Weltverbesserer haben keinen guten Ruf. Wir nennen sie neuerdings Gutmenschen oder Wutbürger, denken dabei an übelgelaunte Spaßverderber, chronisch Unzufriedene, an Ewiggestrige, die um ein, zwei oder drei Revolutionen betrogen wurden. Im besten Fall haben wir es mit einem dieser hoffnungslosen Idealisten zu tun, die es sich gemütlich gemacht haben in ihrem Wolkenkuckucksheim. Meist sind es Linke, die zu dieser rückwärtsgewandten, oft depressiv veranlagten Spezies gehören. Menschen mit Humor, die sich dem Progressiven verschrieben haben, muss man suchen. Aber mindestens einen gibt es: Er heißt Robert Misik. Jörn Kabisch
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Die Jugendinitiative "The Voice" ist ein junges Projekt, das Politik und Gesellschaft außerhalb von Parteigrenzen denken möchte. Wir wollen diskutieren und über die Welt, wie sie sich uns entgegenstellt nachdenken. Unsere erste Veranstaltung findet deshalb mit einer der lautesten österreichischen Stimmen zu Politik und Gesellschaft statt: Robert Misik.
Eintritt ist natürlich frei. Bringt bloß euer Hirn und euer Herz mit.
The Voice.
Am Sonntag, 27. Februar lese, rede und diskutiere ich in der Berliner Volksbühne aus und über mein Buch "Anleitung zur Weltverbesserung". Und zwar im Rahmen des Festivals "Musik und Politik". Volksbühne Berlin, Rosa Luxemburg Platz, Sternfoyer - 17 Uhr
Ach ja: Hinterher gibts Konzert und Party! Mehr dazu hier.
Am Dienstag, 1. März gastiere ich dann in Bremen im Theater in der Schwankhalle. Beginn: 20 Uhr. Näheres hier.
Freitag, 18. Februar, präsentiere ich um 20 Uhr in Freistadt mein Buch "Anleitung zur Weltverbesserung". Ort: Localbühne, Salzgasse 25.
Näheres hier
The Friends of the great Online-Magazine "Eurozine" translated some longer excerpts of my Book "Anleitung zur Weltverbesserung" - "Instruction for World's Improvement".
"Among the most fatal aberrations of recent decades is that free-market liberals have taken over the mantle of economic competence, argues Robert Misik. The Left needs to go on the offensive and prove that egalitarian economies are also stronger and more productive."
Morgen Montag gastiere ich in Linz, übermorgen Dienstag in Kapfenberg. Derweil haben mich ein paar gute Nachrichten erreicht: Die erste Auflage meines Buches ist weitgehend ausverkauft. Der Verlag bereitet die zweite Auflage vor. Sollte also jemand vorhaben, mein Buch zu Weihnachten zu verschenken (soll ja auh unter religiös Unmusikalischen vorkommen, dass man zu dem Anlass Geschenke macht, und da kann das Motto ja nur lauten: Praktisch denken, Misik schenken! hehe ;-) ), also, sollte jemand das ins Auge fassen: Schnell bestellen, bevor die Druckmaschinen neu angeworfen sind, könnten Lieferengpässe eintreten. Was ich mir natürlich nicht wünsche, wobei es mir schon lieber ist, als würden die Bücher wie Ziegeln in den Regalen liegen. Sollte Sie es trotz der Wikileaks-Abschaltung via Amazon bestellen wollen (was ich angesichts der Umstände ausdrücklich nicht empfehle), hier ist der Link.
Morgen, Montag 6. Dezember gibt es endlich die Präsentation von "Anleitung zur Weltverbesserung" im schönen Linz im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung von VSStÖ, SJ und BSA. Beginn 19 Uhr, Johann Kepler Universität, Hörsaal 6
Am 7. Dezember präsentiere ich mein Buch dann in Kapfenberg, und zwar im dortigen Kulturzentrum (Poster unten).
Hier ein paar Pressestimmen zu meinem neuen Buch "Anleitung zur Weltverbesserung. Das machen wir doch mit links!":
"Ein wirklich schwungvolles Plädoyer...Dies ist ein Buch, über das man mit gutem Recht jenen Satz schreiben darf, in den sonst nur Rezensionen von Kriminalromanen münden - nämlich dass man es in einem Rutsch durchlesen muss, sobald man es einmal zur Hand genommen hat" Hilal Sezgin in Die Zeit.
"Wer sich für Politik interessiert und ohne Depressionen einen Ausweg aus den Aporien der Gegenwart sucht, dem sei Misiks kluge und unterhaltsam geschriebene Anleitung empfohlen." profil
"Ein überzeugendes linkes Narrativ." Daniel Haufler in der Berliner Zeitung
"Ans Ende setzt Robert Misik ein glühendes Bekenntnis zu Grundwerten für die Verbesserung der Welt - allerdings zu solchen, denen eigentlich kein Vernünftiger widersprechen kann." Andreas Khol im Falter
"Die spannendste Urlaubslektüre seit langem" Ex-Ostbahn-Kurti Willi Resetarits
"Dieser Ton ist ungewohnt und wird dringend gebraucht ... ein Pflichtlektüre für alle Progressiven, die Wahlen gewinnen und (besser) regieren wollen." Das Progressive Zentrum, Berlin
"Ein Mittel gegen die routinierte schlechte Laune der Linken." Stefan Reinecke, taz
Na, mit solchen Rezensionen fängt ein Tag ja schon mal gut an. In der Hamburger "Zeit" schreibt Hilal Sezgin über meine "Anleitung zur Weltverbesserung":
„Wer nun Lust bekommen hat, einmal ein wirklich schwungvolles Plädoyer für die Linke, ja gleich eine ganze Anleitung zur Weltverbesserung zu lesen, sollte das neue Buch des österreichischen Publizisten Robert Misik lesen. Es trägt den Untertitel Das machen wir doch mit links, beginnt mit einer Ursachenforschung in Sachen Finanzkrise und nimmt sich danach leidenschafltich Themen wie die Regulierung der Finanzmärkte, den Green New Deal und eine neue Sozialstaatspolitik vor. Dies ist ein Buch, über das man mit gutem Recht jenen Satz schreiben darf, in den sonst nur Rezensionen von Kriminalromanen münden - nämlich dass man es in einem Rutsch durchlesen muss, sobald man es einmal zur Hand genommen hat"
Nach einer ausführlichen Würdigung des neuen Buches von Martha Nussbaum "Die Grenzen der Gerechtigkeit" schreibt Hilal Sezgin abschließend:
"Nussbaum und, bei allen Unterschieden, auch Misik zeigen, dass man nur den Mut haben muss, sich der guten alten Gerechtigkeitsideale neu zu bedienen."
Hmm, um das in der Facebook-Sprache zu sagen: Like it!
Nicht um Partikularinteressen geht es, sondern um das möglichst größte Glück für die möglichst größte Zahl von Menschen. Der Freitag, 28. Oktober 2010
Unter diesem hübschen Titel bespricht das aktuelle "profil" mein Buch "Anleitung zur Weltverbesserung":
Ein wenig großsprecherisch kommt der Titel daher: "Anleitung zur Weltverbesserung". Doch schon der Untertitel "Das machen wir doch mit links" deutet schon darauf hin, dass Robert Misik uns keineswegs mit Bierernst in eine bessere Zukunft geleiten will. Einer der Vorzüge dieses Breviers für progressive Politik besteht gerade darin, dass der Autor weder mit verbitterter Vorwurfshaltung noch mit erhobenem Zeigefinger versucht, eine moderne und linke Antwort auf die globale ökonomische und politische Krise zu geben. Robert Misik, der umtriebige Wiener Essayist, der wie kaum ein anderer die Vielfalt moderner Medien im deutschsprachigen Raum bedient (er ist auch profil-Autor), schreibt hier mit leichter Hand gegen die These an, Deregulierung und freie Märkte führten zu mehr Freiheit und mehr Prosperität. Gegen dieses "neoliberale Einheitsdenken", das uns so in die Sackgasse geführt hat, setzt er eine Art fröhlichen Reformismus. Er plädiert für einen "guten" Kapitalismus. Misik beweist mit seinem Büchlein, dass Linkssein nicht gleichbedeutend mit schlechter Laune sein muss. Wer sich für Politik interessiert und ohne Depressionen einen Ausweg aus den Aporien der Gegenwart sucht, dem sei Misiks kluge und unterhaltsam geschriebene Anleitung empfohlen. Er wird darin viele Anregungen finden.
Hier das Video meiner Buchpräsentation im Kreisky-Forum. Dank an die Freunde von ichmachpolitik.at
Die Berliner Zeitung berichtet heute ausführlich von meiner Buchpräsentation in der Heinrich-Böll-Stiftung:
Robert Misik will optimistisch sein. Nicht mehr alles in Grund und Boden kritisieren - obwohl es dafür natürlich immer noch Hunderte Gründe gibt, wie der österreichische Publizist jetzt in der Böll-Stiftung sagte. Dieses eine Mal zumindest möchte er für etwas sein und hat deshalb sein Buch "Anleitung zur Weltverbesserung" geschrieben. Natürlich wisse er, wie schwer es ist, optimistisch zu sein. Da brauche man ja nur auf die politische Lage in Österreich zu schauen, meint Misik, und sich dort die Erfolge der Rechten anzusehen oder die Probleme von Rot und Grün, ein Bündnis in Wien zu schließen. Er sei also keineswegs naiv, doch er habe versucht, ein positives Narrativ zu schaffen, ein Gegenmodell zu der höchst erfolgreichen Erzählung der Neoliberalen vom freien Markt und den niedrigen Löhnen. (...) In seinem Buch bietet er ein überzeugendes linkes Narrativ an"
Den vollständigen Bericht kann man hier lesen.
Manche Buchrezensionen haben noch Überraschungswert. Ausgerechnet Andreas Khol, Ex-Parlamentspräsident und Rechtsausleger der ÖVP, bespricht mein Buch "Anleitung zur Weltverbesserung" im Falter mit einem Wohlwollen, das streckenweise von Begeisterung schwer zu unterscheiden ist. Verkehrte Welt, das hab ich gerne.
Khol im Wortlaut:
Der Staatspreisträger Robert Misik hat genug von den ewigen Jammereien und dem ständigen „gegen alles sein" mancher vor allem linker Gesellschaftskritiker. Er will Rezepturen für die Verbesserung der Welt vorlegen. Was schlägt Robert Misik im Einzelnen vor?
Sein Ziel ist ein „guter Kapitalismus"! Bei genauerem Hinschauen nichts anderes als die Entdeckung der Ordnungspolitik, wie sie ein Ludwig Erhard und ein Alfred Müller-Armack für die soziale Marktwirtschaft vor 60 Jahren forderten und wie sie sich dann im freien Europa auch durchsetzte. Ebenso ist das Plädoyer für eine internationale Finanzmarktordnung zu qualifizieren, deren Inhalt sich weitgehend mit den Vorstellungen der EU deckt und denen ein Sozialmarktwirtschaftler wie ich nur zustimmen kann. Es folgt ein hohes Lied auf mehr Gleichheit - aber auch keine Anleitung zur Gleichmacherei, sondern zur sozialen Gerechtigkeit. Geht für einen Christdemokraten auch in Ordnung.
"Anleitung zur Weltverbesserung"
am 8. Oktober in Frankfurt
am 14. Oktober in Berlin bei der Böll-Stiftung
am 18. Oktober in Wien im Kreisky-Forum und
am 16. November in Wien in der Hauptbücherei.
So, jetzt ist es raus, mein Buch "Anleitung zur Weltverbesserung" und es sollte derweil auch schon in den Buchhandlungen eingelangt sein (kontrolliert hab ich es allerdings noch nicht). Bestellen kann man es über diesen Link - wenn man's über diesen Button macht, dann gibt mir amazon auch noch ein paar Groschen ab ;-)
Schon gibt es eine Reihe an Buchpräsentationen (alle Termine hier), die zentralen Termine sind diese vier:
Frankfurt, 8. Oktober, Frankfurter Buchmesse: Um 14 Uhr spreche ich mit dem Kollegen Thomas Strobl über sein Buch "Ohne Schulden läuft nichts" und er mit mir über meins. 14 Uhr, Haus am Dom, Kannengießergasse 3
Berlin, 14. Oktober: Buchpräsentation in der Heinrich-Böll-Stiftung, als gemeinsame Veranstaltung von Böll-Stiftung, Progressives Zentrum, die tageszeitung und Aufbau-Verlag. Ich trage meine Hauptthesen vor, Ralf Fücks, Tobias Dürr ua. kommentieren. 19 Uhr, Schuhmannstraße 8, 10117 Berlin.
Wien, 18. Oktober: Buchpräsentation im Bruno-Kreisky-Forum. Moderation: Barbara Blaha. 19 Uhr, Armbrustergasse 15, 1190 Wien
Wien, 16. November: Buchpräsentation in der Hauptbücherei am Gürtel. Mit mir diskutieren Maria Vassilakou (Die Grünen), Jan Krainer (Budget- und Finanzsprecher der SPÖ im Nationalrat), Philipp Sonderegger (SOS-Mitmensch). Es moderiert Thomas Edlinger (Radio-FM4) 19 Uhr
Anfang Oktober erscheint mein Buch: "Anleitung zur Weltverbesserung. Das machen wir doch mit links". (näheres dazu hier). Als Teaser bring ich in den nächsten Wochen hier schon einmal ein paar Absätze.
Parteien sind kein Selbstzweck. Progressive Parteien erfüllen ihren Zweck, wenn sie funktionstüchtig in Hinblick auf das Ziel sind, Mehrheiten für eine Verbesserung unserer Gesellschaften zu gewinnen und somit diese Verbesserung zu ermöglichen. Viele frustrierte Sozialdemokraten ziehen aus der Krise ihrer Parteien den Schluss, sie müssten sich nun wieder mehr „nach links" bewegen und die falsche Orientierung auf die politische Mitte aufgeben. Aber das ist richtig und falsch zugleich. Natürlich kann man mit allem Recht der Welt die Auffassung vertreten, eine gerechtere Steuer- und Sozialpolitik, die auch Vermögen, Vermögenszuwächse, Kapitalerträge, große Erbschaften und hohe Einkommen fair besteuert, sei eine „linkere" Politik als die gegenwärtig von vielen Sozialdemokratien betriebene Politik. Oder dass eine Umweltpolitik, die das Großrisiko „Klimawandel" ernst nimmt, „linker" wäre als die gegenwärtige Kopf-in-den-Sand-Politik. Aber zugleich fehlt es der Sozialdemokratie an vielem, was nichts mit dem Kategoriensystem Rechts-Links zu tun hat. Ist eine Mitmach-Demokratie, ist eine Kommunikation in einer normalen Sprache, ist eine Personalpolitik, die versucht, blitzgescheite und rebellische junge Leute für die Politik zu gewinnen, wirklich prononciert „links"? Oder ist Modernität „links"? In gewissem Sinne braucht die Sozialdemokratie einen Ruck nach links, aber in vielerlei anderer Hinsicht hat sie - als altmodische Partei - einen Ruck in die Mitte der zeitgenössischen Gesellschaft bitter nötig.
Aber ein Ruck in die Mitte der Gesellschaft kann natürlich nicht heißen, dass man sich irgendwelchen imaginierten Meinungen dieser „Mitte" anpasst. Das war der fatale Fehler des Schröderschen Konzepts von der „Neuen Mitte" - die Phantasie nämlich, dass der gesellschaftliche Mainstream fix und unveränderbar sei und einen klaren Ort in der Gesellschaft hat. Wenn die Sozialdemokratie eine Zukunft haben will und einen produktiven Beitrag zu einem progressiven Neustart schaffen will, dann muss sie tatsächlich eine „Neue Mitte" schaffen, indem sie die Mitte selbst „nach links" rückt. Indem sie wieder Überzeugungskraft gewinnt, und indem sie neue gesellschaftliche Allianzen ermöglicht.
Ihre Misserfolge und Niederlagen bei Wahlen bilanzieren die Führungsleute der Parteien der demokratischen Linken meist im Jammerton, sie beklagen sich dann über die Ungerechtigkeit der Welt. Denn sehr oft liegt in ihren Augen der Hauptgrund für ihre Rückschläge darin, dass der politische Gegner viel mehr Geld habe, dass er von den Medien bevorzugt behandelt würde, dass er so geschickt bei der Lancierung seiner neokonservativen Agenda oder einfach taktisch fürchterlich gerissen sei, sodass er die Sozialdemokraten regelmäßig über den Tisch zu ziehen vermag. Immerzu, kurzum, wird die Schuld bei den anderen gesucht, und noch das politische Geschick der Gegenseite wird als große Ungerechtigkeit angeprangert, als würde irgendjemand die Sozialdemokraten dazu nötigen, selbst ungeschickt zu sein. Als wäre es die Schuld von irgendjemanden, aber niemals von ihnen, wenn sie eine traurige Figur machen. Und als hätten die erfolgreichen politischen Kräfte der demokratischen Linken in der Geschichte unter einem machtpolitisch und medial günstigeren Umfeld operiert.





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