April 2008 Archives
In meinem "Kultbuch" habe ich, unter anderem, auch das Segment des politisch korrekten Konsums aufgespießt. Darin heißt es:
“Firmen wie Grüne Erde ... treiben das Konzept des »ethischen Wirtschaftens« auf seine groteske Spitze: »Good Business« ist in diesem Segment gehobenen, politisch korrekten Konsums nicht mehr nur eine Versicherung gegen Imageverlust und gegen eine Bedrohung der Profite, nein, findig und kompromisslos umgesetzt, kann es der Königsweg zu Extraprofiten sein”
Jetzt erreichte mich ein sehr engagierter Brief des Geschäftsführers der "Grünen Erde", der naturgemäß meine Kritik zurückweist:
Sehr geehrter Herr Misik,
ich bin auf Ihre Bemerkungen zum Unternehmen Grüne Erde in „Das Kult-Buch –
Glanz und Elend der Kommerzkultur“ gestoßen. Als geschäftsführender
Gesellschafter der Grünen Erde möchte ich Ihnen hier meine Gedanken dazu
mitteilen:
Hab sie ja leider nicht gesehen, die jüngste Folge von "Die 4 da" im ORF. Offenkundig wurden "FS Misik" und "RAU-TV" durch den Kakao gezogen. Darauf deutet dieser Screenshot hin, der Erwin Steinhauer in der Rolle des Kulturphilosophen Misik Rauscher zeigt. Aber ist ja auch irgendwie folgerichtig: Wir tun so, als machten wir Fernsehen, und die tun so, als machten sie Videoblogs!
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Na, damit war eigentlich gar nicht mehr zu rechnen, schließlich ist mein Buch "Genial dagegen" (ein Auszug hier) ja schon vor drei Jahren erschienen. Gestern empfahl es dann Peter Sloterdijk in seiner Talksendung "Das Philosophische Quartett" (ZDF) "nachdrücklich".
Na, das freut den Autor natürlich. Übrigens, die gesamte Sendung zum Thema "Was ist links?" kann man hier sehen.
"Gott behüte..." ist auch Thema der ORF Sendung Orientierung am kommenden Sonntag.
„Gott behüte…“ – Religion in der Politik, nein danke? Als pointierter Essayist und Zeitdiagnostiker hat sich der Wiener Publizist Robert Misik einen Namen gemacht. In seinem neuen Buch „Gott behüte – Warum wir die Religion aus der Politik heraushalten müssen“ (Ueberreuter-Verlag) greift der 41jährige ein brisantes Thema auf: den radikalen Fundamentalismus, der – so Misik – nicht nur im Islam auf dem Vormarsch ist. Religion, meint der Autor, sei nicht das Opium, sondern das Aufputschmittel der Völker, bestens geeignet, sie gegeneinander aufzuhetzen. Die von vielen herbeigesehnte Renaissance der Religion führe zu einem „Kleinkrieg der Kulturen, zur Konkurrenz der Fundamentalismen“. Im aktuellen ORIENTIERUNG-Beitrag kommt neben Robert Misik auch der Philosoph und Theologe Rudolf Langthaler (Professor am Institut für Christliche Philosophie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien) zu Wort. Bericht: Günter Kaindlstorfer; Länge: 6 Minuten
"Der Sonntag", die Zeitung der Erzdiözse Wien, findet mein Buch "Gott behüte" nicht nur toll - was ja auch nicht anders zu erwarten war.
Seit dem ”Gotteswahn“, mit dem der Biologe Dawkins einen Bestseller landete, wird es unter intellektuellen Menschen ohne religiöses Bekenntnis zunehmend Mode, sich als ”Neue Atheisten“ zu verstehen und Religionen, Kirchen und Religionsgemeinschaften anzugreifen. Da in Österreich die meisten Menschen katholisch sind, nehmen sie sich die katholische Kirche vor.
”Schluss mit der liberalistischen bürgerlichen Eleganz gegenüber Religionen“, sagte der Wiener Journalist Robert Misik, als er vor wenigen Tagen sein bei Ueberreuter erschienenes Buch ”Gott behüte“ präsentierte. Erstes Ziel: Es müsse verhindert werden, dass Menschen aus ihrer religiösen Überzeugung politisch handeln. Es könne zwar ”jeder glauben, wozu er lustig ist“, ein Glaube an Gott dürfe aber ”keine praktische öffentliche Seite“ haben.
Der gesamte Text findet sich hier.





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