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Es gibt ein Parlament, es gibt Wahlen, es gibt eine Regierung, die sich auf eine Mehrheit im Nationalrat stützen kann und sie verwaltet das Land - meist nicht einmal schlecht. Also, die Demokratie funktioniert ja prima. Aber sie funktioniert auch nicht: Immer mehr Leute haben das Gefühl, dass sie das eigentlich nichts angeht und dass sie "denen" bei jeder Gelegenheit einen Denkzettel verpassen müssen. 36 Prozent derer, die bei der jüngsten EU-Wahl zu den Urnen gingen, haben für populistische oder rechtsradikale Parteien gestimmt. Und legt man die Zahl der Wahlberechtigten zugrunde, hat die "siegreiche" ÖVP gerade mal 15 Prozent der Stimmen erhalten, die einst mächtige SPÖ hat nur mehr jede/r Zehnte gewählt. Es gibt also eine massive Krise des Parteiensystems. Die Parteien umzirzen die Wähler mit blöden PR-Slogans, die quttieren's mit Verdruss. Das ist kein österreichisches Spezifikum, aber in Österreich noch mal spezieller, soll heißen: ärger. Woran liegt's? Und kann man gar nichts dagegen tun? Darüber wird im Laufe der Sommermonate bei FS Misik in loser Folge nachgedacht.
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