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...und Großmeister der Implausibilitätsmathematik - FS Misik Folge 145
"Riesenunfug" habe er geredet, windet sich Thilo Sarrazin jetzt, um sein Bundesbankersalär zu retten. Und die "Bild"-Zeitung baut den Großmeister der Implausibilitätsmathematik und Intelligenzgen-Eugenik schon zum Märtyrer auf. "Das wird man ja wohl noch sagen dürften", prangt fett am Titelblatt und oben drüber: "BILD kämpft für die Meinungsfreiheit!" Und der "Spiegel", der traditionell den subtileren Humor pflegt, adelt Skandal-Thilo zum "Volksheld Sarrazin". Halten wir unser Ohr an diesen Echo-Raum, aus dem heraus Sarrazin zugejubelt wird. Dieser Echo-Raum, in dem Muslime Hinternhochbeter und Schafficker genannt werden, diese gute Gesellschaft, in der man sich vor Geifer nicht halten kann, diese "Endlich dass es mal jemand laut aussrpicht"-Ranküne-Gesellschaft. Sie sind ja nicht zu überhören, die da mit überschlagender Stimme schreien: Raus mit denen!... Mit denen, die da auf unsere Kosten ... die da unsere Mädels in der Disco ... die sich gar nicht integrieren wollen ... Lesen sie hinein in die Postings unter den Artikel, sehen sie sich diese Niedertracht an und die Bosheit und die feixende Freude, dass man andere Menschen verachten darf. Diese giftige Lust, andere Menschen beschimpfen zu können. Die Bösmenschen und Hassposter, die in Sarrazin ihr neues Idol gefunden haben. Woher kommt dieser Hass, diese Freude, dass man "ES" jetzt endlich sagen darf, dass man es rauslassen darf, dass man es DENEN jetzt einmal sagen darf? Dass es dann gleich lossprudelt? Dieser Hass wird uns noch einige Probleme bereiten. Aber hunderpro. Oder, wie man in Favoriten sagt: Ich schwör bei Koran!
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Nicht nur Sarrazin beginnt mit "Sar" und endet mit "in" - zufälligerweise auch Sarah Palin. Hat zwar nichts zu bedeuten, verbindet aber zwei unverbesserliche Gemüter, die auch sonst ne Menge gemeinsam haben - nämlich gewissenlosen Rechtspopulismus im biederen Unschuldsgewand, eben wie ein Wolf im Schafspelz.
Sarrazin der "Nazi im Nadelstreifen", Sarah Palin, die "Teaparty-Rassistin im Minirock". Sie will keinen schwarzen Präsidenten, verklausuliert dies in Sarah-Schön-Speech als "Wiederherstellung der Ehre". Er will - natürlich - nicht als Rassist und Nazi gelten, klammert sich deshalb ohne Rücksicht auf Verluste an SPD-Parteibuch und Bundesbank-Job.
Sarah bedient die niederen Instinkte der intoleranten amerikanischen Rechten, Sarrazin die der denkfaulen deutschen Dumpfbacken. Ein nettes Pärchen! Meint jedenfalls Sara Zyn http://sarazyn.blogspot.com