Sensible enough

Unlängst im britischen "Guardian":

The tearful revelations by Stefan Petzner that he and his boss, the late rightwing populist Jörg Haider, were lovers has sent Austria into a spin and plunged into disarray a party that three weeks ago celebrated its biggest ever electoral victory.

(...)

The Austrian commentator and video blogger Robert Misik is sensible to ask: "Is all of this politically relevant?"

Certainly, yes. As an MP Haider voted against lowering the age of consent for homosexuals. He represented a brand of ultra-conservative politics that railed against everything that was not traditional or mainstream.

Gay rights groups and Austrian intellectuals rowed for years over whether to out Haidar. One argument in favour was that it would damage him politically. Against it was the fear that it would increase homophobia in an already staunchly conservative country.

Answering his own question, Misik says: "Of course it has a bearing on who Haider the public person was." And it goes some way to help explain his magnetism. "He had a personal charm that clearly had a particular effect on men in their early 20s, who he gathered around him and hoisted into the highest offices at a very young age."

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4 Comments


Herrlich waren/sind die Fritzl-Verweise am unteren Rand als 'Related Information'...

Gibt wohl nicht viel Österreich-News außerhalb der Leberkäs'Semmel-Grenze... ;)

Jaja, der gute alte Haidar. :)

Ich finde es ja sehr erfrischend, dass die britischen Medien wenigstens nicht dauernd von einer Szenebar faseln.

Mich nervt's, dass die Briten dauernd vom "shock" schreiben, der durchs "staunchly conservative Austria" geht ob der plötzliche Enthüllung über Haiders Lebensmenschelei.

Nur weil in GB auch die gesellschaftlich liberalen prüder sind als der letzte Kärntner Bauer - und weil die Korrespondenten alle im Schickimicki-Berlin sitzen, das sich mit dem schwulen BM schmückt- wird einer der wenigen Punkte komplett übersehen, bei denen sich andere europäische Länder ein bissl was von Österreich abschauen könnten: hier ist das Sexualleben von PolitikerInnen eigentlich ziemlich wurscht. Man geniesst ein bissl Tratsch drüber, aber moralische Empörung ist den Ösis in diesem Themenbereich eher fremd.

Das das eher unter dem Titel Nachsicht für menschliche Schwäche als unter Toleranz geführt wird, ändert nix daran, dass die gemütliche österreichische Doppelmoral eigentlich ihre recht menschliche Seite hat.

Sag ich einmal als aus ebenden westlichen Inseln Zugereister.


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Robert Misik
robert@misik.at

Journalist & Sachbuchautor
Lebt & arbeitet in Wien

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