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Diese Woche mache ich mich auf eine kleine Lesetour durch Deutschland. Die Termine:
HAMBURG - Dienstag, 12. 5.2009, 19 Uhr: Politik der Paranoia. Lesung und Präsentation. Kulturhaus 73, Schulterblatt 73
BERLIN - Mittwoch, 13.5.2009, 19.30 Uhr: Politik der Paranoia. Lesung und Diskussion mit Jan Korte (MdB „Die Linke"). tazcafe, Rudi Dutschke Straße 23
SCHNEEBERG - Donnerstag, 14.5.2009, 19 Uhr: Politik der Paranoia. Lesung und Präsentation. Kulturzentrum Goldne Sonne, Fürstenplatz 5
WEIMAR - Freitag, 15.5.2009, Politik der Paranoia. Lesung und Präsentation. Stadtbibliothek Weimar.
Politik der Paranoia
Gegen die neuen Konservativen
Robert Misik schickt mit einem leidenschaftlichen Plädoyer die neokonservative Ideologie ins Museum der großen Irrlehren.
„Worte können die Welt verändern. Sie können das Beste in den Menschen hervorholen, aber auch niedrigste Instinkte schüren. Die neokonservativen Ideologen wissen das seit langem, und sie haben vierzig Jahre harte Arbeit investiert, um die Dominanz im Meinungsstreit zu erlangen. Es ist an der Zeit - und wir haben auch die historische Chance -, dass diese Ideologie ihre letzte Ruhe dort findet, wo sie längst schon hin gehört: ins Museum der Irrlehren."
Der neue Konservativismus schildert den Werteverfall in den grellsten Farben. Dabei widerspricht er sich so herzerweichend, dass es oft richtiggehend drollig ist.
Die neuen Konservativen sind besessen von der Idee eines „Kampfes der Kulturen", in dem man mit militärischer Entschlossenheit vorgehen muss. Sie sind, was immer sie sich subjektiv einbilden mögen, eine Gefahr für die Freiheit, den Frieden und die Liberalität.
Weil der Sozialstaat die Menschen in einem Sicherheitswattebausch verweichliche, muss er abgeschafft werden, um den moralischen Verfall des Volkes zu stoppen, meinen die neuen Konservativen. Sie wollen die Härte ins Leben zurückbringen - wohlgemerkt, ins Leben der Anderen.
Die Verteidigung gesellschaftlicher Ungleichheiten ist das Herzstück der konservativen Ideologie. Doch die Ungleichheit ist, anders als die konservativen Prediger uns Glauben machen wollen, keineswegs nützlich. Ungleichheit schadet. Wenn viele Menschen nur geringe Lebenschancen haben, hat das negative Auswirkungen - auf diese Menschen, aber auch auf uns alle. Dass der Eigennutz des Einzelnen nützliche Auswirkungen zeitigt, werden im Lichte des globalen Finanzcrash wohl nur mehr Phantasten behaupten.
„Dass rücksichtsloser Egoismus in moralischer Hinsicht falsch ist, wussten wir schon; jetzt wissen wir, dass er auch in wirtschaftlicher Hinsicht falsch ist". Franklin D. Roosevelt
Rezensionsexemplare für die Presse gibt es beim Aufbau-Verlag. Kontakt mit dem Autor: robert@misik.at.
Wenn Sie das erste Kapitel als Leseprobe sehen wollen, klicken Sie bitte unten.
Die Kollegen von Magazin "Fazit" haben in ihrer jünsten Ausgabe ein sehr umfangreiches Interview mit mir. Im Layout zu lesen ist es hier. Eine Langfassung findet sich im empfehlenswerten Onlineportal JUKreiz.

Foto: Viktoria Fahrenleitner
Herr Misik, 200 Jahre Darwin werden ausgiebig von der Publizistik gefeiert. Welche Bedeutung hat heute noch das Recht des Stärkeren?
Es ist schon einmal ein Fehler, naturwissenschaftliche Erklärungen auf die Gesellschaft zu spiegeln. Aber selbst in der Naturwissenschaft hat Darwin ja nicht vom Recht des Stärkeren, sondern vom „Survival of the fittest" gesprochen. Und das ist der, der sich am besten an die Umweltbedingungen angepasst hat.
Wer ist der Fitteste? Jener, der am meisten Geld anhäufen kann und sich, kombiniert mit Wissen, damit die meisten Möglichkeiten eröffnet?
Naja, sagen wir es so: Bill Gates ist ein reicher Mann und hat sich im Kampf „Jeder gegen jeden" durchgesetzt und viel Geld angehäuft. Dazu kommt eine kooperative Kompetenz. Bill Gates hat eine Technik vorgefunden, die eine kluge Generation bereitgestellt hat: das Internet. Das hat er produktiv für sein Geschäft genutzt. Kooperativ kombiniert, wenn man so will. Er gehört zu den „Fittesten", weil er Konkurrenz und Kooperation am klügsten kombiniert hat.
Aber Microsoft ist im Vergleich zu Open Source kein Beispiel für kooperative Zusammenarbeit.
Das ist richtig, Open Source ist es nicht. Aber die Illusion eines reinen Selfmademan ist auch falsch. Keiner ist ein reiner Selfmademan, sondern einer, der nutzt, was es schon gibt.
Über mein Buch "Politik der Paranoia. Gegen die neuen Konservativen" kann man ja schön streiten. Aber auf eine Debatte freue ich mich besonders: Kommenden Montag diskutiere ich in den Büchereien Wien mit Christian Ortner, Österreichs smartesten Neocon, und Marie Ringler, der Kultursprecherin der Wiener Grünen. Moderiert wird das ganze von Corinna Milborn.
Hauptbücherei am Gürtel, Urban Loritz Platz. 1070 Wien. Montag, 27. April, 19 Uhr.
Die NDR-Bestenliste ist so etwas wie die Hitparade der Sachbücher - sie wird schließlich von den renommiertesten Sachbuchredakteuren (s.u.) erstellt. Umso schöner, dass sich "Politik der Paranoia" ex aequo mit dem Briefwechsel zwischen Adorno und Kracauer auf Platz zehn findet.
Die gesamte Liste bitte unten klicken.
Heute sprach ich mit Stefan Seydel von rebell.tv über mein Buch "Politik der Paranoia" und vieles mehr. Zu sehen hier.

Christian Ortner ist "ASM" - "Austrias Smartest Neocon" -, dementsprechend gespannt war ich auf seine Kolumne in der "Presse" über mein Buch "Politik der Paranoia". Here it is:
„Obwohl er bedauerlicherweise an einer völlig therapieresistenten marxistoiden Neigung leidet, ist Misik ein intelligenter (und noch dazu vergnüglich zu lesender) Autor, was ja eine contradictio in se und daher recht ungewöhnlich ist... „
Mehr hier.
Gott sei dank, zumindest auf die ÖVPler ist noch Verlass. Christian Moser aus der Denkstube "Politische Akademie" nimmt sich in der katholischen Wochenzeitung "Die Furche" mein Buch "Politik der Paranoia" gleich auf einer ganzen Seite vor.
"Robert Misiks Buch ist weder ärgerlich noch gefährlich, in seiner pennälerhaften Rotzigkeit und mit seinem Dringlichkeitsgestus sogar bisweilen erheiternd. ...Den (Neo-)Konservativismus aber gleich ins Museum der Irrlehren verbannen zu wollen, wie Misik das tut, zeugt von befremdlichem, ja totalitären Hochmut".
Totalitär? Naja, ich will ja nicht sagen, das klinge ein wenig paranoid.
Die ganze Rezension gibt es in der Furche - leider bisher nicht online.
Ich laden herzlich ein und bitte die p.t. bloggerkollegen und mittwitteranten das zu verbreiten:
Das
Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog
lädt Sie anlässlich der Buchpräsentation von
Robert Misik
Politik der Paranoia.
Gegen die neuen Konservativen.
zu einem Gespräch mit Robert Misik und Fritz Ostermayer
Montag | 16. Februar 2009 | 19.00 Uhr
Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog | Armbrustergasse 15 | 1190 Wien
u.A.w.g.
Tel.: 318 82 60/20 | Fax: 318 82 60/10
e-mail: einladung.kreiskyforum@kreisky.org
Österreichs Kabarett-Star Florian Scheuba im "Falter" über "Politik der Paranoia".
„ Man wünscht sich, es möge doch jemand „Schluss mit lustig" und die Diskussionsteilnehmer zur Besinnung rufen. Dass sich dafür Robert Misik gefunden hat, darüber kann man sich vorbehaltlos freuen, denn in den letzten Jahren kann im deutschsprachigen Raum kein anderer Autor auf einen vergleichbaren Lauf beim Verfassen politischer Bücher verweisen. Mit „Genial dagegen" gelang ihm ein brillantes Porträt der aktuellen Protestkultur im Spannungsfeld zwischen Aufbegehren und kommerzieller Vereinnahmung und mit dem „Kultbuch" eine präzise Bestandsaufnahme von Kulturkapitalismus und Konsumkritik unter besonderer Berücksichtigung ihrer inneren Widersprüchlichkeiten. Diesmal geht es etwas grobgestrickter zur Sache, und das hat seine Berechtigung, gilt es doch Maulhelden vom Schlage Di Fabios und ihre journalistischen Jubelperser einmal kräftig aufzureiben. "
Der vollständige Text findet sich hier.
Nützt die Krise "den Linken"? fragte mich der WDR. Folgendes bekam er zu Antwort. Hören kann man es hier.
Die Linken triumphieren. Seit mindestens zwei Jahrzehnten hatten sie die neoliberale Ideologie angeprangert, den Irrglauben, dass eine radikal deregulierte Marktwirtschaft, in der jeder seinem Eigennutz folgt, Prosperität für alle bedeute. Und sie hatten vor den systemischen Instabilitäten und Ungerechtigkeiten des digitalisierten Finanzmarktkapitalismus gewarnt, in dem Milliarden Dollar an Anlegerkapital mit einem Mausklick von einem Ende ans andere Ende der Welt verschoben werden. Jetzt hat diese linke Kritik auf spektakuläre Weise recht bekommen. Eine neue linke Ära kann beginnen.
"Der linksliberale Publizist Robert Misik mokiert sich in seinem neuen Buch („Politik der Paranoia. Gegen die neuen Konservativen"), dessen Cover ein schönes Hirschgeweih ziert, über das nicht ganz kongruente Weltbild der Konservativen: „Sie sind für die Familie - außer wenn es sich um türkische Familienclans handelt. Sie sind für die Freiheit - überbieten sich aber in Moralvorschriften. Sie sind für mehr privat, weniger Staat - und beklagen, dass im Kommerzfernsehen nur TV-Müll läuft." Trotz leichter Schwarz-Weiß-Zeichnung seiner Polemik, da die bösen Werte der Rechten, dort die guten der Linken, hat der kluge Autor damit nicht unrecht."
Mehr dazu hier.
"Die Diskursmaschine Robert Misik knöpft sich in seinem neuen Buch („Politik der Paranoia. Gegen die neuen Konservativen") diesmal die Lebensweisheiten der Neokonservativen vor und zerpflückt den gesellschaftspolitischen Roll-Back brillant."
Mehr dazu hier.
Kritiken wie diese - noch dazu praktisch am ersten (!) Tag nach dem Erscheinen - freuen einen als Buchautor besonders.
"Robert Misik hat das Buch zur Zeitenwende geschrieben", heißt es auf spreeblick.com. Und es kommt noch besser:
"Seit dem elften September warte ich drauf, dass endlich jemand sagt, was Misik schreibt:
Dabei ist natürlich die Linke in Wahrheit jene Kraft, deren Politik, deren Set an Überzeugungen auf Werten basiert.
Dieses Buch macht mich sehr froh."
Thanks a lot, folks!
Warum die neoliberale Irrlehre so grandios gescheitert ist. Für die Relaunch-Ausgabe von SPÖ-Aktuell
Es ist ja noch ein ganzes Monat hin bis mein Buch "Politik der Paranoia. Gegen die neuen Konservativen" ausgeliefert wird. Aber schon hat die Facebook-Gruppe, die ich eingerichtet habe, 269 Mitglieder - in diesem Forum wird vernetzt zum Thema diskutiert. Alle Infos gibt es natürlich auch hier.
Die "Frankfurter Rundschau" jedenfalls attestiert schon, hier könne man nachlesen, wie man den modernen Konservativismus in seine Einzelteile zerlegt. Ich finde, das ist ein sehr schönes Lob.
Ach ja, und erste Termine für Präsentationen stehen auch schon fest. Am 16. Februar ist der offizielle "Buch-Launch" im Kreisky-Forum in Wien. (19 Uhr).
Bei der Leipziger Buchmesse gibt es am 13. März gleich zwei Lesungen.





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