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Wer Visionen hat, braucht einen Arzt, lautete vor ein paar Jahren der Leitspruch sozialdemokratischer Pragmatiker. Jetzt stellt man fest: Wer keine hat, der braucht den Notarzt. Europas Sozialdemokraten sind im Moment wieder ziemlich internationalistisch: Es geht ihnen fast in jedem Land gleich schlecht. Aber der SPÖ geht es speziell nicht gut. Fürchtet sich zu Tode vor Straches FPÖ, ist seit Jahren in der Defensive, und wofür sie eigentlich stehen, wissen Spitzenfunktionäre und kleine Aktivisten im Grunde längst nicht mehr. Profil schärfen, lautet jetzt schon seit Jahren die Parole. Bislang reichte es aber nur für Bürokratenkauderwelsch und Spin-Doktoren-Geplapper. Und die Personalpolitik ist seit Jahren nur mehr eine Negativauslese. Viele sagen, die Sozialdemokraten müssten einfach in ein paar Fragen nach links rücken, Reichensteuer und noch zwei, drei andere Dinge einführen, ein bisserl auf Antifaschismus machen und dann wäre die rosarote Welt wieder in Ordnung. Aber das geht am Kern des Problems vorbei: am Problem der Glaubwürdigkeitsmankos, das die Partei angehäuft hat und an der inneren Sklerose dieses, ja, fast toten Apparats.
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Scharf und sarkastisch im Ton, aber weit und breit kein Argument. Was will dieser Beitrag sagen, außer: Robert Misik mag die Sozialdemokratie nicht (mehr?)?
Lieber Michael E.,
Du hast da was falsch verstanden oder nichts verstanden. Hast Du es Dir überhaupt angesehen, ich zweifel daran, wahrscheinlich hast Du nur den Vorspann gelesen, stimmts? Also, schon dass der Beitrag sagen würde wollen, dass der Robert Misik die Sozialdemokratie nicht (mehr) mag ist doch nur blöd. Wenn ich sie grundsätzlich nicht mögen würde, dann wärs mir doch egal, dass sie viel zu wenig bis nichts auf die Reihe kriegt, nicht wahr.
Liebe Grüße, Robert
Yezzz. Habs mir sehr angesehen, habe eine Stunde darüber nachgedacht und dann gepostet. Für mich war der Beitrag Sentiment und Häme - und nicht Analyse. Die konkrete Kritik an Politikinhalten und -ergebnissen hätte ich für sinnvoller gehalten als die Aneinanderreihung weithin bekannter Standardvorwürfe.
Mit leichten Abstrichen passt die Analyse auch auf die deutschen Sozialdemokraten, nur die fürchten sich weniger vor Rechtspopulisten, sondern mehr vor den Linken von Lafo und Gysi. Ausgezehrt, ohne Ideen, technokratisch dahinwurstelnd.
Die SPÖ Clique um die "schwache Figur" Faymann hat sich überlebt und trägt in keinerlei Hinsicht zu einer Weiterentwicklung der Gesellschaft in Ö.bei.Sie ist inhaltlich
und personell am Ende.Eine Neugrüdung ist überlegenswert.
Das Verkaufen von Projekten des bauindustriellen sektors (Faymann,Bures,und weitere)als "Arbeitsplatzsicherung" ist fatal!
Siehe
http://www.global-change-2009.com/index.php/de/das-ende-der-finanz-und-wirtschaftskrise