Juli 2008 Archives

Konrad Paul Liessmann im "Falter":

"Natürlich will auch Misik religiöse Gefühle respektieren und Gläubige nicht grundlos beleidigen, vor allem dann, wenn es sich nicht um Katholiken, sondern um Muslime handelt, und dass es die Caritas gibt, ist durchaus in Ordnung, aber abgesehen davon sollen sich Kirchen und Theologen in Fragen der Politik, der Gesetzgebung, der Gestaltung des Gemeinwohls weder einmischen noch diese gestalten. Wenngleich manchmal vielleicht etwas gewollt locker formuliert, vertritt Misik die in der Philosophie seit Kant ventilierte These, dass aus der Perspektive der Vernunft weder für eine humane Moral noch für eine angemessene Erkenntnis der Welt ein Gott vonnöten sei. Misik möchte zwar kein eifernder Atheist wie Richard Dawkins sein, aber Religion ist für ihn letztlich keine Sinn-, sondern eine „Unsinn-Ressource“.
In Bezug auf den politischen Charakter der Religionen stützt sich Misik auf die von dem Ägyptologen Jan Assmann prominent vertretene These, dass vor allem die monotheistischen Religionen mit ihren absoluten Wahrheitsansprüchen auch Formen politischer Herrschaft und Gewalt begründet und legitimiert hätten, die sich für die Entwicklung der Menschheit als durchaus verhängnisvoll erwiesen hätten. Religionen sind, so Misik mit einer hübschen Pointe, weniger, wie Marx es vermutete, das „Opium des Volkes“, sondern vielmehr ein „Aufputschmittel“, mit dem die Völker „aufeinander losgehetzt werden“. Die Trennung von Kirche und Staat, letztlich von Religion und Gesellschaft ist die notwendige Konsequenz aus diesem Befund."

Die vollständige Rezension finden Sie hier.

McCain-Sprecher beschimpft Deutsche

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Tucker Bounds, Sprecher des republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain, setzt ganz auf Kontinuität. Im Stile der Bush-Präsidentschaft sagte Bounds, Barack Obama habe "Massen kriecherischer Deutscher" einem Besuch bei verwundeten US-Soldaten vorgezogen ("throngs of fawning Germans").

Man ist das ja schon etwas zu gewohnt von dieser Seite. Ob aber nicht dennoch Kanzlerin Merkel oder Außenminister Steinmeier eine offizielle Entschuldigung McCains fordern sollten? Man siehlt jedenfalls auch daran, würde McCain Präsident, hieße es die nächsten vier Jahre: McSame.

Der Weltpräsident

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Obamania. Bei seiner Welttournee hat Barack Obama wichtige Punkte gegen seinen Rivalen John McCain gemacht und nebenbei auch noch die Europäer bezaubert. In Berlin feierten sie ihn wie einen Messias und fielen reiheweise in Ohnmacht. Schon wenden Skeptiker ein: Die überzogenen Hoffnungen werden notwendigerweise enttäuscht. profil, 28. Juli 2008
Alles über Obama: hier
 

Obama in Berlin

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Trust the Hype!

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Amerikahass schlägt in Amerikaliebe um. Das zeigt: Was als „Antiamerikanismus“ erschien, war nur enttäuschte Liebe. Bekenntnisse eine Obamaniacs. taz, 26. Juli 2008
   Foto: Misik

Lagerhaltung

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Gibt es eine Große Koalition, wird gegeneinander regiert. Warum hassen sich in Österreich Konservative und Sozialdemokraten eigentlich so? Falter, 23. Juli 2008

Hans Dichand ist nicht mein Vater!

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Hans Dichand, giftiger Greis und Herausgeber der "Kronen"-Zeitung, ist ja schon ein bisschen gaga. Deshalb hat er jetzt ein Gerücht dementiert, das es noch gar nicht gab: Dass SPÖ-Kanzlerkandidat Werner Faymann sein unehelicher Sohn sei. Um Dichand weitere pikante Dementis zu ersparen, haben die Freunde des Popmagazins "The Gap" nun dieses T-Shirt aufgelegt.

Ich fahr zu Obama. Wer noch?

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Also, ich werde ich nächste Woche dort sein, in der Fanzone am Großen Stern in Berlin um den Barack Obama mal aus der Nähe zu sehen.

Hab dazu gerade folgendes auch gekriegt aus den "Obama-Kreisen":

Dear all,

we are very much looking forward to see Barack Obama in Berlin on 24th July giving his only speech in Europe during his tour. He will give his speech of about 45 minutes at the Siegessäule at 7 p. m..

We are all excited to listen to Barack Obama´s ideas. I got many enthusiastic comments from all over Europe and the States. Together we can make the meeting become a powerful demonstration of the upcoming new and true Transatlantic Relationship!

We can create a get together with good vibrations. All kind of ideas are welcome: on the morning of 24th July, the day before . Send your ideas to this page. Use the opportunity to find others to start collective action and be creative. Let´s give Barack a warm welcome in Berlin! The speech at SIEGESsäule will be the beginning of his victory.
 
And here are the first ideas:

We would like to have a spontaneous barbecue in advance to his speech - BBB: Barack´s Biggest Barbecue (BBBBQ?). Everyone is bringing his own stuff. The weather forecast for Thursday is really good. Would you like to join? Some guys are thinking about making music.

Another idea is to create a "free hugs"-team, which is offering free hugs to people on Ku´damm (one of Berlin´s main boulevards) on 23rd and 24th July accompanied by a "free hugs" sign (or "free hugs for obama" (or "free hugs from obama"?). The "free hugs"-idea is just about bringing love, peace and happiness to the people. Have a look for example at http://www.free-hugs.com/ or http://www.freehugscampaign.org/.

Furthermore the idea is suggested to rent a lorry in order to turn it into a campaign-lorry with huge Obama 08-signs and a loud speaker to annonce his speech and play nice music to the people in the streets.  

I will keep you informed about further details of Barack in Berlin! asap. Please forward this message to friends so they can register and bring in their ideas as well - no matter you could join or not. Thank you very much for your support!

To register please use this link: http://my.barackobama.com/page/event/detail/4gjvp

Yes, we can for sure,

Dirk

After decades of restraint, Europe’s Christian churches – above all Catholicism – have re-entered the political arena. It’s partly because this has already happened elsewhere in the world. The German Times, Juli 2008

Ich Opfer!

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Die Islamophoben empören sich über Faruk Sens Satz, wonach die Türken die „neuen Juden“ seien. Dabei stellt sich die Frage: Warum präsentieren sich diskriminierte Minderheiten so gerne als ohnmächtige Opfer? taz, 10. Juli 2008

Chaostage in Wien

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Zehn Jahre nach Blair suchen Europas Sozialdemokraten nach einem neuen Mittelweg: dem zwischen Realpolitik und Linkspopulismus. Für Wiens Kanzler Alfred Gusenbauer führte er schon mal ins politische Aus. Berliner Zeitung, 9. Juli 2008

Die schlechten Guten

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In seinem Buch „Die ersten Israelis“ demontiert Tom Segev den Mythos von selbstlosen Pionieren und idealistischen Staatsgründern. taz, 5. Juli 2008
 

Italienische Verhältnisse in Wien

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Drei der fünf vergangenen Legislaturperioden endeten in Österreich vorzeitig. Jetzt schon wieder. taz, 8. Juli 2008

Opferrituale

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"Ich will Opfer sein" - meinen Essay über die Selbstviktimisierung von Minderheiten können Sie auf WDR 3 - Tageszeichen hören.

Der sozialdemokratische Realist

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Zur Physiognomie eines Menschenschlags, der stets an der Wirklichkeit scheitert. Standard, 5./6. Juli 2008

„Neue Großmacht-Rivalität“

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Robert Kagan, konservativer Vordenker und Berater von John McCain, über die Bilanz im Irak, die kommende Rivalität der großen Mächte und den Aufstieg der Autokraten. taz, Juni 2008, und Falter, 2. Juli 2008

Robert Misik auf Facebook

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Wie Konservative denken ...

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... wenn sie denken. Und wie Linke denken sollten. taz, theorie&technik, 1. Juli 2008


Robert Misik
robert@misik.at

Journalist & Sachbuchautor
Lebt & arbeitet in Wien
Alles über Misik

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Ich betreibe dieses Blog seit einigen Jahren und ohne allzu intensiver Arbeit ist er zu einem der meistgelesenen nichtkommerziellen Online-Formate in Österreich geworden. Deshalb will ich es in den nächsten Monaten mit etwas mehr Engagement hochpimpen, um es zu dem führenden progressiven Weblog Österreichs zu machen.

Deswegen wende ich mich mit der simplen Frage an Sie, ob Ihnen dieses Blog etwas wert ist. Die Sache ist ziemlich einfach: Je mehr Leute bereit sind, dafür ein bisschen zu spenden, umso besser wird das Ding. Daueraufträge bringen Planungssicherheit. Für Ihre Beiträge habe ich ein eigenes Konto eingerichtet:

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Ich danke Ihnen schon einmal für Ihr Engagement und hoffe, Sie sehen die Sache so wie ich: Sudern reicht nicht! Let's do it!

Herzlich,

Ihr

Robert Misik

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