Recently in Kritiken Category

Bibelschulung II: Jesus, Feind der Familie

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Es ist eine der schönsten Seltsamkeiten der an Seltsamkeiten gewiss nicht armen Kirchengeschichte: dass die Christen – besonders die Parteien, die unter christlicher Flagge segeln – die „Institution Familie“ hochhalten. Wo die das her haben? Von ihrem Religionsstifter sicher nicht.

Schöne Sitten

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Die Spießigkeit ist die ultimative Coolness? Unsinn, sagt Christian Rickens in seinem feinen Konter-Pamphlet zur neuen Bürgerlichkeit.

Falter, 13. Dezember 2006

Mitbürger, bestenfalls

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Monumental und erschütternd:

 Die neue

„Geschichte der Juden in Österreich“

beschreibt 800 Jahre jüdisches Leben – oder, genauer:

800 Jahre bedrohtes jüdisches Leben in Österreich.

Falter, 8. November 2006

 

Wild Leben

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 Was die neue Bohème von der alten lernen kann: Die Tagebücher des legendären Dandys Oskar A. H. Schmitz aus der Zeit der vorletzten Jahrhundertwende. taz, 4. November 2006

 

 

Kaufen, kaufen, kaufen

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Zur Entspannung im Nachwahlstress: Neue Bücher zur Konsumkultur, die der Frage nachgehen: Warum macht uns nur Neues glücklich? Wie bringen Dinge unsere Persönlichkeit zum Ausdruck?

Erschienen in der Falter-Literaturbeilage Herbst '06 und in der taz.

Der Nutzensbegrenzer

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Im Kaffeehaus ist er eine Berühmtheit und das reicht ihm schon: Franz Schuh, Kritiker, Chronist, Type aus Wien, hat mit „Schwere Vorwürfe, schmutzige Wäsche“ sein Hauptwerk vorgelegt, das aus lauter Nebensachen besteht. taz, März 2006

 

Es gibt in Österreichs Hauptstadt den Typus des Großdenkers, über den man sagt, er sei „in Wien weltberühmt“. Das ist, wie das meiste in Wien, nicht freundlich gemeint. Gemünzt ist die bissige Formel auf Schein-Titanen, die daheim mit Genie-Geste renommieren, es anderswo aber, also in der Welt, zu nichts bringen. Des weiteren gibt es die, die tatsächlich weltberühmt sind, was meint, dass man sie zumindest in Deutschland kennt. Und dann gibt es Franz Schuh.

Shopping am Emotions-Markt

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Affekte im Büro, Partnersuche im Internet, Liebeskonsum: Die israelische Soziologin Eva Illouz erforscht die Gefühlswelt des Kapitalismus.

 

Wer vom Kapitalismus reden will, darf von seinen ironischen, paradoxen Volten nicht schweigen. Denn der Kapitalismus ist ja mehr als nur eine Produktionsweise, er richtet sich die Menschen her, färbt Ideen, Affekte, Gefühle ein. Aber er macht darum eben nicht nur die Gefühle „kapitalistisch“, der Kapitalismus wird damit auch zu einer „Gefühlssache“.

Angeschwemmte Leichen

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Die Journalistin Corinna Milborn beschreibt in einer eindrucksvollen Großreportage das Abschottungsregime Europas gegen Flüchtlinge aus aller Welt.

 

Badeurlaub am Mittelmeer kann heutzutage mit einem gewissen Unbill verbunden sein: Gut möglich, dass morgens am Strand die angeschwemmte Leiche eines Schwarzen herumliegt. Bisweilen treiben auch Schlauchboote vorbei, in denen Verdurstete liegen. Oder es kommt ein überladener rostiger Kutter daher, der seine halbverhungerte menschliche Fracht glatt an der Küste absetzen würde, würde ihn die italienische Marine nicht wieder auf’s offene Meer treiben.

Ernst und trotzdem cool

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Benjamin Kunkels Erstling „Unentschlossen“, Amerikas Literatursensation des Jahres 2005, liegt jetzt auf deutsch vor. Kunkel, ein Ironiker, der sich um Relevanz bemüht, gilt schon als Stimme einer neuen kritisches Generation.

 

Einer wie Benjamin Kunkel muss erhofft, ja richtig ersehnt worden sein. Erfolgreichster Debütant des Jahres 2005 war der 33jährige mit seinem Roman „Unentschlossen“ in den USA sowieso. Gegen die heftigen Umarmungen des linksliberalen Jetssets kann der Autor sich seither kaum erwehren, schon gilt er als „die neue Sensation des literarischen New York“. Wie üblich, ist es dabei nicht damit getan, einen Autor für einen guten Roman zu loben, erhoben wird er sofort zur neuen Stimme einer neuen Generation. Endlich einer, der leicht und ironisch schreiben kann und doch die substantiellen Fragen angeht – ernst und trotzdem cool. „Der lustigste und klügste Entwicklungsroman seit Jahren“, pries ihn Jay McInerney in der New York Times, der gleichzeitig „die Geburt eines sozialen Bewusstseins“ annonciere.

 

Ich will mein Leben zurück

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Wege zum Echtsein: das Entfremdungstheorem, zuletzt arg ramponiert, von Rahel Jaeggi auf furiose Weise renoviert. taz, Jänner 2006, Falter Frühjahrsbuchbeilage 2006

 

Fishermen’s Ex-Friend

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Paul Berman beschreibt, wie linke Intellektuelle dazu kamen, die Armee gegen Despoten loszuschicken – und trauert, dass sie in der Irakcausa nicht mit in die Schlacht zogen.  taz und Falter, Frühjahr 2006

 

Den Kopf hoch, nicht die Arbeit

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Studie, Pamphlet, Plädoyer: Wolfgang Engler versucht uns vom Arbeitsglauben zu heilen und den Bürger vom Erwerb, von der Stelle zu emanzipieren. Zeit dafür wär's. taz und Falter, Februar 2005

Eine barbarische Religion

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Ein Wutanfall: Ibn Warraq rechnet mit dem Glauben ab, in den er hineingeboren wurde. Die Geschichte des Islam erweist sich darin als Abfolge von Knechtung, Mord und Greueltaten. taz, März 2005

 

Kabul darf nicht Chicago werden

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Ist der radikale Islamismus nichts weiter als eine neue Form des "Hasses auf den Westen", Teil einer Geistestradition, die von Herder über Hitler, Mao bis José Bove reicht? Ian Buruma und Avishai Margalit sehen das in ihrem Essay "Okzidentalism" so. taz, 30. 3. 2005

Der Krieg als Text

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Die Guerilla und ihre Resonanzen: Jon Lee Anderson hat sich bei Aufständischen umgesehen, um den diskreten Charme des Partisanentums zu ergründen . taz, März 2005

Der Diaspora-Intellektuelle

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Drinnen und draußen zugleich: Stuart Halls Essays über die Kurzschlüsse des Kulturellen. taz und Standard, April 2005

Auf der richtigen Spur

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Für Paulo Virno ist die Multitude die vorherrschende Seinsweise im Postfordismus. Daraus folgt kein neues revolutionäres Subjekt, aber eine Lage, die Revolten günstig ist. taz, November 2005

 

Woody Allen der Frontreporter

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Irak-Krieg. Chris Ayres ist Reporter der Londoner Times und war im Irak-Krieg bei den US-Marines eingebettet. Jetzt hat er eine neue Literaturgattung erfunden: Kriegsberichterstattung zum Zerkugeln. profil, November 2005

Gravierende Kränkungen

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Die im Dunklen sieht man nicht - ein Kollektiv deutscher Sozialwissenschaftler läßt sie in der Studie "Gesellschaft mit beschränkter Haftung" immerhin zu Wort kommen.

Gott der Waren

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Ist der Kapitalismus eine Religion? Das Publikum jedenfalls glaubt an ihn und treibt den Götzenkult. Ein Sammelband fragt, was das zu bedeuten hat. taz, Februar 2004

Boulevard Biomacht

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Im dritten Band der Schriften und Reden Michel Foucaults kann man dem Pariser Gelehrten beim Denken zusehen - und beim Erfinden jener Begriffe, ohne die heute kein sozialphilosophischer Diskurs mehr auskommt. Falter, taz, februar 2004

 

Der Krieg der Köpfe

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Osama & Freunde. Der unorthodoxe linke US-Essayist Paul Berman fordert in einer wuchtigen Streitschrift, die totalitäre Bedrohung durch den Islamismus ernst zu nehmen. John Gray langweilt dafür mit einem Essay über die "Geburt al-Qaidas aus dem Geist der Moderne". Falter, taz März 2004.

Von Innen zerfressen

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Der Islamismus als Produkt einer ungesunden Fixierung auf den Westen: Fouad Allam hat ein kluges Buch über den Islam in einer globalen Welt geschrieben. taz, Falter, Mai 2004

 

CEO über dem Kuhstall

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Politisches Buch. Diagnose "Asoziale Marktwirtschaft": Die Journalisten Ernst Schmiederer und Hans Weiss haben akribisch recherchiert, warum große Konzerne heute praktisch keine Steuern mehr zahlen. Falter, September 04

Modernes Antiquariat

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Der marxistische Theoretiker Frederic Jameson untersucht, wie die Moderne aus der Mode und der Modernisierungsdiskurs in aller Munde kam. Standard, Dezember 04

Wir Franzosen

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Warum Terry Eagleton, der britische Champion der Kulturtheorie, den Tod des Postmodernismus verkündet. Standard, 12/ 04

 

Von innen zerfressen

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Wenn die Islamisten den Westen nicht hätten, müssten sie ihn glatt erfinden: Gilles Kepel und Fouad Allam beschreiben die paradoxe Struktur des Dschihadismus in einer global vernetzten Welt. taz, Falter, Dezember 04








Robert Misik
robert@misik.at

Journalist & Sachbuchautor
Lebt & arbeitet in Wien

Alles über Misik »

Liebe Leserinnen,
liebe Leser!

Ich betreibe dieses Blog seit einigen Jahren und ohne allzu intensiver Arbeit daran ist er zu einem der meistgelesenen nichtkommerziellen Online-Formate in Österreich geworden.

Deshalb will ich diesen Blog in den nächsten Monaten mit etwas mehr Engagement hochpimpen, um ihn zu dem führenden progressiven Weblog Österreichs zu machen. Ein bisschen habe ich damit in den vergangenen Wochen schon begonnen.

Mehr dazu hier »


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  • blubb: Interessanter Beitrag dazu: http://www.rdwolff.com/content/truth-about-class-war-america-alternate read more
  • Marcus D Müller: Ganz davon abgesehen, dass diese Defizite nicht ausgeglichen werden können, solang es read more
  • Stefan Wehmeier: Wer Menschenrechte verwirklichen will, muss zuerst wissen, was Nächstenliebe ist: http://www.deweles.de/globalisierung/die-3-gebote.html read more
  • Anonyma: So schlimm ist Sido wohl tatsächlich nicht. read more
  • Till: Danke für die Info. Der ORF traut sich doch sicher nie das read more
  • Siteicon saibot: Es ist einfach Religionen zu verdammen. Auch sieht man wie nützlich die read more
  • Robert Misik: distanzieren ist zu viel gesagt. aber ich sag auch, was ich heute read more
  • Robert Misik: sause auf deutsch und englisch. gibt simultanübersetzung. read more
  • Johann Grabner: was dabei offen bleibt: wer verwaltet die Eurobonds? In den USA ist read more
  • Judith Dolleschka: Die ganze Sause eher mehr in Englisch oder eher mehr auf Deutsch? read more
  • Siteicon Klemens: Gratuliere zu Gästen und Programm, klingt sehr sehr vielversprechend! read more
  • Unbekannt: Die bösen Linksmedien ;-) read more
  • LeserIn: du distanzierst dich von deiner linksradikalen vergangenheit? warum genau? read more
  • Siteicon Berliner: Wowi hat eben begriffen, dass man, wie 'Die Partei' sagt, "Inhalte überwinden" read more
  • Katha: @Anon: wieso denn, das hat doch nichts damit zu tun, woher die read more
  • Ach ja? Na dann willkommen bei der SPD...: Daß sie gute Arbeit geleistet hat, würde ich sogar gar nicht mal read more