Ein hippes Stilbrevier für coole Erfolgsmenschen und flotte Bobos hätte Vanity Fair werden sollen. Nach drei Nummern ist die Zielgruppe enttäuscht. Die ist freilich die unmöglichste Zielgruppe, die es gibt. Falter, 28. Februar 07
Man kann natürlich sagen, die deutschsprachige Vanity Fair ist bloß ein neues buntes Blatt aus der Vogue- oder Park-Avanue-Klasse. Mit dem Neunziger-Jahr-Deutschstar Til Schweiger, mit Gisele Bündchen (Grasser gab’s nur als Österreich-Mutation), mit der Hurley am Cover, mit Party-Talk und altbacken freigestellten Bilderchen von Halbprominenten. Möglicherweise ein Geschäftserfolg, aber sonst nicht der Rede wert.
Wie nicht anders zu erwarten, lässt Henryk Broder meine kleine Reportage von seiner Rangelei mit Friedman nicht auf sich sitzen. Er "antwortet" heute auf seiner
Wie Henryk M. Broder in Wien beinahe verhaftet wurde taz, 27. Februar 07
Die Geschichte der „Roten Armee Fraktion“ ist längst zu einem undurchdringlichen Dickicht von Mythen geworden. Die Freilassung Brigitte Mohnhaupts zeigt, dass sich der Rechtsstaat davon nicht beeindrucken lässt. Falter, 20. Februar 2006
In Ägypten wird seit Jahren systematisch gefoltert. Videos von Misshandlungen, von einem mutigen Blogger verbreitet, stoßen nun eine kritische Debatte an.
Adam Michnik, der legendäre polnische Dissident, der seine Gegnerschaft zum KP-Regime mit jahrelangem Gefängnis büßte, soll nun offenbar vom Thron gestoßen werden. Seit Wochen ist Michnik Ziel wüster Angriffe rechtskonservativer Kreise. So attackierte der Premierminister Jaroslaw Kaczynski, der Bruder von Präsident Lech Kaczynski, Michnik als „großen Schädling“. Der Hintergrund: Michnik war für die demokratische Opposition 1989 am Runden Tisch gesessen, der die friedliche Machtgabe durch die Kommunisten verhandelte. Michnik hatte sich damals und auch in den Jahren danach für eine „nationale Versöhnung“ ausgesprochen und gegen eine Abrechnung mit den Kommunisten. Dieser Linie blieb Michnik bis zuletzt treu, was die Konservativen umso mehr erbost, als Michnik als Gründer und Chefredakteur der führenden polnischen Tageszeitung „Gazeta Wyborcza“ über erhebliche publizistische Macht verfügt. profil, 19. Februar '07
Habe auf Martin Blumenaus FM-4-Blog gerade eine schöne
Dass mit der wachsenden Beliebtheit der These von der “Rückkehr der Religionen” auch die Religionskritik zurückkehrt - und das gelegentlich auf eigentümliche, ja amüsante Weise - darauf habe ich hier ja schon mehrmals hingewiesen (worauf ich in loser Folge auch immer wieder zurückkommen will). Ihre Hochbülte hat der “New Atheism”, ebenso wie der christliche Fundamentalismus, natürlich in den USA. Aber auch in unseren Breiten finden sich vermehrt Fundstücke einer Publizistik, die den Freunden von Good old Rauschebart an den Karren fährt. Zuletzt in einem lesenswerten Beitrag von Burkhard Müller im “
Debatte. Kommenden Dienstag, 13. Februar, habe ich in meiner Reihe "Genial dagegen" im Kreisky-Forum die Frankfurter Sozialphilosophin Rahel Jaeggi zu Gast. Sie wird über das Thema sprechen: "Was ist Entfremdung? Und was kann man dagegen tun?" Vorab habe ich mit ihr schon einmal ein Interview für den "Falter" geführt.
Großbritannien. Der Parteispenden-Skandal könnte Tony Blairs Gnadenfrist jäh verkürzen. Der einstige Strahlemann hat den Moment für einen Abgang in Ehren verpasst. profil, 11. Februar 2007
Wegen überraschend großer Nachfrage prolongiert: Ein Feuilleton zum "Poschardtismus", diesmal für die Sendung "Der Tag" des Hessischen Rundfunk.
Zum Erscheinen der neuen Vanity Fair. Ulf Poschardt ist der Stichwortgeber zeitgeistigen Bobospießertums. Mal sehen, ob er sich mit Vanity Fair ein Zentralorgan des Ego-Existenzialismus gebastelt hat. taz. 7. Februar 2007
Frankreich. Turbulenzen im Präsidentschaftwahlkampf: Linkskandidatin Ségolène Royal lässt kaum ein Fettnäpfchen aus, Rivale Nicolas Sarkozy macht ein Spitzelskandal zu schaffen. profil, 5. Februar 2007
José Bové, der französische Bauernführer und Altermondialist, hat heute seine Kandidatur zur Präsidentschaft erklärt. Ein recht eigenwilliger Typ - um das mal nobel auszudrücken. Vor zwei Jahren habe ich ein Interview mit ihm geführt, in dem es eine, naja, sprechende Passage gibt:





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