde ich in Innsbruck im Rahmen einer Veranstaltung der Sozialistischen Freiheitskämpfer um 19 Uhr im ÖGB-Haus am Bahnhof sprechen.

Am 30. März habe ich dann die SPD-Abgeordnete Andrea Nahles um 19 Uhr im Kreisky-Forum zu Gast, am 31. März diskutiere ich in Bremen mit Katja Kipping, der stellvertretenden Vorsitzenden der PDS-Linkspartei, zum Thema: "Was ist eine moderne Linke?" Einlader ist die "Rosa-Luxemburg-Stiftung." Genaueres folgt.

War ja nur eine Idee...

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Die Neokonservativen, die Demokratieexport und Regimewechsel propagierten, haben im Irak ihr Waterloo erlebt. Doch ihr Debakel bringt auch den linksliberalen Menschenrechtsbellizismus in ein Dilemma. taz, 23. Jänner 2007

Was ist Protest? Und ist nicht doch was Gutes daran? Darüber wollte ich mich mal mit SPÖ-Chef und Bundeskanzler Alfred Gusenbauer unterhalten. Ein Videocast.

Die Marke „SDS“

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Die PDS-Hochschullisten wollen eine Studentenorganisation gründen - und nach dem legendären "Sozialistischen Deutschen Studenenbund" benennen. Überlegungen zur Marke SDS und zum Markenbewußtsein der Kapitalismuskritiker. taz, 20. Jänner 2006 

                                                                      

Apercu zur Regierungsbildung

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Eigentlich haben wir Fortysomethings ja gedacht, dass brillante und rebellische junge Leute schon länger die Sozialdemokratie eher unhip finden - und es solche deshalb in der SPÖ auch nicht gibt. Das schönste an der Regierungsbildung ist, dass sich solche jungen Leute jetzt reihenweise zeigen. Man denke nur an die ÖH-Chefin Barbara Blaha. Und in Linz gibt es die SJ-Vorsitzende Rebecca Kampl, die neuerdings ein Blog hat. In dem findet sich folgender, wunderbarer Satz: "Immerhin hat die SPÖ Nachverhandlungen angekündigt. Stellt sich die Frage, welches Ressort sie diesmal abgeben wollen." Chapeau!

 

Schwarz gegen Frau

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Clinton versus Obama. Die emanzipierte Frau, die das Rolemodel der First Lady so spektakulär sprengte und deshalb zum Feindbild schlechthin der Konservativen avancierte, gegen den schwarzen Charismatiker aus Illinois, der die Phantasien des liberalen Amerika beflügelt wie keiner sonst seit Bobby Kennedy. taz, 18. Jänner 2001

Das Phänomen

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USA. Barack Obama, der neue Star der Demokraten, hat erste formelle Schritte zur Präsidetnschaftskandidatur eingeleitet – und versetzt Amerika in einen Obama-Taumel. Der charismatische Anwalt könnte Hillary Clinton aus dem Rennen werfen und erster schwarzer Präsident Amerikas werden. Falter, 18. Jänner 2007

 

Als Barack Obama unlängst auf einer Parteiversammlung der Demokraten in Effingham, Illinois, zu Gast war, wurde er von einem lokalen Funktionär mit folgenden Worten begrüßt: „Ich suche einen intelligenten Mann, einen mit Charisma, einen der seine Partei vereinen könnte, der Schwarze und Weiße vereinigen könnte. Kennen Sie so jemanden?“ Obama lächelte: „Kenn ich nicht. Aber wenn ich einem begegne, dann werde ich es Sie wissen lassen.“

 

Das Auditorium zerkugelte sich...

(Story Continues Below)

Obamas Video-Ansprache, mit der er die Etablierung eines Vorbereitungskomitees für die Präsidentschaftswahl ankündigt:

 

 

"Wait 'til you see, Muhammad Ali"

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Ein Monument der Gegenkultur. Zum 65. Geburtstag von Muhammad Ali. Für Quantara.de, 17. Jänner 2007.

„Gut, dass es Rom gibt“

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Die gescheiterte Inthronisierung des einstigen Geheimdienstzuträgers Stanislaw Wielgus zum Erzbischof von Warschau offenbart einen tiefen Riss zwischen Warschau und dem Vatikan. Plus: Ein Interview mit Adam Krzeminski über den polnischen Katholizismus. profil, 15. Jänner 2007

Lasst uns uncool sein!

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Am 21. Jänner entscheiden die Bürger von Berlin-Kreuzberg-Friedrichshein in einer Volksabstimmung, ob Teile der Kochstraße in "Rudi-Dutschke-Straße" umbenannt werden. Aus diesem Anlass lohnt sich eine Auseinandersetzung mit der grassierenden Rhetorik von Neokons und Neuen Bürgerlichen, die ja meist im Refrain kulminiert: Die 68er sind an allem schuld. Dabei fordern sie mehr Respekt vor den Alten. Den können sie haben. Eine Gegenwehr.

taz, 13. Jänner 2007

Von Armin Wolf stammt das hübsche Apercu: "Karl Kraus wäre heute ein Blogger." Neuerdings ist er es in gewisser Weise: Die Wiener Akademie der Wissenschaften hat Kraus' legendäre Fackel jetzt vollständig ins Netz gestellt. Zu finden ist sie hier.

„Erniedrigt und verwirrt“

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Afghanistan. Im Land am Hindukusch schien der „Kampf gegen den Terror“ lange Zeit eine Erfolgsstory zu sein. Aber jetzt kommen die Taliban wieder. profil, 8. Jänner 2007

Gerechtigkeit für Gusenbauer

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Schüssel ist weg, die Luft ist besser. Was kommt, wird die Zukunft zeigen. Wider die Jeremiaden vom „Verhandlungsdesaster“.

Ein Kommentar zur Amtseinführung von Österreichs neuem Bundeskanzler Alfred Gusenbauer.

Standard, 11. Jänner 2007

Ein leises Servus, Herr Schüssel!

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Die Journalisten sprachen ihn noch mit "Herr Bundeskanzler" an, er selbst nannte Montag mittag schon seinen Nebenmann Alfred Gusenbauer so: Wolfgang Schüssel, der "Große Kleine Mann", räumt am Donnerstag das Kanzleramt. Grund genug für einen kleinen Nachruf auf den Kanzler, der Österreich prägen wollte, am Ende selbst glaubte, er sei populär und es nur zu einer Fussnote der Geschichte brachte. Die "'68er und die Internetgeneration" seien gegen ihn, sagte Schüssel zum Amtsantritt 2000. Als kleine Rache der Internetgeneration dieser Podcast.

Audiodatei mit O-Ton von der größten Demonstration in der Geschichte Österreichs am 19. Februar 2000, am Heldenplatz.

Hören Sie hier:  

Irak nach Saddam. Nichts hätte besser den Zustand des Irak illustrieren können als die Lynchparty, die Saddam Husseins Leben beendete. Dem Land drohen noch mehr Hass, noch mehr Chaos. Sechs Szenarien für einen Staat, dessen Zerfall unaufhaltsam erscheint. Von Gregor Mayer und Robert Misik. profil, 8. Jänner 2007

Reich und Schön

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Was heißt heute eigentlich "neureich"? Ein Beitrag zum Standard-Dossier "Reiche Russen". Der Standard, 5./6./7. Jänner 2007

"User Generated Content"

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"Person of the year - You" - so das, mittlerweile schon berühmte, Cover des "Time"-Magazine zum vergangenen Jahresende. Alle, die die Netzwelt verändern seien die Personen des Jahres 2006. "User generated Content" ist das Zauberwort. Den dunklen Kontrast zum Time-Cover gab es dann kurz vor Jahreswechsel. Die Hinrichtung Saddam Husseins, aufgenommen mit einem Handyvideo, wurde zu einem Schlager im Internet.
Ganz ohne Paradoxie ist das nicht. Zu Lebzeiten schließlich wollte Saddam ein Großer auf der Weltbühne sein. ...

Land ohne Staat

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Somalia. Äthiopiens Militär vertreibt die Islamisten aus Mogadischu. Das ist weniger ein „Krieg gegen den Terror“ als ein Sieg des Chaos. profil, 2. Jänner 2006
Czernin Verlag

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