April 2008 Archives

Kälteschock im Paradies

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Weil die amerikanischen Hausbesitzer ihre Kredite nicht mehr bezahlen können, befindet sich Islands Ökonomie im freien Fall. Das Land ist das erste nationale Opfer der jüngsten globalen Finanzkrise. Falter, 30. April 2008

Post von der "Grünen Erde"

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In meinem "Kultbuch" habe ich, unter anderem, auch das Segment des politisch korrekten Konsums aufgespießt. Darin heißt es:

“Firmen wie Grüne Erde ... treiben das Konzept des »ethischen Wirtschaftens« auf seine groteske Spitze: »Good Business« ist in diesem Segment gehobenen, politisch korrekten Konsums nicht mehr nur eine Versicherung gegen Imageverlust und gegen eine Bedrohung der Profite, nein, findig und kompromisslos umgesetzt, kann es der Königsweg zu Extraprofiten sein”

Jetzt erreichte mich ein sehr engagierter Brief des Geschäftsführers der "Grünen Erde", der naturgemäß meine Kritik zurückweist:

Sehr geehrter Herr Misik,

ich bin auf Ihre Bemerkungen zum Unternehmen Grüne Erde in „Das Kult-Buch –
Glanz und Elend der Kommerzkultur“ gestoßen. Als geschäftsführender
Gesellschafter der Grünen Erde möchte ich Ihnen hier meine Gedanken dazu
mitteilen:

Das Pathologische am Konvertitentum

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Der Dramatiker David Mamet verkündet, dass er „kein hirntoter Linker mehr ist“. Hoffen wir für ihn, dass er kein hirntoter Rechter wird. Nimmt man die Präzedenzfälle, stehen die Chancen eher schlecht. taz, 26. April 2008

Gegen Verwestlichung

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Nicht nur in Polen, auch in Russland mengen sich Kleriker zunehmend in die Politik ein. Lokale Marotte ist das nicht – sondern ein gefährlicher Trend der Zeit. Report, April 2008

Radio Misik

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Zum Nachhören: In meiner Eigenschaft als Experte für Alles sprach ich am Freitag in der Sendung "Der Tag" im Hessischen Rundfunk über Papst Benedikts Besuch in den USA (hören), am Donnerstag im oberösterreichischen freien Radio Fro über "Luxus" und Konsumkultur (hören).

Erwin Steinhauer als "Misik Rauscher"

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Hab sie ja leider nicht gesehen, die jüngste Folge von "Die 4 da" im ORF. Offenkundig wurden "FS Misik" und "RAU-TV" durch den Kakao gezogen. Darauf deutet dieser Screenshot hin, der Erwin Steinhauer in der Rolle des Kulturphilosophen Misik Rauscher zeigt. Aber ist ja auch irgendwie folgerichtig: Wir tun so, als machten wir Fernsehen, und die tun so, als machten sie Videoblogs!

 

We are Pope!

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Der Papst liebt Amerika, aber er hasst die Amerikanisierung. Jetzt besucht das Oberhaupt der Katholiken die Führungsmacht der christlichen Welt. Welcome to God’s own Country! taz, 16. April, und Standard, 17. April 2008
 
„Ich will! Ich will!“ Der Konsumismus verdirbt den Charakter, zerstört die Demokratie und beschert uns Güter, die wir nicht brauchen, meint Benjamin Barber in seinem jüngsten Buch. Kommende Woche habe ich ihn zu Gast in meiner Reihe im Kreisky-Forum. Vorab gab er mir schon dieses Interview. Falter, 16. April 2008

Zicke im Krieg

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Ann Coulter ist die schrillste Kampfrednerin unter den amerikanischen Rechten. Unklar ist, ob man die ebenso geschäftstüchtige wie begnadete Polemikerin eher für eine Faschistin oder eine Komödiantin halten soll. profil, 14. April und taz, März 2008

Peter Sloterdijk über "Genial dagegen"

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Na, damit war eigentlich gar nicht mehr zu rechnen, schließlich ist mein Buch "Genial dagegen"  (ein Auszug hier) ja schon vor drei Jahren erschienen. Gestern empfahl es dann Peter Sloterdijk in seiner Talksendung "Das Philosophische Quartett" (ZDF) "nachdrücklich".

Na, das freut den Autor natürlich. Übrigens, die gesamte Sendung zum Thema "Was ist links?" kann man hier sehen.

Der Feinstaub-Gott

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Der Oxforder Theologieprofessor Alister McGrath hat mit „Der Atheismus-Wahn“ eine kluge Antwort auf Richard Dawkins „Gottes-Wahn“ geschrieben. Darin zeigt sich das Christentum in all seiner Milde. Fragt sich nur, wozu man es braucht. taz, 12. April 2008
 

"Gott behüte..." ist auch Thema der ORF Sendung Orientierung am kommenden Sonntag.

Gott behüte…“ – Religion in der Politik, nein danke? Als pointierter Essayist und Zeitdiagnostiker hat sich der Wiener Publizist Robert Misik einen Namen gemacht. In seinem neuen Buch „Gott behüte – Warum wir die Religion aus der Politik heraushalten müssen“ (Ueberreuter-Verlag) greift der 41jährige ein brisantes Thema auf: den radikalen Fundamentalismus, der – so Misik – nicht nur im Islam auf dem Vormarsch ist. Religion, meint der Autor, sei nicht das Opium, sondern das Aufputschmittel der Völker, bestens geeignet, sie gegeneinander aufzuhetzen. Die von vielen herbeigesehnte Renaissance der Religion führe zu einem „Kleinkrieg der Kulturen, zur Konkurrenz der Fundamentalismen“. Im aktuellen ORIENTIERUNG-Beitrag kommt neben Robert Misik auch der Philosoph und Theologe Rudolf Langthaler (Professor am Institut für Christliche Philosophie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien) zu Wort. Bericht: Günter Kaindlstorfer; Länge: 6 Minuten

Post vom Stephansplatz

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"Der Sonntag", die Zeitung der Erzdiözse Wien, findet mein Buch "Gott behüte" nicht nur toll - was ja auch nicht anders zu erwarten war.

Seit dem ”Gotteswahn“, mit dem der Biologe Dawkins einen Bestseller landete, wird es unter intellektuellen Menschen ohne religiöses Bekenntnis zunehmend Mode, sich als ”Neue Atheisten“ zu verstehen und Religionen, Kirchen und Religionsgemeinschaften anzugreifen. Da in Österreich die meisten Menschen katholisch sind, nehmen sie sich die katholische Kirche vor.

”Schluss mit der liberalistischen bürgerlichen Eleganz gegenüber Religionen“, sagte der Wiener Journalist Robert Misik, als er vor wenigen Tagen sein bei Ueberreuter erschienenes Buch ”Gott behüte“ präsentierte. Erstes Ziel: Es müsse verhindert werden, dass Menschen aus ihrer religiösen Überzeugung politisch handeln. Es könne zwar ”jeder glauben, wozu er lustig ist“, ein Glaube an Gott dürfe aber ”keine praktische öffentliche Seite“ haben.

Der gesamte Text findet sich hier.

Generation Higgs

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Synaptische Verschaltung: Die neue „Edition Unseld“ will Geistes- und Naturwissenschaften kurzschließen. taz, April 2008

„Revolutionär der Wirtschaft“

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Frühjahr, vor 125 Jahren: Karl Marx stirbt. John Maynard Keynes und Joseph Schumpeter, die beiden größten Ökonomen des 20. Jahrhunderts, werden geboren. Wirtschaftspolitischer Streit ist auch heute noch ein Kampf der Ideen dieser beiden Giganten. Zwei neue Bücher helfen, Schumpeter und Keynes neu zu entdecken. Falter, 9. April 2008


Robert Misik
robert@misik.at

Journalist & Sachbuchautor
Lebt & arbeitet in Wien
Alles über Misik

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Ich betreibe dieses Blog seit einigen Jahren und ohne allzu intensiver Arbeit ist er zu einem der meistgelesenen nichtkommerziellen Online-Formate in Österreich geworden. Deshalb will ich es in den nächsten Monaten mit etwas mehr Engagement hochpimpen, um es zu dem führenden progressiven Weblog Österreichs zu machen.

Deswegen wende ich mich mit der simplen Frage an Sie, ob Ihnen dieses Blog etwas wert ist. Die Sache ist ziemlich einfach: Je mehr Leute bereit sind, dafür ein bisschen zu spenden, umso besser wird das Ding. Daueraufträge bringen Planungssicherheit. Für Ihre Beiträge habe ich ein eigenes Konto eingerichtet:

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Herzlich,

Ihr

Robert Misik

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