November 2007 Archives

In der Reihe "Diaspora - Erkundungen eines Lebensmodells" von und mit Isolde charim ist am kommenden dienstag, 4. dezember Diedrich Diederichsen zu Gast im Wiener Kreisky-Forum. Er spricht zum Thema: Stray cats: streunen, verabreden, abhauen. Jugend, gegenkultur und diaspora. 4. dezember 19 uhr. armbrustergasse 15, 1190 wien 

 

 

Surfen auf der grünen Welle

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Der Trend geht zum Guten in der Wirtschaft. Ein WDR-Tageszeichen, 29.11.2007

Hier auch zum HÖREN

Im Rahmen eines "Ökonomenclub Spezial" des Wirtschaftsforschungsinsituts (WIFO) spreche ich am Montag mit Stephan Schulmeister zum Thema: "Die Macht der Ideen in der Ökonomie". 26. November 2007. 19.30 Uhr. MUMOKKA, Museumsplatz 1, MQ, Museum Moderner Kunst, 1070 Wien.

Kein Entkommen ohne Tragödie

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Rossana Rossanda, die Grande Dame der italienischen Linken, hat ihre Memoiren vorgelegt. Ein großes Buch über jene Art von Illusionen, deren Verlust nicht nur eine Befreiung ist. Standard, 24./25. November 2007

„Sexualität ist fein“

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Tariq Ramadan über Lust und Begehren, den westlichen Hedonismus, religiöse „Sinnsuche“ und warum er für einen „Euroislam“ plädiert, statt den Glauben einfach an den Haken zu hängen.

Brand Statement

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Modemacher oder Terrorhelfer? In Dänemark stehen Betreiber eines T-Shirt-Labels vor Gericht. taz, 20. 11. 2007

Kann man die Künstlerkritik renovieren?

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Der Kapitalismus ist ins Gerede gekommen. Aber die Kritik fällt sich stetig selbst ins Wort. Weil sie die Sprache verloren hat. Kunstfehler, November 2007

Termine: Rossana Rossanda im tazafé

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Am Mittwoch, dem 28.11.07, habe ich im tazcafé in Berlin um 20 Uhr eine Frau zu Gast, die fast ein Mythos der westeuropäischen Linken ist. Rossana Rossanda stellt im Gespräch mit mir ihre Autobiographie "Die Tochter des 20. Jahrhunderts" vor. tazcafé, Rudi-Dutschke-Str. 23, 10969 Berlin

Mitten im Ersten

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Wir ’81er. Warum die Generation, die zu spät kam, am Ende doch nicht vom Leben bestraft wurde. Ein kleines Prolegomenon zu einer Autobiographie, die nie geschrieben werden wird. Beitrag zu: Sigrid Rosenberger / Martin Wassermair: Generation Sexkoffer. Löcker-Verlag 2007. Erscheint dieser Tage.

Was Kraus wirklich sagte

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Henryk M. Broder, zugleich Kasperl und Krokodil der deutschen Publizistik, wäre ja gerne ein Karl Kraus. Deshalb zitiert er fast täglich den großen K.K. mit dem Satz: „Es genügt nicht nur, keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken.“ Wie im Sektenwesen üblich, schreiben die Jünger vom Guru ab, was dazu führt, dass heute kaum mehr ein Eintrag in Broders Achgut-Netzwerk ohne dieses Zitat auskommt. Da Kraus es nicht verdient hat, für einen Satz berühmt zu werden, den irgendein Analphabet, der nicht abschreiben kann, erfunden hat (das muss nicht Broder selbst gewesen sein, das Falschzitat kursiert schon lange), sei hier ein für alle mal die korrekte Kraus-Wendung referiert. Sie stammt aus Das Berufsgeheimnis: „Viele würden in Redaktionen rennen, bedürfte es nicht die spezialste der Gaben. Es genügt nicht keinen Gedanken zu haben: man muß ihn auch ausdrücken können.“ (Fackel 697, Seite  60)

 

Ist ja auch viel krausianischer. Kraus scherte sich ja nicht so sehr um Leute, die auf holpernde Weise Blödsinn von sich gaben, er spießte vielmehr die journalistische Eigenart auf, mit großem Getue Unsinn zu sagen.

 

Ob die krause Falschlektüre, die den Satz in sein Gegenteil verkehrt, vielleicht gar symptomatisch ist?

„Wir sind keine Antisemiten“

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John Mearsheimer und Stephen Walt, Autoren des Polit-Bestsellers "Die Israel-Lobby", über den Einfluss proisraelischer Pressure-Groups auf die US-Außenpolitik, den Antisemitismus-Vorwurf und die politische Debatte auf vermintem Terrain. Falter und taz, 14. 11. 2007

 

Konsumieren für eine bessere Welt ist ja das große Thema dieses Jahres. Gerade hat sich in München eine neue Initiative - oder muss man sagen: ein neues Unternehmen? - gegründet, das den politisch korrekten Lifestyle mit viel Verve, Chic und Promis propagieren will. Darüber wird ja gelegentlich viel die Nase gerümpft (eben erschien im "Zeit"-Magazin ein großer Spottartikel über den Prenzlauer Berg mit dem Titel "Bionade Biedermeier"), andererseits gäbe es wohl ein paar Probleme weniger, wenn alle mit American Apparel Klamotten rumlaufen und Autos mit geringem CO2-Ausstoß fahren würden. Also, das Webportal der bemerkenswerten Initiative der Münchner Unternehmerin Claudia Langer (Bild) heißt Utopia.de, und das soll "eine Nichtregierungsorganisation mit unternehmerischen Mitteln werden". Schauen Sie da mal vorbei.

Und wenn wir schon dabei sind: Die Freunde vom Social-Fashion-Label Armed Angels haben hier zu mir verlinkt, und das allein ist schon ein Grund, zurückzuwinken, sie haben es aber wegen ihren schönen und engagierten Shirts auch sonst verdient.

Neues vom Gutmenschentum

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In meiner Nähe wohnt einer der Spitzenbeamten Österreichs, der sich gelegentlich von der Fahrbereitschaft abholen lässt. Bisher standen immer dicke Audis vor der Tür. Heute stand da ein Schlitten mit der Aufschrift: "Toyota Prius Hybrid Bundeskanzleramt". Also: Geht doch! Und noch was. Rechts unten auf diesem Blog sehen Sie eine Einschaltung von "Ärzte ohne Grenzen". Das ist Teil einer Kampagne dieser unterstützenswerten Organisiation. In deren Zuge werden Buttons auf diesem Blog, aber auch auf dem von Doris Knecht, Florian Klenk, Andrea Maria Dusl und Ernst Schmiederer geschaltet. Es lebe die Vernetzung!

Moskau, 7. November 1917

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90 Jahre wird die Oktoberrevolution. Und niemand will feiern. taz, theoriekolumne, 6. November 2007

Marxismus - eine Hautkrankheit?

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Einen neuen originellen Beitrag zur Geistesgeschichte des Marxismus lieferte nun der britische Dermatologe Sam Shuster im British Journal auf Dermatology. Karl Marx, der schon früh an schmerzhaften "Karbunkeln" litt, wie er es nannte, laborierte in Wirklichkeit an der chronischen Hautkrankheit Hidradenitis Suppurativa. Eine Krankheit mit tiefgreifenden psychologischen Wirkungen. Wer sie hat, fühlt sich nicht wohl in seiner Haut, leide unter "psychischer Entfremdung". Und, ha, fragt Shuster: Hat Marx nicht die Theorie von der "Entfremdung" aufgestellt? Eben...

 

Auf Einladung der Berliner "Linkspartei" (vormals PDS) werde ich im schönen traditionsreichen Colosseum-Kino über die Oktoberrevolution diskutieren. Die wird nämlich am Mittwoch 90 Jahre alt. In der Ankündigung der Veranstalter heißt es dazu:

»90. Jahrestag der Oktoberrevolution«

Veranstaltung des Berliner Landesverbandes der LINKEN. 18 Uhr im Kino 7 des Colosseums (UCI), Schönhauser Allee 143

 

Warenzeichen

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Von Bionade bis American Apparel: Weil in der Lifestyle-Ökonomie jene Güter die besten Chancen haben, die dem Konsumenten ein gutes Gefühl verschaffen, sind Eigensinn, Authentizität, Kultur und politische Correctness zu Erfolgsfaktoren geworden. profil, 5. November 2007

Freund und Kollege Robert Treichler hat ein Buch über die "Religion der Ab'sdrusen" geschrieben. "Mi fix verheißener Erösung, den frommsten Pogromen und noch ewigeren Wahrheiten. "Auch für ewaltbereite Fundamentalisten geeignet". Sie sehen also schon: Ganz ernst ist das nicht. Aber dennoch wird ihnen manches an der Religion der Ab'sdrusen verdammt vertraut vorkommen. Leseprobe gefällig?

Die bösen Guten

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Bernard Kouchner, einst Gründer der „Ärzte ohne Grenzen“, jetzt Außenminister in Paris, gibt den Scharfmacher gegenüber dem Iran. Was sind die Mechanismen, die Gutmenschen zu Bösmenschen machen? Falter, 31. Oktober 2007



Robert Misik
robert@misik.at

Journalist & Sachbuchautor
Lebt & arbeitet in Wien
Alles über Misik

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Ich betreibe dieses Blog seit einigen Jahren und ohne allzu intensiver Arbeit ist er zu einem der meistgelesenen nichtkommerziellen Online-Formate in Österreich geworden. Deshalb will ich es in den nächsten Monaten mit etwas mehr Engagement hochpimpen, um es zu dem führenden progressiven Weblog Österreichs zu machen.

Deswegen wende ich mich mit der simplen Frage an Sie, ob Ihnen dieses Blog etwas wert ist. Die Sache ist ziemlich einfach: Je mehr Leute bereit sind, dafür ein bisschen zu spenden, umso besser wird das Ding. Daueraufträge bringen Planungssicherheit. Für Ihre Beiträge habe ich ein eigenes Konto eingerichtet:

Robert Misik
Kontonummer: 50386-142-129
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Bankleitzahl: 12000
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BIC: BKAUATWW


Ich danke Ihnen schon einmal für Ihr Engagement und hoffe, Sie sehen die Sache so wie ich: Sudern reicht nicht! Let's do it!

Herzlich,

Ihr

Robert Misik

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  • ironimus: So eine depperte & verbogene Argumentation muß einem wirklich erst mal einfallen read more
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