Oktober 2008 Archives

Schande über Robert M. ?

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Buberlpartie

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Ist es politisch bedeutsam, ob der verunglückte Rechtspopulist Jörg Haider homosexuell war? Die Zeit, 30. Oktober 2008

Sensible enough

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Unlängst im britischen "Guardian":

The tearful revelations by Stefan Petzner that he and his boss, the late rightwing populist Jörg Haider, were lovers has sent Austria into a spin and plunged into disarray a party that three weeks ago celebrated its biggest ever electoral victory.

(...)

The Austrian commentator and video blogger Robert Misik is sensible to ask: "Is all of this politically relevant?"

Certainly, yes. As an MP Haider voted against lowering the age of consent for homosexuals. He represented a brand of ultra-conservative politics that railed against everything that was not traditional or mainstream.

Gay rights groups and Austrian intellectuals rowed for years over whether to out Haidar. One argument in favour was that it would damage him politically. Against it was the fear that it would increase homophobia in an already staunchly conservative country.

Answering his own question, Misik says: "Of course it has a bearing on who Haider the public person was." And it goes some way to help explain his magnetism. "He had a personal charm that clearly had a particular effect on men in their early 20s, who he gathered around him and hoisted into the highest offices at a very young age."

Der gesamte Artikel hier

Lachen über Haider? Also bitte!

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Sonntag, 26. Oktober 2008, bin ich als "Experte" zu Gast in "Demokratie. Die Show" des Theater im Bahnhof. Ort: Graz, Schauspielhaus, 20 Uhr. Näheres hier

„Ökonomie ist Fun"

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Paul Krugman, Princeton-Professor und New-York-Times-Autor, ist ein Kämpfer, ein Polemiker und auch ein großer Stilist. Jetzt erhält er den Nobelpreis. Ein paar Pulitzerpreise würden ihm wohl auch zustehen. Falter, 22. Oktober 2008
Heute, 21. Oktober, Bad Vöslau. In der Stadtbücherei, Kirchenplatz 8, lese ich aus "Das Kultbuch. Glanz und Elend der Kommerzkultur". Beginn 19 Uhr

Haider und die Männer

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Sein Nachfolger stilisiert sich zur Nebenwitwe, vor seiner Todesfahrt betrank er sich im Schwulen-Treff. War Populistenführer Jörg Haider schwul, bi oder sonst was? Geht uns das überhaupt etwas an? taz, 21. Oktober 2008

Ich und der Landeshauptmann der Herzen

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Manche Dinge vergisst man einfach. Dass es ein solches Foto (s.u.) gibt, hatte ich einfach verdrängt. Es wurde anlässlich eines Interviews gemacht, das ich am 22. Mai 1995 mit Jörg Haider führte. Übrigens ein halb "historisches" Interview. Darin erteilte FPÖ-Obmann Haider erstmals dem traditionellen Deutschnationalismus seiner Partei eine Absage. "Ich möchte einen österreichischen, patriotischen Weg gehen und nicht einen großdeuschen Weg für meine Partei. Das müssen auch jene älteren Mitstreiter in unseren Reihen zur Kenntnis nehmen..."

Petzner auf krone.tv

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Stefan Petzner, Haider-Lebensmensch, in einem schier unglaublichen Video auf krone.tv. Das muss man einfach gesehen haben: zum Video

Hallo, Krugman am Telefon

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Paul Krugman wurde am Montag der diesjährige Nobelpreis für Ökonomie zuerkannt. Aus diesem Anlass hier zum Nachhören: Ein Gespräch, das ich mit ihm im Februar 2008 über die Kreditkrise führte und über die Chancen der US-Demokraten, das Land auf einen neuen Weg zu bringen.

Download file

In den einschlägigen rechtspopulistischen und rechtsobskurantistischen Kreisen blühen bereits die Verschwörungstheorien: Jörg Haider ist, so ist man hier überzeugt, einem Attentat zum Opfer gefallen. Nicht nur Ex-FPÖ-Abgeordneter Klement verdächtigt den Mossad, man hat auch schon einen Verbindungsmann zum israelischen Geheimdienst ausgemacht: Ex-FPÖ-Europaparlamentarier Peter Sichrovsky.

So heißt es auf einer notorischen Verschwörungstheoretiker-Homepage:

"Der langjährige Europa-Abgeordnete und frühere Geschäftsführer der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ), Peter Sichrovsky, hat nach eigenen Angaben jahrelang mit dem israelischen Geheimdienst Mossad zusammengearbeitet. "Ich habe bis zu meinem Rückzug aus der Politik mit dem Mossad kooperiert", sagte der Publizist und Journalist im Jahre 2005 dem in Wien erscheinenden Nachrichtenmagazin "Profil"." Man sieht also: Der Mossad hatte Haider immer schon auf seiner Liste.

Auf der Moslemhasser-Website"Politically Incorrect" verweist man darüber hinaus auf eine merkwürdige Delle über dem Fahrersitz von Haiders Limousine:

"Es überrascht, dass der Überschlag eines VW-Phaeton, immerhin eines der sichersten Fahrzeuge der Welt, vergleichbar mit der Mercedes S-Klasse, durch einen Überschlag auf einer Böschung, dazu bei den in einer geschlossenen Ortschaft und kurviger Straße denkbaren Geschwindigkeiten, eine solche Verformungsenergie freisetzt, wie sie auf dem ersten Bild von Jörg Haiders Fahrzeug zu erkennen ist. Tatsächlich zeigt das Bild bei genauem Hinsehen eine punktförmig konzentrierte Einwirkung, unglücklicherweise genau über dem Fahrersitz."

Ob eher der Mossad, die Islamisten oder SPÖ und ÖVP für ein Attentat auf Haider in Frage kommen, darauf wollen sich die PI-Leute nicht festlegen. Man hat aber auch andere mögliche Verdächtige im Visier. So verweiste eine der Sites auf eines von Haiders letzten Interviews, in dem der alternde Populist und Landeshauptmann sagte:

"... in Wirklichkeit sind die Banken eine riesige Mafia die die ganze Welt vergiftet ... ausgetragen wird es wieder auf dem kleinen Mann, denn der wird Arbeitsplätze verlieren, wird sein Einkommen verlieren, ... die grossen Herren sind sicherlich nicht gestraft ... alle sind sie dabei, die Deutsche Bank, die Landesbanken in Deutschland ... in Österreich ist es die grosse Raiffeisenbank die dabei ist ... dann die Bank Austria ... "

Hat also die Raffaisenbank den Mordauftrag gegeben?

Übrigens ist in Kreisen von Antifaschisten und Gutmenschen schon einiger Unwille über die Verschwörungstheorien auszumachen. Der Mossad wird verdächtigt, die Banken, sogar der Sichrovsky - "uns traut man offenbar ein Attentat auf Haider nicht zu", grämt sich ein hiesiger Gutmensch..

Unsichtbare Hand, eiserne Faust

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Mehr Sicherheit durch „Nulltoleranz"? Die Freunde des neoliberalen Minimalstaates werden zu Agenten des strafenden Maximalstaats, wenn sie mit den Verlierern zu tun kriegen. Loïc Wacquants monumentale, zornige Studie „Bestrafen der Armen". taz und Falter, Literaturbeilage, Herbst 2008

Jenseits von Gut und Schlecht

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Die Welt ist schlecht, zeigt Klaus Werner-Lobo. Die Globalisierung macht sie besser, beweist Jagdish Bhagwati. Beide haben Recht und Unrecht zugleich. Falter, 15. Oktober 2008

Heute, 14. Oktober, Mödling. Im AK-Bildungshaus in Mödling, Brühler Straße 73, spreche ich zum Thema

 "Paranoia-Politik. Die irre Welt der neuen Konservativen".

Der neue Keynes

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Für die taz und derStandard.at schrieb ich untenstehende Würdigung Paul Krugmans angesichts der Zuerkennung des diesjährigen Nobelpreises für Ökonomie. Ein Interview, das ich mit Krugman im Frühjahr führte, finden Sie hier.
 
Dass die Vergabe des Friedens-, oder die des Literaturnobelpreises meist ein politisches Statement ist, daran hat man sich ja schon gewöhnt. Für den Wirtschaftsnobelpreis gilt das bisher auf weniger ostentative Art. Dass der US-Ökonom Paul Krugman ausgerechnet am Höhepunkt der globalen Finanzkrise und ein Monat vor dem Ende der Ära Bush den Preis zuerkannt erhält, hat schon erhebliche symbolische Bedeutung.

Rechts aus der Bahn geworfen

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Jörg Haider war ein harter Rechter, aber auch ein Spieler und Exzentriker. Mal war er depressiv, mal euphorisch. Eine Art James Dean der österreichischen Politik. Jetzt fuhr er sich zu Tode. taz, 13. Oktober 2008

"The Observer" über Haider

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Political analysts said that the sudden death of Haider could lead to a new wave of support for the resurgent but divided Austrian right, which won 28 per cent of the vote in general elections last month. 'The right-wing bloc will now be able to unify around one leader,' said Robert Misik, a senior Austrian journalist and commentator. 'The charismatic Haider died the death of the James Dean of the Austrian political class, and that in itself will have significant consequences in the future.'

Mehr hier

Symbolische Insolvenzen

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Schriften zu Zeitschriften. Das Wiener „Wespennest" verkündet das Ende des Kapitalismus. „Texte zur Kunst" entdeckt das Schrulligkeitskapital. taz, 8. Oktober 2008



Robert Misik
robert@misik.at

Journalist & Sachbuchautor
Lebt & arbeitet in Wien

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Liebe Leserinnen,
liebe Leser!

Ich betreibe dieses Blog seit einigen Jahren und ohne allzu intensiver Arbeit daran ist er zu einem der meistgelesenen nichtkommerziellen Online-Formate in Österreich geworden.

Deshalb will ich diesen Blog in den nächsten Monaten mit etwas mehr Engagement hochpimpen, um ihn zu dem führenden progressiven Weblog Österreichs zu machen. Ein bisschen habe ich damit in den vergangenen Wochen schon begonnen.

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  • Siteicon saibot: Es ist einfach Religionen zu verdammen. Auch sieht man wie nützlich die read more
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