November 2008 Archives

So arbeitet der Tod

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Im Sommer 1995 starb mein enger Freund, der Schriftsteller Thomas Strittmatter in seiner Wohnung in Berlin. Wir wohnten damals übereinander. Im Jänner startet in Wien eine größere Retrospektive mit Arbeiten, Lesungen, Vorträgen von und über Thomas. Aus diesem Anlass hier schon einmal ein Text, den ich anlässlich Thomas' ersten Todestages 1996 in der Berliner Zeitung veröffentlicht habe.

 Viel Aufhebens hat er nicht gemacht um sein Leben. Thomas Strittmatter, der Dramatiker, Romancier und Drehbuchautor aus dem Schwarzwald, war am 29. August 1995 in Berlin gestorben. Abends, knapp vor neun, ist er im Bad seiner Wohnung in Prenzlauer Berg, Rodenbergstraße, Vorderhaus, vier Treppen rechts, umgekippt. Das Herz stand still, plötzlich. Eine späte und zugleich frühe Folge des Aortaklappenfehlers, an dem er seit Jugendtagen laborierte.

Das Ende des Marktglaubens

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Falter (Rubrik "Wiedergelesen), 26. November 2008. Als John Maynard Keynes 1936 seine „Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes" veröffentlichte, war die Revolutionierung des ökonomischen Denkens längst im Gange. In den USA folgte Präsident Franklin D. Roosevelt mit seinem „New Deal" schon „keynsianischen" Prinzipien. Doch schon zehn Jahre davor, 1926, hat Keynes in seinem programmatischen Essay „Das Ende des Laissez-Faire" sein Credo formuliert, das sich nach dem Krach von 1929 weltweit durchsetzen sollte und sich heute wieder brandaktuell liest: dass der „aufgeklärte Eigennutz" keinesfalls zum allgemeinen Vorteil umschlage; ja, dass der Eigennutz „keineswegs immer aufgeklärt ist"; dass viele üble Dinge Resultat des Risikogeistes, der Unsicherheit, der Unwissenheit sind. Und dass man die Prosperität einer Gesellschaft nicht allein dem privaten Profitstreben überantworten dürfe. Keynes Motiv: Den Kapitalismus vor sich selbst zu retten.

 

John Maynard Keynes: The End of Laissez-Faire. In: Keynes: Essays in Persuasion. London, 1963

No, they can't

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Wie schön! In Österreich kann jeder Minister werden. Sogar Leute, die niemals in der Lage wären, auch nur die Obmannwahl in einem Elternverein zu gewinnen.  Standard, 25. November 2008

Kreisky Forum in Facebook

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Hier eine kleine Einladung an die p.t. Leserschaft:

Das Kreisky Forum ist neuerdings auch auf Facebook präsent. Link

Meine Facebook-Seite finden Sie hier, "Fan" werden können Sie hier.

Folgendes gab am Abend Kunstministerin Claudia Schmied bekannt:

Den Staatspreis für Kulturpublizistik im Wert von 7.300 Euro erhält Robert Misik für sein "kultur- und gesellschaftskritisches Schaffen" und seine Bücher wie "Genial dagegen" und "Das Kult-Buch". Der Publizist arbeitet und lebt in Wien. Er schreibt regelmäßig in DER STANDARD, im Falter, für profil und die Berliner "tageszeitung" (taz) und analysiert in seinem wöchentlichen Videocast auf derStandard.at das aktuelle innen-, außen-, gesellschafts- und kulturpolitische Geschehen.

Zur Meldung auf derStandard.at.

Montag, 17. November, referiere ich in Luzern (Schweiz) zum Thema: "Politik der Paranoia. Die irre Welt der neuen Konservativen". Gewerbeschulzentrum Bahnhof. Robert-Zünd-Strasse 4, 6000 Luzern, 20 Uhr.

Veranstalter: Freie Vereinigung Gleichgesinnter Luzern.

Schwierigkeiten mit der Konsumkritik

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Konsumismus zwischen dürrer Affirmation und plumper Verteufelung. Eine Umkreisung.

Mein Beitrag aus: Franz Vranitzky: Themen der Zeit II. Passagen-Verlag, Wien, 2008, 414 Seiten, 48.- Euro

Er malt uns eine bessere Welt

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Die Erwartungen sind überlebensgroß. Aber Barack Obamas Wahl kann der Auftakt einer neuen progressiven Ära werden. Was sich moderne Politiker vom nächsten US-Präsidenten abschauen können. Falter, 12. November 2008 

Diagnose: Gier

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Gewinnsucht gehört zum Wesen des Kapitalismus - und des Menschen. Ist die Raffgier deshalb gut? Oder der Kapitalismus schlecht? Vielleicht sind das die falschen Fragen. Falter, 5. November 2008

Was ist jetzt zu tun? Die Krise hinter der sogenannten Finanzkrise. Fritjof Bergmann im Gespräch mit Robert Misik. Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog, Armbrustergasse 15. Donnerstag, 6. November, 19 Uhr

„Wir stehen am Beginn einer neuen Epoche", sagt der amerikanische Arbeitforscher, Philosoph und Utopist Fritjof Bergmann. „Das ist nicht das Ende des Kapitalismus, aber...

Obamas Moment

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Ein historischer Präsident ist Barack Obama schon. Er kann aber auch ein großer Präsident werden - gerade deshalb, weil er in einer dramatischen Krisenzeit ins Amt kommt. taz, 6. November 2008

 

Die Unentschlossenen

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Soll ich Obama oder McCain wählen? Nehm' ich ein Hühnchenragout oder einen Teller Scheiße mit Glasscherben? taz, 4. November 2008



Robert Misik
robert@misik.at

Journalist & Sachbuchautor
Lebt & arbeitet in Wien
Alles über Misik

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Ich betreibe dieses Blog seit einigen Jahren und ohne allzu intensiver Arbeit ist er zu einem der meistgelesenen nichtkommerziellen Online-Formate in Österreich geworden. Deshalb will ich es in den nächsten Monaten mit etwas mehr Engagement hochpimpen, um es zu dem führenden progressiven Weblog Österreichs zu machen.

Deswegen wende ich mich mit der simplen Frage an Sie, ob Ihnen dieses Blog etwas wert ist. Die Sache ist ziemlich einfach: Je mehr Leute bereit sind, dafür ein bisschen zu spenden, umso besser wird das Ding. Daueraufträge bringen Planungssicherheit. Für Ihre Beiträge habe ich ein eigenes Konto eingerichtet:

Robert Misik
Kontonummer: 50386-142-129
Bank Austria
Bankleitzahl: 12000
IBAN: AT301200050386142129
BIC: BKAUATWW


Ich danke Ihnen schon einmal für Ihr Engagement und hoffe, Sie sehen die Sache so wie ich: Sudern reicht nicht! Let's do it!

Herzlich,

Ihr

Robert Misik

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