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Der eine ist des Einbruchs verdächtig, hat zwei Oberschenkeldurchschüsse, wird sofort vernommen und über ihn die U-Haft verhängt. Zwei Polizisten sind der fahrlässigen Tötung verdächtig, müssen zwei Tage nicht aussagen und sind auf freiem Fuß - obwohl es, wenn schon, doch eher für sie einen Haftgrund gäbe, den U-Haftgrund der Verabredungsgefahr. Schiefe Optik ist ein Hilfsausdruck. Gespannt wäre man auch auf eine Stellungnahme von Landeshauptmann Erwin Pröll. Beim letzten Mal, als Polizisten in seinem Bundesland einen Flüchtenden erschossen - was dort übrigens nicht unüblich ist-, meinte er noch, dies sei ein Signal, dass, wer in Niederösterreich etwas anstellt, mit dem Schlimmsten zu rechnen habe. Wahrscheinlich hätte er sich wieder so geäußert, wäre der Erschossene kein 14-jähriger österreichischer Bub gewesen, sondern ein 21-jähriger Rumäne. Aber so zieht der Herr Landeshauptmann, der ansonsten keine Feierstunde und keine Ortsumfahrungseröffnung auslässt, um seine markigen Sätze los zu werden, vor, kein Sterbenswörtchen zu verlieren. Während ganz Österreich im Bann des schrecklichen Unglücks von Krems steht, könnte man den Eindruck gewinnen, der Landeshauptmann sei verschollen. Auch eine Lehre aus dem Fall Krems: Einmal passiert etwas wirklich Heikles in seinem Bundesland, da taucht Erwin Pröll schon ab. So jemanden haben wir als Bundespräsidentschaftskandidat gebraucht.
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danke f diesen treffenden beitrag!
auch von mir: danke!
wir waren ahnungslos, als wir an jenem vormittag zum merkur einkaufen fahren wollten und eine hand voll uniformierte hinter absperrbändern im eingangsbereich herumstanden, während sichtlich aufgelöste merkurmitarbeiterinnen die autofahrerInnen mit "der merkur macht heute erst um 12 auf" wieder weg schickten. eine kleine absperrung bei der einfahrt zum parkplatz hätte geholfen … aber offensichtlich waren die uniformierten dazu ca. 6 stunden nach dem tödlichen schuss nicht in der lage …