Das Massaker von Rechnitz war lange ein verschwiegenes Verbrechen – doch gerade dadurch wurde der Ort berühmt. Rechnitz ist eine Metapher auf die Raison d’etre von Nachkriegsösterreich. taz, 30. Oktober 2007
Oktober 2007 Archives
Vielleicht sollte ich dieses Medium gelegentlich auch für so was nützen, hilft vielleicht ja jemanden. Also, gerade ging bei mir dies ein:
Sehr geehrter Herr Misik,
eine neue Antragsrunde für IFK_Junior Fellowships hat begonnen...
Freund Blumenau hat auf seinem FM-4 Blog die Diskussion über mein "Kultbuch" mit Diedrich Diederichsen, Doris Rothauer und Armin Thurnher (Dienstag 23. 10., Büchereien Wien) nicht nur freundlich gewürdigt, sondern auch sehr ausführlich dokomentiert. Sogar Fotos hat er gemacht! Eingangs heißt es bei Martin Blumenau:
Der Kollege Robert Misik, den ich als Blogger ebenso wie als Autor und darüberhinaus auch noch als guten Typen und Diskussionspartner schätze, hat ein neues Buch veröffentlicht: es heißt, mehr als ironisch verbrämt, Das Kult-Buch (Aufbau-Verlag) und befasst sich nicht nur mit dem im Untertitel avisierten "Glanz und Elend der Kommerzkultur", sondern versucht den Wertewandel, den Begriffe wie Kultur bzw. Kreativität in den letzten Jahren vollzogen haben, in einen erklärenden Zusammenhang mit der aktuellen "Totalkulturalisierung der Ökonomie" zu stellen.
Hier der Link zu Blumenau.
Gelegentlich hat es ja doch eine Wirkung, was man so schreibt. Ende Juni schrieb ich im "Falter":
"Umweltschonend, sind die Hybridautos kaum teurer als Kollegen ihrer Klasse, der niedrigere Benzinverbrauch schlägt aber sofort zu Buche. Hinweis an den Unweltminister: Man kann den Absatz auch politisch fördern. In verschiedenen Ländern ist der Kauf von Hybridautos subventioniert oder steuerlich begünstigt. In Großbritannien erhalten Käufer von Hybridautos 1000 Euro, in den USA bis zu 3500 Dollar. In London ist der Prius von der City-Maut befreit."
Heute stand dann im "Standard":
"Staatlich belohnt soll der Kauf von Neuwagen werden, deren Antrieb weniger als 120 Gramm pro Kilometer CO2 produziert, bestraft werden jene mit mehr als 160 Gramm Emission pro Kilometer Die Neuregelung der NoVA wurde vom zuständigen Finanzminister Wilhelm Molterer am Freitag in die Begutachtung geschickt."
Na, das ist ja schon mal ein Anfang. Schließlich halte ich es mit dem Wort von Gore Vidal: „Es gibt kein Problem, das nicht gelöst werden könnte, wenn die Leute auf meinen Rat hören würden.“ Also, Herr Molterer: Geht ja, und tut gar nicht weh.
Müssen „Sie“ wie „Wir“ werden oder dürfen „Sie“ bleiben wie „Sie“ sind? Das ist die falsche Frage! Wege aus der Identitätsfalle. Moment, Zeitschrift von SOS-Mitmensch, 20. Oktober 2007
Unlängst hab ich ja in meinem Bibelkreis gezeigt, wie ein Übersetzungsfehler das Dogma von Marias jungfräulicher Geburt begründete. Aber es ist auch lustig zu sehen, was in vierzehnhundert Jahren aus einem Übersetzungsfehler so werden kann. Im Koran finden wir auch eine Fülle solch ulkiger Irrtümer - mit Langzeitfolgen. Der Islam hält ja die Züchtigkeit hoch, wenn es um lebende Frauen geht, ist aber sehr für sexuelle Ausschweifungen, wenn es um tote Männer geht.
Chantal Mouffe über den Blairismus nach Blair, die Irrtümer der modernistischen Sozialdemokratie und den Fluch der Mittelwege. Falter, 17. Oktober 2007
Dass Stars Politiker werden kommt häufig vor. Al Gore schaffte es andersrum: Er wurde vom Politiker zum Superstar. Demnächst holt er sich den Nobelpreis ab. Vorher kommt er nächste Woche nach Wien. Falter, 17. 10. 07
Mittwoch, 24. Oktober, Wien: LESUNG UND PRÄSENTATION "DAS KULTBUCH". Buchhandlung Morawa, Wollzeile, 19 Uhr
Die 15jährige Arigona Zogaj wird zum Symbol für die Unmenschlichkeit der österreichischen Ausländerpolitik. Jetzt wird eine Amnestie für alle „Illegalen“ gefordert. taz, 13. Oktober 2007
Glaubenskrieg am Büchermarkt: Richard Dawkins und Sam Harris wollen Toleranz gegen Gläubige nicht länger tolerieren. Peter Sloterdijk findet, dass die Monotheismen allesamt ziemlich gefährlich sind. Kardinal Christoph Schönborn erklärt Barbara Stöckl, dass das Christentum auch seine praktischen Seiten hat. taz, Buchmessebeilage, 10. Oktober 07
Those who speak for religious groups are convinced that a society without religious values experiences a decline in social morality. Robert Misik does not agree. Die Kollegen vom deutschen Webportal qantara.de haben meinen Essay "Gott schadet" freundlicherweise übernommen und in mehrere Sprachen übersetzt. Im Folgenden die englische Version, bei qantara findet sie sich hier. Die türkische Version hier. Die arabische hier.
Die Gewerkschaft der AHS-Lehrer bekämpft die Schulreformen, bevor die noch begonnen haben. Und tritt den Gewerkschaftsgedanken mit Füßen. Falter, 10. Oktober 2007
Gerne veröffentliche ich folgenden Aufruf der österreichischen Grünen:
BITTE KOMMEN SIE! Demo gegen unmenschliche Abschiebepolitik Platters am 9.10. um 18 Uhr
Die Situation spitzt sich zu. Der Innenminister hat die Bezirkshauptmannschaften zur Aktion scharf aufgerufen. Sie sind dazu angehalten, "Altfälle" an Asylanträgen mit Hochdruck zu bearbeiten, was eine regelrechte Abschiebungswelle zur Folge haben wird.
Selten wurde jemand so überraschend ins Amt gewählt wie Alfred Gusenbauer – und kaum jemand hatte mit einem solchen „Kanzlermalus“ zu kämpfen. Aber ein Jahr nach der Überraschungswahl hat Gusenbauer Tritt gefasst. Falter, 3. Oktober 2007
Der Kleinkrieg der Kulturen erreicht Wien – als Farce. qantara.de, 26. 9. 2007
SWR1 hat aus Anlass des Erscheinens meines "Kult-Buch" ein Gespräch über den "Homo Shoppiensis" mit mir geführt. Hören kann man es heute, 2. 10., ab 20.15 hier.
Ein Gespräch über "Das Kultbuch" in der Ö1-Sendung "Kontext" läuft am Freitag um 9.15 Uhr.
Zum 40. Todestag von Che Guevara lud mich Wolfgang Ritschl zu einem Gespräch ins Diagonal-Studio. Das Ergebnis: hier
Rezensionen von "Das Kultbuch": Wochenzeitung "Das Parlament". Helmut Höge in der "Jungen Welt". Michael Freund im "Der Standard". Julia Schaaf in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Zündfunk (Bayrischer Rundfunk). Oliver Pink in "Die Presse". Martin Blumenau in seinem FM-4-Blog. Der "Falter". Unimagazin "Progress". Märkische Allgemeine Zeitung. Besprechung aus dem Vorwärts. Und ein Verriss aus "Literaturen". Ernst Grandits für "Kulturzeit" (3-Sat), wo am 11. Jänner ein großer Bericht lief. Tagesanzeiger. Eine Besprechung aus Literaturkritik.de. Thomas Rothschild im Freitag.





Twitter activity
Recent Trackbacks