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Ich sag hier mal wieder ein paar Termine durch: 

30. April, Garage X (Wien)

Für alle, die sich für den SJ-Fackelzug schon zu alt fühlen: Morgen, Dienstag, 30. April, tanzen wir in der Garage X den 1. Mai. 

Mit Barbara Blaha, Fritz Ostermayer und Roland Verwiebe diskutiere ich darüber, was wir am 1. Mai feiern und feiern sollten. "Welche Zukunft welche Kämpfer", heißt das ganze. Und danach spielt, das ist ja der eigentliche Höhepunkt, die großartige "Bolschewistische Kurkapelle", die legendäre Combo aus Ost-Berlin. 

Das ganze beginnt wie immer um 20:00 Uhr. Mehr dazu hier

3. - 5. Mai, Zürich

Im Theater Neumarkt in Zürich stehe ich vom 3. - 5. Mai auf der Bühne, als "Experte der Anklage" in den "Zürcher Prozessen", einer Produktion des großartigen Theatermachers Milo Rau. 

Milo Rau macht der Weltwoche den Prozess - im Theater. „Die Zürcher Prozesse" nehmen die Debatte um die umstrittenste Zeitschrift der Schweizer Pressegeschichte zum Anlass, die Akteure einer polarisierten Gesellschaft auf die Bühne zu bringen. Eine Comédie humaine der Schweiz, ein Rückblick auf zwei Jahrzehnte gesellschaftlicher Auseinandersetzungen - denn letztlich wird dieser Prozess ja schon seit Jahren ausgefochten. Es steht Grundrecht gegen Grundrecht, die Pressefreiheit gegen den Schutz von Minderheiten in einer direkten Demokratie und einem föderalistischen Staat wie der Schweiz.

Näheres hier

6. Mai, Sven Giegold im Kreisky-Forum. 

Am 6. Mai habe ich dann um 18 Uhr Sven Giegold im Kreisy-Forum zu Gast, der zum Thema sprechen wird: 

FINANZMARKT-REGULIERUNG - WIE EXAKT KANN DAS FUNKTIONIEREN?

Kaum jemand ist so kompetent wie Giegold, uns darüber etwas zu erzählen: Er war Mitbegründer von ATTAC-Deutschland, sitzt seit 2009 für die Grünen im Europaparlament und ist dort eine Schlüsselfigur im für Bankenregulierung zuständigen Wirtschafts- und Währungsausschuss. 

Hinweis: Ausnahmsweise beginnt diese Veranstaltung schon um 18 Uhr!!!
Für alle meine Grazer Freundinnen und Freunde: Heute abend in der RESOWI: 

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Ist unsere Politik noch zu retten?

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Eine Vortragsreihe von Robert Misik über die Ohnmacht der Politik und Auswege aus der Wutbürger-Sackgasse 

Kommende Woche startet die "Frühjahrssaison" meiner Vortragsreihe an der VHS-Ottakring (obwohl Frühjahr bei dem Schnee, naja...). Nach der wunderbaren Erfahrung der Vortragsreihe "Erklär mir die Finanzkrise!" im Herbst, haben wir uns nämlich entschieden, an diesem Format weiter zu arbeiten. Diesmal geht's, nicht zuletzt weil Wahljahr ist, um die Frage: "Ist unsere Politik noch zu retten?"

Der Neoliberalismus hat uns eine gefährliche Finanzkrise eingebrockt, immer mehr Menschen stehen unter ökonomischem Stress. Die Ungleichheit wächst. Und immer mehr Menschen haben das Gefühl, dass man daran eigentlich nichts ändernkann. PolitikerInnen und Parteien trauen sie große Reformen nicht mehr zu. Und die Politik traut sich selbst nichts zu, verlegt sich auf' Taktieren und engagiert Spin-Doctoren, die sich Slogans ausdenken.

Heißt das, dass progressive Reformpolitik heute einfach nicht mehr möglich ist? Nein. Wir brauchen eine neue Sprache in der Politik. Wir brauchen neue Politikformen, die breite Bündnisse von Parteien und BürgerInnen möglich machen. Und wir brauchen realistische Ideen für eine neue progressive Reformbewegung. 

Nach seiner erfolgreichen Vortragsreihe „Erklär mir die Finanzkrise" überlegt Robert Misik Auswege aus der Frust- und Wutbürger-Sackgasse.

Begrüßung zum Auftakt der Veranstaltungsreihe
durch Mario Rieder (Geschäftsführer der VHS Wien)

Mittwoch, 3. April
EUER ZYNISMUS KOTZT MICH AN! UND MEINER AUCH!
Bürgerfrust und Parteipolitik in der Ära der Postdemokratie

Mittwoch, 10. April
REDET SO, DASS EUCH DIE BÜRGER VERSTEHEN KÖNNEN!
Eine neue Sprache für die Politik.

Mittwoch, 17. April
WILLKOMMEN IN DER MITMACHDEMOKRATIE!
Parteien, Aktivismus und Zivilgesellschaft: Engagement in flexiblen Netzwerken

Mittwoch, 24. April
MÜSSEN NUR WOLLEN!
Eine progressive Reformbewegung für das 21. Jahrhundert. 

Beginn der Vorträge: jeweils 19.00 Uhr; Eintritt frei
Dauer: ca. 1,5 Stunden inkl. Fragemöglichkeit

Ludo-Hartmann-Platz 7, 1160 Wien
Erklär mir die Finanzkrise.JPGDas war eine lustige Idee, die die Freunde und Freundinnen des ÖGB hatten: Mich zur Präsentation meines neuen Buches "Erklär mir die Finanzkrise!" am 14. März in die ÖGB-Zentrale einzuladen - zum 130. Todestag von Karl Marx. 

Und so wurde eine Art Doppelpräsentation draus: Ich präsentiere sowohl mein Buch "Marx für Eilige" aus dem Jahr 2003 und eben mein neuestes Buch. 

Wir bestimmt funny! Save the Date!

Donnerstag, 14. März 2013, 18.30 Uhr
ÖGB, Grete-Rehor-Saal, Johann Böhm Platz 1, 1020 Wien
(U-2-Station Donaumarina)

Hier aus der Einladung des ÖGB: 

Die „gamblers an der Bourse", schrieb Karl Marx 1857 in einem Brief an seinen Freund Friedrich Engels, brachten „die Eisenbahnen to a deadlock". Und weiter: „Die ganze alte Scheiße ist im Arsch, und der bisher lächerlich- kühne Schwung, den der security market in England etc. genommen, wird auch ein Ende mit Schrecken nehmen". Dass die Kapitalisten, die sich ansonsten die Einmischung des Staates und jede sozialpolitische Maßnahme entschieden verbaten, „nun überall von den Regierungen , öffentliche Unterstützung' verlangen, (...) ist schön", amüsierte sich Marx. Damals, 1857, war gerade die erste moderne Weltwirtschaftskrise ausgebrochen.

Am 14. März 2013 jährt sich Marx' Todestag zum 130. Mal. Und wieder steckt die kapitalistische Marktwirtschaft in einer ganz ähnlichen Krise. 

Der Journalist, Blogger und Buchautor Robert Misik wird aus diesem Anlass zwei seiner Bücher zusammen präsentieren:

Zum einen sein Buch "Marx für Eilige", das seit gut zehn Jahren als die Marx-Einführung schlechthin im deutschsprachigen Raum gilt. 

Zum anderen sein Buch "Erklär' mir die Finanzkrise", das dieser Tage im Wiener Picus-Verlag erscheint. Darin analysiert der Autor in gemeinverständlicher Sprache, was da eigentlich geschehen ist: Wie uns eine falsche Wirtschaftsideologie eine fatale Krise eingebrockt hat. Und er gibt Antworten auf eine Reihe von Fragen: Warum werden auf freien Gütermärkten oft großartige Waren produziert, auf freien Kapitalmärkten aber Ungleichheit und brandgefährliche Instabilität? Weshalb ist gerade die Europäische Union zum Brandherd der Wirtschaftskrise geworden? Warum steigen die Mieten? Wieso verdienen die Unternehmen besser, wenn die Löhne steigen? Würden es noch freiere Märkte schon richten? Kann der Kapitalismus überhaupt funktionieren? Und was würde geschehen, wenn es zum totalen Kollaps des Geldsystems käme?
Thumbnail image for hierbleiben 2.JPGAm kommenden Mittwoch, den 6. März, darf ich in meiner Veranstaltungsreihe im Bruno-Kreisky-Forum Gäste begrüßen, deren Besuch mich besonders freut: Die Flüchtlingsaktivisten, die drei Monate im Votivpark und danach in der Votivkirche campierten und dabei über mehrere Wochen mit einem Hungerstreik gegen die Asylpolitik in Europa protestierten - und die gerade erst am Sonntag in das Servitenkloster im 9. Bezirk übersiedelt sind. 

Die Veranstaltung liegt mir sehr am Herzen, da sie die Möglichkeit gibt, sich aus erster Hand und ohne großen Zeitdruck darüber zu informieren, was die Refugees wirklich fordern. Was sie anprangern. Was sie sich ersehnen. Wie das ist, wenn man in die Mühlen des europäischen Flüchtlingsregimes gerät. Wie sie ihren dreimonatigen Protest bilanzieren. Was ihre Beweggründe waren, ihre Heimat zu verlassen. 

Zu Gast werden Adalat Khan und andere sein. Eigentlich hätte auch Sahjahan Khan sprechen sollen. Er wurde aber in Schubhaft genommen - de fakto, um Druck auf seine Freunde auszuüben, da die rechtsstaatlichen Gründe für Schubhaftverhängung auf - um das Mindeste zu sagen - sehr wackeligen Beinen stehen. 

Würde er bis Mittwoch in der Lage sein, auf der Veranstaltung zu sprechen, wäre das natürlich eine ganz besondere Freude!

Votivkirchen-Refugees: What we desire! What we demand!
Mittwoch, 6. März 2013, 19 Uhr
Kreisky-Forum für Internationalen Dialog
Armbrustergasse 15, 1190 Wien
Am Donnerstag, 28. Februar habe ich im Bruno-Kreisky-Forum Dierk Hirschel zu Gast, den früheren Chefökonomen des Deutschen Gewerkschaftsbundes und nunmehrigen Leiter der Volkswirtschaftlichen Abteilung der Gewerkschaft Verdi. Er wird den ambitionierten Plan vorstellen, den der DGB unlängst ausgearbeitet hat, und der ein schlüssiges Konzept darstellt, Europa ökonomisch und sozial wieder auf die Beine zu bringen. 
 
Dass die gegenwärtigen Bail-Out-Politik in Europa nicht funktioniert, die einerseits Banken und Finanzanlagen rettet, und die Kosten für die gestiegenen Staatsschulden in Form rabiater Austeritätspolitik den normalen Bürgern auflastet, ist mittlerweile ja allgemein anerkannt; dass diese Politik soziale Gerechtigkeitsnormen verletzt, aber auch an ihrem Ziel, der Schuldenreduktion scheitert und zudem die Eurozone als Ganzes in eine langandauernde Abfolge von Rezession, schwachem Wachstum stürzt und die Krisenstaaten in soziale Katastrophen. Was aber würde funktionieren? Gibt es Pläne für realistische Alternativen?
 
Nachdem bereits im Dezember der griechische Ökonom Yanis Varoufakis sein "Modest Proposal for Overcoming the Euro-Crisis" präsentierte, stellt Dierk Hirschel einen weiteren Vorschlag vor: Den "Marshal-Plan für Europa", den der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ausgearbeitet hat. Jährlich soll dieser Plan 260 Milliarden Euro mobilisieren und über einen "Europäischen Zukunftsfonds" finanziert werden - und zwar nicht über Deficit-Spending, sondern im Wesentlichen, indem private Sparanlagen in produktive Investitionen gelenkt werden. Ein wenig detaillierter habe ich die beiden Pläne schon hier beschrieben. 
 
Dierk Hirschel, geboren 1970, studierte nach einer Tischlerlehre Volkswirtschaft in Hamburg und Bremen. Er war jahrelang Chefökonom der Deutschen Gewerkschaftsbundes und ist gegenwärtig Chefökonom der Gewerkschaft Verdi. 

Kreisky-Forum für internationalen Dialog, 
Armbrustergasse 15, 1190 Wien
Donnerstag, 28. Februar 2013
Am kommenden Donnerstag habe ich einen sehr spannenden Gast im meiner Reihe "Genial dagegen" im Kreisky-Forum: Den Berliner, derzeit in Kolumbien lebenden, Wissenschaftler, Aktivisten und Schriftsteller Raul Zelik. 

Gerade heute, wo alle versuchen, wie kapitalistischen Marktwirtschaften wieder einigermaßen flott zu kriegen, setzt Raul sich ab und spricht zum Thema: 

NACH DEM KAPITALISMUS

Das ist auch der Titel eines seiner jüngsten Bücher, über das ich seinerzeit im "Falter" folgendes geschrieben habe: 

Der Linksradikalismus ist ja heute keine allzu mächtige Bewegung, und kaum noch jemand glaubt ernsthaft daran, dass der Kommunismus am nächsten Donnerstag ausbricht. Dennoch hat man gelegentlich den Eindruck, dass einem gewisse Schwundformen radikaler Haltungen auf Schritt und Tritt begegnen. Nicht nur, weil es Pamphletistik, die ebenso wortradikal wie belanglos ist, gelegentlich in die Bestsellerlisten schafft. Überall, von Simmering bis Kapfenberg, Bludenz bis Neubau begegnet man erstaunlicherweise Menschen, die glauben , dass „der Kapitalismus" einfach böse ist und innerhalb „des Systems" keine nennenswerten Fortschritte zu erzielen sind. (...)

Raul Zelik sieht genau hin, hat ein offenes Auge für die Realitäten der wirklichen Welt, statt dass er sie sich zurechtmodelliert. Er will ein System, das nach anderen Rationalitäten funktioniert als das simple Profitsystem, er will eine radikale Demokratie, die sich nicht darin erschöpft, alle paar Jahre die Stimme abzugeben und er will einen „Communismus", den man heute neuerdings mit C schreibt, um so die „commune", also die gemeinschaftliche, gemeingüterhafte, gemeinwesenhafte Seite der alten Idee wiederzubeleben, die als „Kommunismus" mit K so gründlich diskreditiert worden ist. Und indem er auf die realen Tendenzen der wirklichen Welt blickt, stellt er fest, dass kaum etwas eindeutig ist, „nur" gut oder „nur" schlecht, sondern ambivalent. 

Und deshalb ist sein Buch voller kluger Beobachtungen. So ist eine der positiven Tendenzen, die er ausmacht, die „Peer-to-Peer"-Technologie und die „Commons-based production", die in der Computer-, Software- und Kreativbranche längst üblich ist. Das selbe gilt für die Idee des „Green New Deal", die Idee also, mit reformerischer Industriepolitik das Produktionssystem und die Energiesysteme ökologisch umzurüsten, und damit zwei Fliegen gleichzeitig zu schlagen: Einerseits die ökologische Krise zu bekämpfen, andererseits die Wirtschaft in Schwung zu bringen und neue, hochqualitative Arbeitsplätze zu schaffen. Diese Idee, die nicht nur von deutschen Grünen, sondern auch von amerikanischen Regierungspolitikern propagiert wird, ist eine jener positiven Symptomatiken für eine Umorientierung, die Zelik anführt. Gleichzeitig erkennt er scharfsichtig eine fragwürdige Seite der „Green-New-Deal"-Idee: dass sie so tut, als wäre eine solche Umrüstung erstens einfach eine sachlich kluge Lösung, die zweitens zum Vorteil für jeden wäre und drittens niemandem etwas kosten würde. Dass sie also, kurzum, vom Geist des Technokratismus durchdrungen ist. (...) 

Über weite Strecken argumentiert Zelik gewissermaßen gegen die „eigenen Leute", also gegen linksradikale Simpifizierungen. Etwa dagegen, sich in aseptischen Utopien neue Wirtschaftsarrangements auszudenken, denen der historische Prozess dann immer ein Schnippchen schlägt. Auch von schneidigen Revolutionskonzepten hält er nicht viel, wer wirkliche Änderungen wolle, müsse eher über Verschränkungen von „Bruch, Kontinuität und Transformation" nachdenken. Er zitiert, durchaus sympathisierend, den Begriff des „radikalen Reformismus". 

Raul Zelik hat ein optimistisches Buch geschrieben. Er denkt über die wirkliche Welt nach. Und er denkt zwei, drei Schritte über die bloß notwendigsten Reformen hinaus, ohne gleich realitätsvergessen ins Wolkenkuckucksheim abzudriften. Ein Radikalismus, der auf der Höhe der Zeit ist. 

Raul Zelik: Nach dem Kapitalismus.
Kreisky-Forum für internationalen Dialog. 
Armbrustergasse 17, 1190 Wien
Donnerstag, 17. Jänner, 19 Uhr

Kommenden Dienstag habe ich wieder einmal einen sehr spannenden Gast im Wiener Kreisky-Forum, auf den ich mich ganz besonders freue: Yanis Varoufakis, den wohl bedeutendsten griechischen Ökonomen der Gegenwart

Seit dem Absturz Griechenlands im Zuge der Weltfinanzkrise wurde der progressive Wirtschaftswissenschaftler schlagartig auch eine globale Berühmtheit - als vernünftige und sachkundige Stimme aus Griechenland. Varoufakis war Fellow an der Universität Cambridge, er unterrichtete jahrelang an der Universität von Sidney, Australien, und seit 2005 an der Universität von Athen. Ab 2013 unterrichtet er an der  Lyndon Johnson Graduate School of Public Affairs, in Austin, Texas. Jüngste Buchveröffentlichung: The Global Minotaur: America, the True Origins of the Financial Crisis and the Future of the World Economy.

Kurzum: Wenn man wissen will, was in Griechenland wirklich abgeht, und wenn man wissen will, welche Wege es für das Land aus der Misere gibt und was die Europäische Union tun sollte, dann ist Varkoufakis wohl der erste, den man fragen sollte. Mehr über ihn gibt es hier auf seiner Homepage. 

Yanis Varoufakis: Die griechische Krise und die europäische Tragödie. Die Schuldenkrise und die Zukunft der Weltwirtschaft. 

Kreisky-Forum für Internationalen Dialog, Armbrustergasse 15, 1190 Wien

Mittwoch, 5. Dezember, 19 Uhr
Robert Shiller.jpgIn meiner Reihe "Genial dagegen" habe ich am kommenden Freitag wieder einmal einen ganz außergewöhnlichen Gast: Robert Shiller, einen der bedeutendsten Ökonomen der Gegenwart. Seit Jahren gilt er als Anwärter auf den Wirtschaftsnobelpreis. Er ist ein progressiver Ökonom, dessen Denken darum kreist, wie die Wirtschaft wieder den normalen Bürgern dienen kann. 

Gerade eben ist sein neues Buch herausgekommen: "Märkte für Menschen. So schaffen wir ein besseres Finanzsystem."

Börsenspekulation, Milliardenpoker, überzogene Boni: Was im Interesse der Finanzwirtschaft erstrebenswert ist, hat für den Rest der Gesellschaft oft katastrophale Folgen. Doch das muss - und darf - nicht sein. Shiller stellt seine Vision einer besseren Finanzordnung vor, in der die Märkte wieder ihre ursprüngliche Funktion erfüllen: das Kapital der Gesellschaft zu verwalten und zu mehren. 

Achtung: Diesmal nicht am üblichen Ort und zur üblichen Zeit! Aufgrund des besonders prominenten Gastes haben wir als Veranstaltungsort die Österreichische Nationalbank gewinnen können. 

Robert J. Shiller: Finance and the Good Society. 

Freitag, 18 Uhr. Österreichische Nationalbank. Otto-Wagner-Platz 3. 
Am kommenden Montag habe ich im Kreisky-Forum im Rahmen der von mir kuratierten Reihe "Genial dagegen" eine sehr wichtige Verstanstaltung - leider kann ich diesmal nicht selbst anwesend sein, weshalb dankeswerterweise Barbara Blaha die Moderation übernimmt. 

Zu Gast ist diesmal der deutsche Ökonom und Publizist

Werner Rügemer, der sein jüngstes Buch vorstellt: 

"Rating-Agenturen - Einblicke in die Kapitalmacht der Gegenwart"

Wer steckt eigentlich hinter den Rating-Agenturen, von denen im Zuge der Finanzkrise so oft die Rede ist? Und nach welchen Kriterien arbeiten Sie? In diesem Buch wird zum ersten Mal die Eigentümerstruktur der drei großen Agenturen offengelegt: Es handelt sich dabei um Hedge- und Investmentfonds, die aus der hohen und dauerhaften Verschuldung von Unternehmen, Staaten und Konsumenten Gewinn ziehen. Detailliert untersucht Werner Rügemer die Kriterien und Arbeitsweisen der Agenturen. Er zeigt: Ihre Macht gewinnen die Rating-Agenturen durch ihre Eigentümer, aber auch durch die staatlich und überstaatlich erteilte Wächterfunktion. Sie sind mit Fonds, Banken, Staaten, Zentralbanken, Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds Teil der gegenwärtigen Kapitalmacht. Als vermeintlich unabhängige und objektive Wächter des Marktes helfen sie ihren Eigentümern dabei, Unternehmen, Staaten und ganze Volkswirtschaften zu enteignen. Dabei schrecken sie vor suggestiven Ratings ebenso wenig zurück wie vor der Inszenierung von Krisen.

Beginn: 19 Uhr. Armbrustergasse 15, 1190 Wien
Der US-Präsidentschaftswahlkampf geht in seine spannende Endphase, und zufällig ergab es sich so, dass ich in den kommenden 14 Tagen eine kleine Vortragtour durch die USA mache. Das wird sicher superspannend und von unterwegs wird's das eine oder andere hier zu lesen geben. 

Für's erste mal hier die Daten meine Vorträge, vielleicht ist von den Leserinnen und Lesern ja zufällig jemand vor Ort: 

On Tuesday, Oct. 30, 6:30 PM  

I attend a Panel Discussion at the Austrian Cultural Forum in New York about

"Religious Fundamentalism & Elections"


"Sow the wind, reap the whirlwind" - The influence of religious fundamentalism on presidential elections in the United States and international politics

With the upcoming elections just one week away, Austrian journalist and author Robert Misik, David Gibson and Zeyba Rahman will discuss the ways that religion is playing a part in politics. The conversation will be moderated by Laurie Goodstein.
There has been a lot of public discussion about the personal beliefs of the presidential candidates and it is well-known that religious affiliation or the absence thereof can affect voting behavior.
Religion has always also been an important factor in international politics, and the latest protests in Muslim countries against a U.S.-made video that insults the Prophet Mohammed, and against obscene cartoons published by a French magazine, demonstrate the interrelation of religion and politics in the global scheme of things.
What exactly should the role of religion in a political system, and in a secular state in particular, be?
Would a complete separation of religion and politics even be feasible, taking into consideration that religious beliefs have shaped our societies and their social and moral codes for centuries?
Do we need more or less religion in politics in order to represent the religious and secular population alike?
These are some of the questions the panelists will be discussing during tonight's event.

ABOUT THE PANELISTS
Robert Misik is an Austrian journalist and author of several books on politics, among them Gott behüte! - Warum wir die Religion aus der Politik raushalten müssen (God forbid! - Why we need to keep religion out of politics), published in German by Aufbau.
Laurie Goodstein is National Religion Correspondent for the New York Times.
Zeyba Rahman, is a curator, artistic director and producer who works globally at the intersection of culture and civil society to encourage peaceful, pluralistic communities.
David Gibson is a national reporter for Religion News Service. He has written two books on Catholic topics, the latest a biography of Pope Benedict XVI.

November 1, 12:30 I talk at the 

University of New Orleans / Center-Austria / Liberal Arts Lounge, LA 197: 

"What Does It Mean to Be a Progressive in the 21st Century"

Four years after the meltdown in the Financial Markets and after four years of economic crisis many in our western capitalist societies think that our economies are on a wrong track . Progressive politics and progressive movements in the past shared some of this sentiments: That a winner-takes-it-all-capitalism gives to the privileged, that it is unstable and unjust at the same time, that it is an insufficient system which should be succeeded by something better. Progressism's aim was not to overthrow the system, but to cure its ills. Given that: What does Progressism mean in our time? What does it mean to be a Progressive in the 21st Century?

On Saturday, November 3, 1 pm, I talk at the same Location to the "American Association of Teachers of German - Louisiana Chapter" about: 

"Pop-Kapitalismus: Kunst zwischen Gegenkultur und Kulturbusiness. Ein Blick auf die europäische Debatte"

Den Wahlabend werde ich dann in Chicago verleben, der Heimatstadt von Barack Obama. Und am Tag danach spreche ich an der University of Chicago

Wednesday, November 7, 5:15 pm. 

Hall of Arts and Letters, 2315 N. Kenmore Ave. Room 103. The Issue of that evening is again: 

"What Does It Mean to be a Progressive in the 21st Century"

Seit nunmehr fast sechs Jahren mache ich im Kreisky-Forum meine Veranstaltungsreihe "Genial dagegen". Kommenden Montag, den 15. Oktober, habe ich in dieser Reihe die 

Schweizer Menschenrechtlerin Gret Haller 

zu Gast. Sie wird ihr neuestes Buch vorstellen:

"Menschenrechte ohne Demokratie?" 

Tatsächlich ein brisantes Thema: Sollen Bürger demokratisch festlegen, worin Menschenrechte bestehen? Oder soll der Entscheid darüber Experten oder Richtern überlassen bleiben? Was, wenn demokratische Mehrheiten Menschenrechte außer Kraft setzen? Gret Haller ist in all diesen komplexen Fragen, die die Aporien der Menschenrechte berühren, auf vielfache Weise kompetent: Sie hat als Juristin gearbeitet, war Abgeordnete und Parlamentspräsidentin in der Schweiz und später OSZE-Menschenrechtsbeauftragte in Bosnien Herzegowina. Und natürlich ist sie seit längerem jetzt schon Autorin großartiger Bücher.

Ich freue mich schon sehr, wird bestimmt ein sehr interessanter Abend

Beginn ist wie immer um 19 Uhr. Kreisky-Forum, Armbrustergasse 15, 1190 Wien. 
Ein paar herzliche Einladungen hätte ich wieder auszusprechen: 

Am kommenden Mittwoch, den 10. Oktober, steht die vierte meiner fünf Vorlesungen zum Thema "Erklär mir die Finanzkrise" an der VHS-Ottakring am Programm. Diesmal ist das Thema des Abends: 

"Der Markt wird's schon richten" - Rechte Mythen über die Krise. 

Beginn ist wie immer um 19 Uhr. Alles Nähere gibt es hier

Am Montag, den 15. Oktober habe ich die Schweizer Menschenrechtlerin Gret Haller im Kreisky-Forum zu Gast. Sie wird ihr neuestes Buch vorstellen: "Menschenrechte ohne Demokratie?". Tatsächlich ein brisantes Thema: Sollen Bürger demokratisch festlegen, worin Menschenrechte bestehen? Oder soll der Entscheid darüber Experten oder Richtern überlassen bleiben? Was, wenn demokratische Mehrheiten Menschenrechte außer Kraft setzen? Gret Haller ist in all diesen Fragen auf vielfache Weise kompetent: Sie hat als Juristin gearbeitet, war Abgeordnete und Parlamentspräsidentin in der Schweiz und später OSZE-Menschenrechtsbeauftragte in Bosnien Herzegowina. 
Beginn ist wie immer um 19 Uhr. Kreisky-Forum, Armbrustergasse 15, 1190 Wien. 

Am 16. Oktober spreche ich im Rahmen der Volkshilfe-Gala zum Tag der Arbeit im Radiokulturhaus. 

Am Mittwoch 17. Oktober ist dann der fünfte und letzte Vortrag im Rahmen meiner Vortragsreihe an der VHS-Ottakring. 

Das Thema lautet: "Ein guter Kapitalismus, kann's den geben?" Wie wir soziale Gerechtigkeit und eine florierende Wirtschaft unter einen Hut bekommen. 

Am 18.  Oktober diskutiere ich im Rahmen des "Werte"-Kongresses der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin. Ich spreche über den Grundwert "Freiheit" und zwar auf einem Panel mit Constanze Kurz, Wolfgang Thierse und Albrecht von Lucke. 17 Uhr, Friedrich Ebert Stiftung. Alle Infos hier
Ein paar empfehlenswerte Termine für kommende Woche: 

Am Montag, dem 1. Oktober habe ich im Kreisky-Forum die wunderbare Marion Brasch zu Gast, die hier ihr Buch "Ab jetzt ist Ruhe" vorstellt. Beginn ist wie immer 19 Uhr in der Armbrustergasse 15, 1190 Wien. 

Hier ein paar Takte aus einer Rezension, die ich vor ein paar Monaten im Standard geschrieben habe: 

Als ich nach dem Untergang der DDR nach Ostberlin zog lebte ich in diesem eigentlichen Biotop, das der Stadtteil Prenzlauer Berg damals noch war - Heimat der Ost-Boheme, mit einem dichten Netz an Kneipen und Bars, die von ehemaligen Dissidenten, Künstlern, Dichtern, Rebellen belebt wurden. Damals kam man gar nicht darum herum, dass einem irgendwann einmal ein Freund sagte: Die da drüben, das ist die Marion Brasch. Und irgendwann später: Und der, der da sitzt, das ist Peter Brasch, der Bruder von Marion. Und dann gleich die Geschichte dieser Familie erzählte: Vater Jude und Kommunist, Mutter Jüdin aus Wien, lernen sich im Exil in London kennen, kehren zurück, bauen den Sozialismus in der DDR mit auf. Der Vater wird linientreuer Apparatschik, steigt auf zum stellvertretenden Kulturminister. Sie bekommen drei Söhne, die allesamt zu Rebellen werden. Der älteste und berühmteste Sohn, Thomas Brasch, schreibt gefeierte Romane und Dramen, überwirft sich mit dem Spießerkommunismus der DDR, protestiert gegen die Niederschlagung des Prager Frühling, wird verhaftet, dann ausgebürgert. Der Bruder Klaus wird Schauspieler. Der Bruder Peter Dichter. Die Brüder saufen und pumpen sich mit Drogen voll. Es ist eine Geschichte, die jeder hier kennt. 

Marion Brasch, die jüngste Schwester, hat jetzt diese Geschichte aufgeschrieben. Der Vater ist längst tot, die Mutter schon gestorben, da war das Mädchen gerade zwölf. Die drei Brüder sind auch schon alle tot, gestorben an einem Lebensstil, nein, richtiger: an den Zerrissenheiten, die ihnen einen Lebensstil aufzwangen. Marion Brasch ist die Überlebende. 

Es ist ein großartiges Buch geworden, das erzählt, wie der Idealismus des Vaters in autoritäres Gehabe und Bürokratentum umschlägt. Die Mutter leidet, weil sie in dieser grauen DDR nicht leben wollte, die Wiener Jüdin aus der Zelinkagasse im ersten Bezirk, die ihren Kindern erzählt, „wir sind getürmt", nachdem sie mit ihrer Schwester unter Aufsicht der Nazis mit Zahnbürsten die Straße putzen mussten. Der „Aufbau des Sozialismus" verschlingt nicht nur alle Zeit, sondern er ist auch mit diesem seltsamen asketischen Parteisoldatentum legiert, und beides zusammen lässt nicht viel Platz für Zärtlichkeit in der Familie. Die Brüder werden ins Internat gesteckt, der kleine Thomas sogar in die Kadettenschule der Armee. Als er seinem Vater sagt: „Ich halte es nicht mehr aus", antwortet der nur: „Reiß dich zusammen!" und faselt von der „harten Schule des Lebens". 

Mehr dazu hier

Am Mittwoch, dem 3. Oktober geht dann meine Vorlesungsreihe in der VHS-Ottakring mit dem Titel: "Erklär mir die Finanzkrise" in die dritte Runde. Diesmal lautet das Thema: 

„Der Kapitalismus und die Geldwirtschaft, das kann ja einfach nicht funktionieren." - Linke Mythen über die Krise.

In dieser und der nächsten Einheit möchte ich mich mit Krisenerklärungsmodellen beschäftigen, die gegenwärtig kursieren - und der Einfachheit wegen habe ich sie grob in "linke" und "rechte" Erklärungsmuster aufgeteilt, aber das ist natürlich nicht immer so trennscharf. 

Ich will mir ansehen: Was stimmt an solchen Mustern? Sind sie zu simpel? Reine Phantasie? Oder doch der Stein des Weisen? 

Wie immer ist Beginn 19 Uhr in der VHS Ottakring, am Ludo-Hartmann-Platz im 16. Bezirk. 

Ach ja, weil ich das recht häufig gefragt werde: Natürlich kann man jederzeit neu einsteigen. Klar bauen die Vorträge aufeinander auf, sie beziehen sich aufeinander, aber jeder ist so entworfen, dass jedermann und jederfrau die Vorträge verstehen kann, ohne vorhergehende gehört zu haben. Jeder Vortrag funktioniert also auch als Einzelner. 

Und wer auf Nummer sicher gehen will, kann hier ja das Manuskript des ersten Vortrages nachlesen. Und hier kann man es sich sogar als Video ansehen. 
Thumbnail image for Halbe Freiheit Cover.JPGBuchpräsentation mit Sonja Ablinger (Abg. z. Nationalrat, SPÖ) und Christian Friesl (Bereichsleiter Gesellschaftspolitik der Industriellenvereinigung)

Ich darf hier wieder einmal eine sehr herzliche Einladung aussprechen: Am kommenden Mittwoch, 26. September, präsentiere ich mein Buch "Halbe Freiheit" im Wiener Kreisky Forum. 

Zeit: 19 Uhr. Ort: Armbrustergasse 15, 1190 Wien. 

Mit mir werden die SPÖ-Nationalratsabgeordnete Sonja Ablinger diskutieren sowie Christian Friesl, einer der intellektuellen Köpfe der Industriellenvereinigung. 

Ich denke, es verspricht eine gehaltsvolle und lebendige Diskussion. 

Und weil es so schön passt, hier ein paar Takte aus einer Rezension, die Arno Widmann für die "Berliner Zeitung" geschrieben hat, und zwar in seiner jüngsten Ausgabe seiner - ja, man muss die schon so nennen - legendären Kolumne "Vom Nachttisch geräumt..."

"Es macht den verrückten Charme unserer ideologischen Großwetterlage aus, dass bei uns gerade die vehementesten Verteidiger des Status quo als energischste Verteidiger der Freiheit auftreten. In Wahrheit verteidigen sie nicht die Freiheit, sondern die Freiheit derer, die derzeit den Markt beherrschen. Das hat alles mit Machterhalt und ganz und gar nichts mit Freiheit zu tun. Es ist das Dümmste, das man machen kann. Es verhindert notwendige Veränderungen. Robert Misiks „Halbe Freiheit - Warum Freiheit und Gleichheit zusammengehören" provoziert, schon bevor man das Buch aufgeschlagen hat, sofort Widerspruch. Alle Freiheit ist eine Freiheit gegen die Gleichheit, denkt man. Das aus der Reihe tanzen, wendet man ein, ist der Grundschritt der Freiheit. Ohne den passiert nichts. Also, was soll das, dass Freiheit und Gleichheit zusammengehören? Ganz am Ende seines schönen Essays steht die Wahrheit, an der wir nicht vorbeikommen: „Freiheit heißt auch, nicht nur die theoretische Freiheit zu haben, sich auszuprobieren, sondern auch über die Ressourcen zu verfügen, die das praktisch ermöglichen. Und dazu gehören Freiräume genauso wie die Sicherheit, nicht ins Bodenlose zu fallen, wenn man bei diesen Versuchen scheitert." 

Am Mittwoch dem 19. September findet dann der zweite Abend meiner Vortragsreihe an der VHS Ottakring statt. Diesmal lautet das Thema: 

Brennt bald unser Haus ab? 
Warum die Europäische Union zum Zentrum der Krise geworden ist. 

Nachdem der erste Abend dieser fünfteiligen Reihe vergangene Woche - aus meiner Sicht jedenfalls - ganz wunderbar verlaufen ist (das Manuskript der Vorlesung finden Sie hier), freue ich mich jetzt schon sehr darauf. Der Ort ist wie gehabt die VHS-Ottakring, im 16. Bezirk am Ludo-Hartmann-Platz. Alles zur Vortragsreihe finden Sie hier

Einen weiteren empfehlenswerten Termin habe ich gleich am Tag darauf mittags: 

Am Donnerstag, 20. September spreche ich im Kreisky-Forum mit László Andor, dem EU Kommissar für Beschäftigung und Soziales, über die „Soziale Dimension der EU". Beginn ist ausnahmsweise bereits um 14.30 Uhr
Kommenden Donnerstag habe ich im Wiener Kreisky-Forum den Sozialökonomen Christian Marazzi zu Gast, den den Direktor für sozioökonomische Forschung an der Scuola Universitaria della Svizzera Italiana. Marazzi hatte in den vergangenen Jahren mit zwei Büchern regelrecht für Furore gesorgt: Dem Großessay „Verbranntes Geld" und danach der ebenso schwungvollen Studie „Sozialismus des Kapitals". In beiden analysiert er, wie die „Finanzialisierung" den zeitgenössischen Kapitalismus prägt, sodass die Unterscheidung zwischen Real- und Finanzkapital längst unscharf geworden ist. Marazzi hat zu all dem sehr viel Bemerkenswertes zu sagen, die der untenstehende Ausschnitt aus einer Rezension des deutschen Südwestfunk zeigt. 

Christian Marrazi: Verbranntes Geld. 
Bruno-Kreisky-Forum für Internationalen Dialog
Donnerstag, 13. September, 19 Uhr
Armbrustergasse 15, 1190 Wien

Gekonnt und folgerichtig deckt Marazzi auf, dass das nahtlose ineinander übergehen der Krisen seit dem Jahr 2008 im Grunde genommen dieselbe Ursache hat: das Geschäftemachen auf Kosten der Allgemeinheit. Das war während der US-Hauskrise zu beobachten. Banken forcierten das Schuldenmachen, indem sie Leuten mit geringem Einkommen Immobilienkredite aufschwatzten. 

Als die Zinsen stiegen, konnten viele ihre Kreditraten nicht mehr abbezahlen und mussten ihr Haus den Banken überlassen. Diese Art des Geschäftemachens ruiniert nicht nur Hauseigentümer, sondern auch Gemeingüter wie hier im Beispiel den Wohnungsmarkt.

Dieses Motiv der Bereicherung ist Marazzi zufolge bei der aktuellen Staatsschuldenkrise ebenso erkennbar wie bei der Eurokrise. 

Marazzi ist überzeugt, dass es mit der Gemeinschaftswährung soweit kommen musste. Denn bei ihrer Geburt war es den verantwortlichen Politikern nicht darum gegangen, die Lohn- und Steuersysteme der Euro-Länder anzupassen und damit die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Nein, sie erlagen dem neoliberalen Zeitgeist - und rückten die Kapitalmärkte ins Zentrum.

Doch inzwischen erkennen immer mehr Politiker und Bürger, dass es so nicht weitergehen kann. Auch Marazzi. Allerdings dämpft er allzu hochfliegende Hoffnungen. Obwohl die Zeit dafür gerade günstig zu sein scheint.

"Die Langsamkeit, mit der die Einsicht reift, dass es sich um die Zahlungsunfähigkeit des Bankensektors in seiner Gesamtheit handelt, sowie die Schwierigkeit, den zweifellos komplizierten Knoten zu lösen, den die Verstaatlichung großer Banken darstellt ... werden einen extrem hohen Preis fordern."

Dafür hat der Autor klare Vorstellungen, wie der gegenwärtige Krisen-Kreislauf durchbrochen werden kann.

Vielleicht noch ein kleiner Hinweis an meine jüngeren Leser und Leserinnen hier zu meiner Vortragsreihe an der VHS-Ottakring, an der ich in den nächsten Wochen fünf Mal zum Themenkomlex „Erklär' mir die Finanzkrise!" sprechen werde. (Alle Daten hier)

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Eine der großen Traditionen der österreichischen Arbeiterbewegung, der ich mich immer sehr verbunden gefühlt habe, ist ja das, was im „Roten Wien" zwischen 1918 und 1934 erreicht wurde. Aber nicht nur, was an Gesetzen und sozialem Fortschritt erreicht wurde oder auch an sozialem Wohnbau (die großartigen Gemeindebauten, die damals errichtet wurden), sondern auch das dichte zivilgesellschaftliche Netz an Vereinen und Initiativen, das damals sozialdemokratische und andere Arbeiterorganisationen geknüpft haben. 

Eine der tragenden Säulen waren die Bildungseinrichtungen, die geschaffen wurden: Arbeiterbildungsvereine, Volkshochschulen, „Arbeiterbücheren" (heute die städtischen Büchereinen), die Arbeiterhochschule usw. Alles Institutionen, an denen hervorragende Wissenschaftler, Denker und Autoren unterrichtet und vorgetragen haben, auch getragen von dem demokratischen Geist, dass Wissen nicht nur den Privilegierten zusteht. „Wissen ist Macht", war damals die Parole. 

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Im damaligen Volksheim Ottakring hat seinerzeit auch der große Sozialphilosoph Max Adler seine Kurse abgehalten. Und in diesem „Volksheim" - heute die „Volkshochschule Ottakring" wird nun also auch meine Vortragsreihe stattfinden. Und das ist kein Zufall. Denn diese große Tradition sollte nicht vergessen werden. 

Und deshalb hat das auch für mich etwas Berührendes, und es gibt schon ein gewisses Kribbeln, vor dem Start der Vortragsreihe am kommenden Mittwoch. 

Am Mittwoch, dem 12. September beginnt meine Vortragsreihe an der VHS-Ottakring zum Thema „Erklär mir die Finanzkrise". Der Titel des ersten Abends lautet: 

Ein Crash mit Anlauf!
Wie eine falsche Wirtschaftsideologie die Marktwirtschaft ins Desaster stürzte. 
Beginn ist jeweils um 19 Uhr! Nähers hier

Am Donnerstag, 13. September habe ich im Kreisky-Forum Christian Marazzi zu Gast, den Direktor für sozioökonomische Forschung an der Scuola Universitaria della Svizzera Italiana.

Er spricht zum Thema „Verbranntes Geld", und warum die Differenz Finanzindustrie versus Realwirtschaft von Gestern ist. 

Ort: Kreisky-Forum für internationalen Dialog, Armbrustergasse 15, 1190 Wien. Beginn 19 Uhr. 

Am Samstag dem 15. September spreche ich auf einem Symposium der Jungen Generation in der SPÖ zum Thema „Gerechtigkeit". Voraussichtlicher Beginn ist 14 Uhr, Näheres wird noch bekannt gegeben. 

Am Mittwoch dem 19. September findet dann der zweite Abend meiner Vortragsreihe an der VHS Ottakring statt. Diesmal lautet das Thema: 

Brennt bald unser Haus ab? 
Warum die Europäische Union zum Zentrum der Krise geworden ist. 

Am Donnerstag, 20. September spreche ich im Kreisky-Forum mit László Andor, dem EU Kommissar für Beschäftigung und Soziales, über die „Soziale Dimension der EU". Beginn ist ausnahmsweise bereits um 14.30 Uhr

Am Abend desselben Tages, also 20. September, führe ich im Brut im Künstlerhaus im Anschluss an die „Hate-Radio"-Vorstellung (Näheres dem Brut-Programm entnehmen) ein Publikumsgespräch

Am Freitag, dem 21. September werde ich kurz nach 16 Uhr zum Auftakt der Juso-Landeskonferenz in Salzburg sprechen

Am Sonntag, 23. September, spreche ich um 10.30 auf der Wipol-Konferenz in der Urania über den Sozialstaat in der Wirtschaftskrise. Näheres hier.

Am 26. September findet dann die offizielle Präsentation meines Buches „Halbe Freiheit. Warum Freiheit und Gleichheit zusammen gehören" im Kreisky-Forum statt. Ich werde mit der SPÖ-Nationalratsabgeordneten Sonja Ablinger und Christian Friesl, dem Bereichsleiter Gesellschaftspolitik der Industriellenvereinigung, diskutieren. Beginn 19 Uhr!

Vorschau auf Oktober: Wien, Linz, Berlin, New York, New Orleans, Chicago...

Am 1. Oktober habe ich im Kreisky-Forum die wunderbare Marion Brasch zu Gast, die aus ihrem gefeierten Roman "Ab jetzt ist Ruhe" lesen wird. 

Am 3. Oktober ist meine dritte Vorlesung an der VHS-Ottakring im Rahmen der Vortragsreihe "Erklär mir die Finanzkrise". 

Am 5. Oktober halte ich die Keynote-Speech bei der Volkshilfe-Konferenz in Linz. 

Am 6. Oktober lese ich unter freiem Himmel beim "Offenen Bücherschrank" am Brunnenmarkt

Am 10. Oktober ist die vierte meiner fünf Vorlesungen an der VHS-Ottakring. 

Am 15. Oktober habe ich die Schweizer Menschenrechtlerin Gret Haller im Kreisky-Forum zu Gast.

Am 16. Oktober spreche ich im Rahmen der Volkshilfe-Gala zum Tag der Arbeit im Radiokulturhaus. 

Am 17. Oktober ist mein Abschlussvortrag an der VHS-Ottakring. 

Am 18. und 19. Oktober diskutiere ich im Rahmen des "Werte"-Kongresses der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin

Ende Oktober bin ich dann auf zweiwöchiger Vortragsreise durch die Vereinigten Staaten. In New York (30.10), New Orleans (1. November) und Chicago (7. November) spreche ich zum Thema: "What does it mean to be a Progressive in the 21st Century?". Das freut mich nicht nur immens, sondern gibt mir auch die Gelegenheit, die Schlussphase des US-Wahlkampfes vor Ort zu erleben und den Wahltag in Barack Obamas Heimatstadt Chicago zu verbringen. 

Erklär mir die Finanzkrise!

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Meine Vortragsreihe in der Volkshochschule Ottakring über Ursachen und Hintergründe der Finanzkrise. 

Also, ich mach ja viele Dinge, die mir Spaß bereiten. Aber diese Vortragsreihe macht mir schon besondere Freude: Im September und Oktober werde ich an fünf Abenden versuchen, gemeinverständlich, aber nicht versimpelnd zu erklären, wie Wirtschaft funktioniert, wieso die Welt in eine katastrophale Finanzkrise geschlittert ist - und wie wir da wieder rauskommen. Denn immer mehr Bürger haben das Gefühl, dass da etwas Ungeheuerliches geschieht - und geschehen ist - aber sie nicht wirklich durchblicken, was. 

Die Freude an dieser Aufgabe wird sicherlich nicht durch die Tatsache getrübt, dass diese Vortragsreihe auf historischem Grund stattfindet: Im berühmten Weinberger-Saal der Volkshochschule Ottakring. Hier hat in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts der große Sozialist Max Adler seine Kurse zu sozialphilosophischen und ökonomischen Themen abgehalten. Und ich finde, das ist eine Tradition, die man durchaus wieder ein bisschen beleben sollte. 
 
Das ist also das Programm:
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1. 
Mittwoch, 12. September        
Ein Crash mit Anlauf!
Wie eine falsche Wirtschaftsideologie die Marktwirtschaft ins Desaster stürzte. 

2. 
Mittwoch, 19. September 
Brennt bald unser Haus ab? 
Warum die Europäische Union zum Zentrum der Krise gewordenist

3. 
Mittwoch, 3. Oktober
„Der Kapitalismus und die Geldwirtschaft, das kann ja einfach nicht funktionieren." 
Linke Mythen über die Krise

4. 
Mittwoch, 10. Oktober
„Mehr Markt wird's richten!"
Rechte Mythen über die Krise

5. 
Mittwoch, 17. Oktober
Ein „guter Kapitalismus", kann's den geben? 
Wie wir soziale Gerechtigkeit und eine florierende Wirtschaft unter einen Hut kriegen.


Ist der Euro noch zu retten?

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Europa am Abgrund - ein wirtschaftspolitischer Crash-Kurs. Friederike Spiecker im Kreisky Forum.

Kommende Woche habe ich in meiner Reihe "Genial Dagegen" im Kreisky Forum die deutsche Ökonomin Friederike Spiecker zu Gast. Mit mehr als einem Schuss Sarkasmus schrieb sie vor einigen Wochen über die „Euro-Krise":

"Allmählich kennt der Bürger den Ablauf des Dramas "Never Ending European Crisis":

1. Akt: unübersehbare Anzeichen einer Verschärfung der Rezession in EWU-Krisenstaat x mit folgender Verkündung eines steigenden Haushaltsdefizits

2. Akt: steigende Zinsen für Staatsanleihen des Krisenstaats x, Warnmitteilungen durch Ratingagenturen, fallende europäische Aktienkurse

3. Akt: die Finanzminister der EWU-Staaten weiten den Euro-Rettungsschirm aus und skizzieren ein verschärftes Design für Fiskalbremsen, die Regierung des Krisenlands sagt weitere Spar- und Reformmaßnahmen zu

4. Akt: großzügige Geldspritze der Europäischen Zentralbank (EZB) an die Banken, Lohn- und Rentenkürzungen sowie Streiks im Krisenland x

5. Akt: leichtes Absinken der Zinsen bei steigenden Aktienkursen und Arbeitslosenzahlen, erneuter Einbruch der Industrieproduktion in Krisenland x."

 

Die Euro-Zone mit ihrer gemeinsamen Währung, aber nationalen Fiskal-Politik und nationaler Schuldenaufnahme ist grundsätzlich falsch konstruiert - und seit Ausbruch der Krise haben Europas Spitzenpolitiker so ziemlich alles falsch gemacht. Merkel & Co. benahmen sich wie Feuerwehrleute, die mit Kerosin versuchen, einen Brand zu löschen.

Mit der Ausweitung der Finanzkrise auf Spanien, Gefahr in Verzug in Italien und den griechischen Wahlen geht die Euro-Krise ins Endspiel. Droht jetzt ein Kollaps der Währungsunion? Oder ist der Euro noch zu retten? Und wenn ja - wie?

Diese Fragen wird die deutsche Ökonomin Friederike Spiecker bei dieser - brandaktuellen - Veranstaltung des Kreisky-Forum beantworten.

Spiecker ist Nationalökonomin und hat ihr Handwerk in der Konjunkturabteilung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung gelernt. Sie ist eine enge Mitarbeiterin von Unctad-Chefökonom Heiner Flassbeck, mit dem sie gemeinsam eine Reihe von Büchern geschrieben hat. Heute arbeitet sie vornehmlich als Wirtschaftspublizistin und berät politische Parteien und Gewerkschaften. 

Friederike Spiecker: Europa am Abgrund - Ein wirtschaftspolitischer Crash-Kurs. 

Donnerstag, 21. Juni, 19 Uhr: Kreisky Forum für Internationalen Dialog, Armbrustergasse 15, 1190 Wien

Knapp vor Saisonausklang noch drei wirklich empfehlenswerte Veranstaltungen im Kreisky-Forum: 

Morgen, Mittwoch spricht der große kanadische Philosoph Charles Taylor zur Frage: "Is Democracy under Threat?" - Angsichts von Verdruss, Wutbürgertum, Wahlerfolgen rechter Populisten und den "Wahlen ohne Wahlmöglichkeiten" in unserer "marktkonformen Demokratie" eine äußerst aktuelle Frage. 

Am Donnerstag, 14. Juni, habe ich im Rahmen meiner Reihe "Genial dagegen" den US-Ökonomen James K. Galbraith zu Gast, der unter dem Titel "Ungleichheit und Instabilität" die Ergebnisse seiner jüngst erschienen Studie ("Inequality and Instability") vorstellt. 

In der Woche darauf, am Donnerstag 21. Juni, spricht dann die deutsche Ökonomin Friederike Spiecker zum Thema: "Ist der Euro noch zu retten? - Europa am Abgrund. Ein wirtschaftspolitischer Crash-Kurs".

Vorausgesetzt natürlich, bis kommende Woche gibt es noch einen Euro, den man retten könnte. Aber wir wollen ja nicht pessimistisch sein ;-) 

Alle Veranstaltungen um 19 Uhr, Ort: Kreisky-Forum, Armbrustergasse 15, 1190 Wien.
In meiner Reihe "Genial dagegen" im Kreisky-Forum habe ich an diesem Donnerstag einen besonderen Gast: den großen US-Ökonomen James K. Galbraith. Der Sohn des legendären Wirtschaftswissenschaftlers John Kenneth Galbraith ist selbst längst einer der führenden Ökonomen der USA. Er studierte in Harvard und Yale und ist gegenwärtig Professor an der University of Texas at Austin. Er präsentiert sein eben erschienenes neues Buch Inequality and Instability: A Study of the World Economy just before the Great Crisis

In den vergangenen dreißig Jahren nahmen die Ungleichheiten in den entwickelten Marktwirtschaften des Westens, aber auch zwischen den Ländern zu. Und dieser Prozess kulminierte in immer schwereren Finanzkrisen, mit dem Höhepunkt der Finanzmarktkollapses 2008. Aber inwiefern hängen die beiden Prozesse zusammen? Der Bedeutungsgewinn der Finanzmärkte war eine der großen, mächtigen Kräfte der Ungleichheitsentwicklung, gleichzeitig führte die Ungleichheit zum Wachstum von Schulden, und damit von weiterer Verarmung von Kreditnehmern und noch mehr Reichtum von Geldgebern. In seiner großen Studie untersucht James K. Galbraith detailliert die inneren Zusammenhänge der Einkommensungleichheit und der globalen Finanzkrise. „Dieses Buch ist ein Muss für jeden und jede, die unsere politische und wirtschaftliche Epoche verstehen wollen", urteilt Nobelpreisträger Joseph Stiglitz. 

James K. Galbraith: "Ungleichheit und Instabilität. Eine bahnbrechende Studie über die Ursachen Wirtschaftskrise"

Donnerstag, 14. Juni, 19 Uhr. Kreisky-Forum für Internationalen Dialog, Armbrustergasse 15, 1190 Wien

Der 1. Mai naht und mit ihm auch die üblichen TV-Debatten und sonstigen Infotainment-Formate. So diskutiere ich heute in Puls 4. 

Morgen geht's dann zu Servus-TV nach Salzburg. 

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Kommenden Samstag darf ich den Gastgeber bei einer Buchpräsentation spielen, die sicherlich auf ihre Art ein Ereignis wird: 

Dietmar Dath und Barbara Kirchner präsentieren ihr voluminöses Buch "Implex" in der Garage-X. Ich hab die nicht ganz leichte Aufgabe, Autor und Autorin in ein Gespräch zu verwickeln. 

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Video: Jens Berger im Kreisky-Forum

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Vergangene Woche hatte ich im Kreisky-Forum den deutschen Publizisten und Blogger Jens Berger zu Gast, der über "Ökonomische Irrlehren, die die Krise in Europa vertiefen" referierte. Hier ist jetzt das Video zum Nach-Schauen. Dank an die FreundInnen von "ichmachpolitik.at".

Morgen, Dienstag, 17. April, 19 Uhr habe ich im Wiener "Kreisky-Forum" den Blogger und Wirtschaftsautor Jens Berger zu Gast. Jens wird sein neuestes Buch "Stresstest Deutschland" präsentieren, seinen Vortrag aber auf eine breitere Basis stellen und eine fundierte Analyse der verfehlten Wirtschaftspolitik in Europa liefern. 

Zur Einstimmung hier schon einmal ein paar Takte aus einer kritischen Auseinandersetzung mit dem EU-Fiskalpakt, die Jens in den deutschen Nachdenkseiten formuliert hat. 

Wer Schulden abbauen will, der kann dies auf einer relativen oder auf einer absoluten Ebene machen. Die bloße Höhe der Staatsverschuldung sagt erst einmal überhaupt nichts über die damit vielleicht verbundenen Probleme aus. Ein Schuldenstand von einer Billion Euro wäre für Österreich fatal, während er für Deutschland kein großes Problem darstellen würde. Dies liegt nicht nur an der unterschiedlichen Größe der beiden Staaten, sondern ursächlich an der unterschiedlichen Steuereinnahmebasis. Je größer und florierender eine Volkswirtschaft ist, desto größer sind auch die Steuereinnahmen des Staates. Wenn eine Volkswirtschaft beispielsweise nominal pro Jahr um vier Prozent wächst, die Staatsschulden jedoch um nur drei Prozent zunehmen, ist die relative Staatsverschuldung gesunken. Ein Staat kann also mit durchdachten Investitionen auf Pump seine Einnahmebasis derart erweitern, dass seine relative Staatsverschuldung sinkt. In der Privatwirtschaft übrigens ist die Praxis des kreditfinanzierten Wachstums die Regel. Anders als die Privatwirtschaft hat der Staat durch kreditfinanziertes Wachstum sogar einen direkten Einfluss auf seine Ausgaben, da bei einer wachsenden Volkswirtschaft in der Regel auch die Zahl der Arbeitsplätze steigt und damit die Sozialausgaben sinken. Wer dem Staat verbieten will, kreditfinanziertes Wachstum zu erzeugen, begeht einen schweren Denkfehler.

Um den Irrwitz des Fiskalpakts zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf europäische Volkswirtschaften, die mit einer Schuldenbremse heute wesentlich schlechter dastehen würden. Spanien konnte beispielsweise in der Zeit von 1996 bis zum Krisenjahr 2008 seine relative Staatsverschuldung durch ein solides Wachstum abbauen. In der Periode von 1996 bis 2004 wies das Land jedoch Jahr für Jahr einen negativen Staatshaushalt auf und wäre nach den Buchstaben des Fiskalpakts ein Defizitsünder gewesen. Die schuldenfinanzierten Investitionen des spanischen Staates führten jedoch zu einem so soliden Wachstum, dass die relative Staatsverschuldung (Staatsschuldenquote bzw. Bruttoinlandsprodukt/Staatsverschuldung) kontinuierlich gesenkt werden konnte. Darauf kommt es an, wenn es um einen Schuldenabbau geht. Spanien hat somit seine Schulden relativ abgebaut, obgleich es sich Jahr für Jahr weiter verschuldet hat. Diese Konjunkturpolitik führte dazu, dass sich die Steuerbasis von Jahr zu Jahr verbessert hat und Spanien in den Jahren 2005 bis 2007 sogar einen strukturellen Haushaltsüberschuss erwirtschaften und somit die Staatsverschuldung nicht nur relativ, sondern sogar absolut abbauen konnte. Die Probleme, in denen das Land heute steckt, tauchten erst mit der Finanzkrise auf. Wer Spanien nun die Möglichkeit nimmt, durch neue Investitionen zu wachsen, sorgt auch dafür, dass die relative Verschuldung weiter zunimmt, da die Wirtschaft weiter schrumpft und die Staatseinnahmen sinken, während gleichzeitig die Staatsausgaben steigen.

Weiterlesen auf den Nachdenkseiten
Am Dienstag, 17. April habe ich in meiner Reihe „Genial dagegen" im Wiener Kreisky-Forum den Blogger, Journalisten und Wirtschaftsexperten Jens Berger zu Gast. Wer Jens noch nicht kennt, was in der Bloggosphäre ohnehin nicht anzunehmen ist: Er ist eine der tragenden Säulen der „Nachdenkseiten" und betreibt darüber hinaus den Blog „Spiegelfechter". Im Kreisky-Forum wird er zum Thema sprechen: 

„Wie ökonomische Irrlehren die Krise in Europa vertiefen"

Jens Berger hat zu diesem Thema gerade auch ein Buch im Westend-Verlag herausgebracht. „Stresstest Deutschland - Wie gut sind wir wirklich". 
"Ich schlag Dich AKH", pflegt mein Sohn drohend zu sagen. Jugendsprache, mögen Sie denken? Aber vielleicht lohnt es sich, über die Entstehung neuer Sprache und Dialekte ein bisschen nachzudenken. Die deutsche Germanistin Heike Wiese hat das gerade in ihrem sehr amüsanten und lesenswerten Buch "Kiezdeutsch. Ein neuer Dialekt entsteht" getan. Mehr dazu hier. Kommenden Dienstag stellt Wiese ihr Buch im Wiener Kreisky-Forum vor - ein Termin, den ich hier gerne bewerbe. 

Etwa seit Mitte der 1990er Jahre ist mit "Kiezdeutsch" eine Jugendsprache in den Blick der Öffentlichkeit getreten, die sich in Wohngebieten mit hohem Migrantenanteil ausgebildet hat. Hier einige Beispiele aus diesem Sprachgebrauch: "Lassma Viktoriapark gehen, Lan." / "Ich höre Alpa Gun, weil der so aus Schöneberg kommt." / "Ich hab meiner Mutter so Zunge rausgestreckt, so aus Spaß. Wallah." Wie diese Sätze illustrieren, weicht Kiezdeutsch in verschiedenen Bereichen vom Standarddeutschen ab. Entgegen einer verbreiteten öffentlichen Wahrnehmung ist es jedoch kein gebrochenes Deutsch, sondern begründet einen neuen, urbanen Dialekt des Deutschen, der - ebenso wie andere deutsche Dialekte auch - systematische sprachliche Besonderheiten in Bereichen wie Aussprache, Wortschatz und Grammatik aufweist.

Dienstag, 6. März 2012, 19.00 Uhr

Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog| Armbrustergasse 15 | 1190 Wien

Wiese, Heike, Kiezdeutsch. Ein neuer Dialekt entsteht; 2012. 280 S.: mit 18 Abbildungen. Paperback 
C.H.BECK ISBN 978-3-406-63034-7 
Am 27. Jänner im Kreisky-Forum

In meiner Reihe "Genial dagegen" im Kreisky-Forum habe ich am 27. Jänner die Sprachwissenschaftlerin Elisabeth Wehling von der University of California, Berkely zu Gast. Ihr Thema lautet: 

Brauchen die Linken eine neue Sprache? 

Elisabeth Wehling hat Soziologie, Linguistik und Journalismus studiert und unterrichtet gegenwärtig an der University of California in Berkely. Sie arbeitet eng mit dem berühmten Neurolinguisten George Lakoff zusammen. Ihr Forschungsinteresse liegt auf der Frage, wie Sprache und Metaphern das Denken strukturieren. Mit Lakoff zusammen hat sie das Buch verfasst: „Auf leisen Sohlen ins Gehirn. Politische Sprache und ihre heimliche Macht." Als progressive Linguistin treibt sie die Frage an, welche Rhetorik, Werte und Parolen die Mitte-Links-Parteien in ihrer Kommunikation ins Zentrum stellen sollen. 

Eine Kooperation von Bruno-Kreisky-Forum und dem Dr. Karl Renner Institut.

27. Jänner, 19 Uhr. Kreisky-Forum, Armbustergasse 15, 1190 Wien

Zur Einstimmung noch eine Lecture, die Wehling vergangenes Jahr am Morgenrot-Kongress der SPÖ-Oberösterreich gehalten hat. 

dorling.jpgSelten findet man in Tageszeitungen Editorials mit so einem lapidaren Titel wie im britischen "Guardian" vergangenes Jahr: "In Praise of Danny Dorling" hieß das Stück - "Zur Lobpreisung von Danny Dorling": 

There is another I-word that matters far more, and which barely gets a mention: inequality. Thank goodness then for Danny Dorling, who has spent the past 20 years studying the wealth gap. In his new book Injustice: Why Social Inequality Persists, the academic analyses a contemporary scandal. ... When he handed in his manuscript, Dorling thought he had written a bland account of the gap between rich and poor. The publisher told him it was "very angry". And how. Dorling is that rare university professor: expert, politically engaged and able to explain simply why his subject matters. He describes modern Britain as the most unequal society since Dickens's times, and picks apart the orthodoxies that allow such unfairness. "I'm hardly saying, 'We want a revolution, we want a utopia,'" he recently told this paper. "I'm just saying, 'Can we be slightly less stupid, and we'll all be better off for it.'" Hear hear.

Also: "Injustice - Why Social Inequality Matters" heißt das großartige Buch, in dem Daniel Dorling - ähnlich wie sein Kollege Richard Wilkinson - nicht nur die skandalösen Ungleichheiten analysiert und beschreibt, wie sie immer wieder legitimiert werden, sondern auch zeigt, dass in egalitären Gesellschaften alle besser leben. 

Kommenden Dienstag, 13. Dezember, habe ich Danny Dorling in meiner Reihe "Genial dagegen" im Wiener Kreisky-Forum zu Gast. 

Danny Dorling: Injustice: Why Social Inequality Matters. 
Di, 13. Dezember, 19 Uhr, Kreisky Forum, Armbrustergasse 15, 1190 Wien. 
Colin Crouch am kommenden Mittwoch im Kreisky-Forum

Fast ist er schon ein bisschen ein Stammgast im Kreisky-Forum: Colin Croch, der britische Politiologe, der mit seinem Buch "Postdemokratie" den wahrscheinlich meistrezipierten politikwissenschaftlichen Essay der letzten Jahre geschrieben hat. Vor zwei Jahren hat er dieses Buch in meiner Reihe "Genial dagegen" im Kreisky-Forum präsentiert, im Vormonat war er bei der großen Konferenz im Kreisky-Forum zu Gast. Kommende Woche darf ich ihn abermals als Gast begrüßen: Er wird sein neues Buch "Das befremdliche Überleben des Neoliberalismus" präsentieren.

Nachwievor dominiert er: in der Politik. Aber er sitzt auch in den Köpfen der Leute fest. Nur: "Der Neoliberalismus dominiert." Das sagt sich leicht dahin. Aber wieso eigentlich? Hat er nicht die Welt gerade an die Wand gefahren? Warum ist er dann aber nicht untergegangen, wie man das von einer so bizarr gescheiterten Ideologie annehmen hätte müssen? Weil, so die These Colin Crouchs, mit der Krise jene Kräfte, die vom Neoliberalismus profitierten, auch noch gestärkt wurden: Finanzinstitutionen, Banken, andere Finanzmarktakteure, die jetzt der Politik diktieren - soweit, dass „postdemokratische Expertenregierungen" gerade als letzter Schrei gelten. Konzerne sind nicht mehr bloß marktbeherrschend, mehr als das: weil sie „too big to fail" sind und folglich gerettet werden müssen, ist die „Finanzmarktrettung" zur Hauptbeschäftigung demokratischer Politik geworden. Und die ist getrieben und versucht, den Forderungen „der Märkte" vorauseilend zu gehorchen. 

Kommenden Mittwoch stellt Colin Crouch sein neues Buch in Wien vor. 

Colin Crouch: Das befremdliche Überleben des Neoliberalismus. Kreisky-Forum, Armbrustergasse 15, 1190 Wien, 30. November, 19 Uhr. 
Thumbnail image for Thumbnail image for misik anleitung cover.JPGAchtung: Terminänderung! Beginn jetzt 19.00 Uhr!

Kommenden Mittwoch, 23. November, werde ich in Innsbruck sprechen - über mein Buch "Anleitung zur Weltverbesserung", aber natürlich auch über ein paar Dinge, die seit dem Erscheinen des Buches geschehen sind - also, insbesondere auch, wie wir aus dem großen Loch an Schulden und wirtschaftlicher Unsicherheit herauskommen, in das wir gerade in den letzten Wochen geraten sind. 

Eingeladen hat mich die neue Innsbrucker Initiative "The Voice" des wunderbaren Marko Miloradovic, eine Diskurs- und Denkwerkstatt. 

In der Einladung heißt es: 

Die Jugendinitiative "The Voice" ist ein junges Projekt, das Politik und Gesellschaft außerhalb von Parteigrenzen denken möchte. Wir wollen diskutieren und über die Welt, wie sie sich uns entgegenstellt nachdenken. Unsere erste Veranstaltung findet deshalb mit einer der laute
sten österreichischen Stimmen zu Politik und Gesellschaft statt: Robert Misik.
Eintritt ist natürlich frei. Bringt bloß euer Hirn und euer Herz mit. 
The Voice.

Ich freu mich jedenfalls schon sehr darauf und hoffe auf volles Haus.

Mittwoch, 23. November, 
19 Uhr
SOWI Hörsaal 1

Für Facebook-Afficionados gibts auch eine Site dazu, und zwar hier

"DER VORTRAGENDE IST ANWESEND"

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petersandbichler03_370.jpgAm Dienstag spreche ich im Kunstraum Bernsteiner im 2. Bezirk und zwar im Rahmen der tollen Ausstellung von Peter Sandbichler mit dem wunderschönen Namen DER KÜNSTLER IST ANWESEND

Näheres zur Ausstellung hier

Das wird diesmal kein normaler Vortrag sondern eine Art textlich-rhythmische Sprachperformance - also so ein bisschen halt. Titel: "Its Time to Change the Rules of the Game". Vom Titel nicht abschrecken lassen: Das ganze ist schon weitgehend in deutscher Sprache. 

Kunstraum Bernsteiner, 
Dienstag 15. November, 19 Uhr. 

Schiffamtsgasse 11
1020 Wien
Buch Wien.JPGKommenden Donnerstag habe ich im Wiener Kreisky-Forum den Autor des Sachbuch-Schlagers der Saison zu Gast: Den britischen kanadischen Forscher Steven Pinker mit seiner monumentalen Studie über die Geschichte der Gewalt ("Gewalt. Eine neue Geschichte der Menschheit"). Im Interview mit dem "Freitag" hat er darüber folgendes gesagt: 

Ob man es glaubt oder nicht, wir leben vermutlich in der friedlichsten Epoche seit der Existenz unserer Spezies. Der Rückgang der Gewalt war nie gleichförmig, die Gewalt ist auch nicht verschwunden und es gibt keine Gewähr, dass ihr Niedergang sich fortsetzt. Aber es handelt sich um eine beständige historische Entwicklung, die sich erstreckt von Weltkriegen und Völkermorden bis hin zur Gewalt in der Kindererziehung und der Art, wie wir mit Tieren umgehen.

Die Tatsache, dass Gewalt in der Geschichte einerseits eine solche Konstante darstellt, andererseits aber zurückgedrängt wurde, zeigt, dass die menschliche Natur sowohl den Hang zur Gewalt als auch den Hang zur Friedfertigkeit umfasst. Lincoln nannte es „die besseren Engel der Natur". Die historischen Veränderungen haben unsere besseren Engel begünstigt: die Entwicklung von Regierungsformen, Handel, Bildung, die Vermischung von Ideen und Menschen. All das brachte die Menschen dazu, ihre Impulse zu kontrollieren, ihr Einfühlungsvermögen zu vergrößern, sich über die Beschränkung ihres Standpunktes hinwegzusetzen und Gewalt nicht mehr als einen Wettbewerb zu betrachten, den man gewinnen muss. (Das ganze Interview finden Sie hier)

Ist wohl nicht aufdringlich, wenn ich in dem Fall sage: Das sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Dank auch an die Buch-Wien und deren "Lesefestwoche", als deren Kooperationspartner in diesem Fall veranstalten. 

Donnerstag, 10. November, 19 Uhr, Bruno-Kreisky-Forum für Internationalen Dialog. Armbrustergasse 15, 1190 Wien

Update: In einer ursprünglichen Fassung habe ich Steven Pinker irrtümlich einen "britischen Forscher" genannt. Tatsächlich stammt er natürlich, wie mich aufmerksame Leser korrigierten, aus Montreal in Kanada und wurde insbesondere in Harvard ein Wissenschaftler von globalen Renommee. Dass er seit 2011 auch am New College for the Humanities in London lehrt macht ihn noch nicht zu einem "britischen Forscher". 

Gerechtigkeit heißt Gleichheit

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Ist beim diesjährigen "Momentum-Kongress" ab Donnerstag in Hallstatt "Track-Leiter". Das Generalthema ist diesmal "Gleichheit". Und bei der Vorbereitung habe ich diesen Essay gefunden, den ich vor mehr als zehn Jahren in der "Frankfurter Rundschau" geschrieben habe, also in einer Zeit, als das Ideal egalitärer Gesellschaften so Out of Fashion schien wie nur was. Also, vielleicht interessiert es ja noch jemanden, wie man für mehr Gleichheit argumentierte, bevor uns die Ungleichheit in eine Finanzkrise stürzte und bevor wir noch so gute Argumente bei der Hand hatten, sie etwa jene, die uns Richard Wilkinson und Kate Pickett lieferten.  

I.

Die Idee der Gleichheit ist ganz gehörig aus der Mode gekommen. Dies ist kein bloß sekundäres polit- und ideengeschichtliches Phänomen, sondern von unerhörter Brisanz fÜr "die Linke" jedweder Coleur, für die - nach dem Wort des italienischen marxistischen Philosophen Norberto Bobbio - "das Ideal der Gleichheit immer der Polarstern war, den sie angeschaut hat und weiterhin anschaut". Für ihn blieb, auch in Zeiten der modischen Relativierung des Gegensatzes "Rechts und Links", das egalitäre Prinzip konstitutiv für jede Linke - wenn auch nicht als Utopie einer Gesellschaft "der Gleichen", so doch in Form des Strebens, "die Ungleichheiten etwas gleicher werden zu lassen" . Doch schon Bobbio mußte sich in einer Kontroverse von seinem britischen Freund und Mitstreiter Perry Anderson fragen lassen, ob es denn wirklich "der Fall ist, daß die Linke, so wie sie aktuell in Europa heute existiert, alle Funktionaltität der sozialen Ungleichheit bestreitet?" 
Am Samstag, 22. Oktober spreche ich im Rahmen des TED-X-Vienna-Events zum Thema: "What Does It Mean To Be A Progressive In The 21st Century?" Alle Details hier

Und dann, in der Woche darauf, ab 27. Oktober, wie jedes Jahr, der große Momentum-Kongress in Hallstatt. Thema ist diesmal: "Gleichheit". Ich werde diesmal gemeinsam mit meinem Freund Alex Demirovic einen Workshop leiten, das heißt also, leider, leider, richtig arbeiten ;-) Nähers hier
 
Am Freitag, 4. November, 10 Uhr, eröffne ich gemeinsam mit ÖGB-Präsident Erich Foglar die "Kritischen Literaturtage" des Gewerkschaftsbundes. Nähers hier.
 
Am 6. November spreche ich in Trier zum Thema: "Isoliert die geistigen Brandstifter." Näheres hier..
 
Am 8. November spreche in Innsbruck und zwar hier: Großer Saal der Arbeiterkammer, Maximilianstraße 7. Thema: Unternehmerisch und erschöpft? Eine Diskussion mit Anneliese Rohrer, Käthe Knittler und Hans Preinfalk.
 
Am 10. November, 19 Uhr, habe ich in einer Kooperation zwischen Kreisky-Forum und Buch-Wien den Historiker Steven Pinker mit seiner großen Studie: "Gewalt. Eine neue Geschichte der Menschheit" zu Gast. Ort: Kreisky-Forum 
 
Am 15. November spreche ich um 19 Uhr in der Ausstellung "Der Künstler ist Anwesend" von Peter Sandbichler im Kunstraum Bernsteiner zum Thema "It's Time To Change The Rules Of The Game". Näheres hier.
 
Am 23. November spreche ich Abends in Innsbruck über meine Anleitung zur Weltverbesserung. Näheres folgt.
 
Und am 30. November, 19 Uhr, habe ich im Kreisky-Forum Colin Crouch zu Gast, der sein Buch "Das befremdliche Überleben des Neoliberalismus" präsentieren wird.
Nicht vergessen: Morgen ist die große Genial-dagegen-Konferenz mit Benjamin Barber, Colin Crouch, Gertrude Tumpel-Gugerell, Heiner Flassbeck, Sigmar Gabriel, Isolde Charim, Ivan Krastev, James Galbraith, Joakim Palme, Kathrin Röggla, Maria Vassilakou, Renate Brauner, Richard Sennett, Richard Wilkinson, Rossana Rossanda, Gertraud Auer Borea, Rudolf Scholten, Franz Vranitzky, Jan Krainer, Corinna Milborn, Niki Kowall.

Alle Details hier
Thumbnail image for genial die reihe.jpgDie nächsten Wochen gibt es gleich eine Reihe von Terminen, zu denen ich herzlich einladen möchte: 

Am kommenden Donnerstag, 13. Oktober spreche ich bei der großen Dokumentarfilm-Konferenz in Köln zum Thema: "Michael Moore und der Vorwurf der Propaganda." 17.30 im Kölner Filmhaus, näheres hier

Für alle meine niederösterreichischen Freunde: In Hainfeld wurde vor mehr als 120 Jahren die österreichische Sozialdemokratie gegründet. Deshalb gibt es dort den jährlichen Hainfeld-Konvent. Diesmal darf ich die Festrede halten. Freitag, 14. Oktober, 18.30, 3170 Hainfeld, Hauptstr. 5, Gemeindezentrum, Stadtbibliothek im 1. Stock.


Buchpräsentation Genial dagegen - Die Reihe 
am Montag, 17. Oktober, 19 Uhr Kreisky Forum

Am Samstag, 15. Oktober, 10 Uhr, gibt es dann, auch in Hainfeld im Rahmen des Hainfeld-Konvents eine Podiumsdiskussion. Thema: „Wie sozial ist unser Gesundheitssystem?" U.a. mit Alois Stöger, Bundesminister für Gesundheit, Familie und Jugend, Karin Scheele, Landesrätin für Gesundheit und Soziales, Elisabeth Pittermann. 

Am Samstag gibt es dann in ganz Österreich Aktionen unter dem Motto: Occupy Austria!

 !!! Crouch, Barber, Flassbeck, Galbraith, Röggla, Sennett, !!! 
!!! Wilkinson, Rossanda, Gabriel im Kreisky-Forum !!!

Am Montag, 17. Oktober, steigt dann "das politisch-intellektuelle Ereignis" des Jahres: Die große "Genial Dagegen"-Konferenz im Kreisky-Forum u.a. mit Benjamin Barber, Colin Crouch, Heiner Flassbeck, Isolde Charim, James Galbraith, Joakim Palme, Kathrin Röggla, Maria Vassilakou, Richard Sennett, Richard Wilkinson, Rossana Rossanda, Sigmar Gabriel. Es beginnt pünktlich um 10 Uhr vormittags mit einer Keynote von Rossana Rossanda. Um 19 Uhr präsentieren wir dann unser Buch "Genial dagegen - Die Reihe". Um 19.30 moderiere ich schließlich die große Abend-Lecture mit SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel. Das detaillierte Programm gibts hier

Am Samstag, 22. Oktober spreche ich schließlich im Rahmen des TED-X-Vienna-Events zum Thema: "What Does It Mean To Be A Progressive In The 21st Century?" Alle Details hier

Und dann, in der Woche darauf, ab 27. Oktober, wie jedes Jahr, der große Momentum-Kongress in Hallstatt. Thema ist diesmal: "Gleichheit". Ich werde diesmal gemeinsam mit meinem Freund Alex Demirovic einen Workshop leiten, das heißt also, leider, leider, richtig arbeiten ;-) Nähers hier
 
Die große Konferenz zum Ausklang des Kreisky Jahres. 

Viel wurde nostalgisch in die Vergangenheit geschaut anläßlich von Bruno Kreiskys 100. Geburtstag. Zum Ausklang des Jubiläumsjahres versammelt das Bruno-Kreisky-Forum am 17. und 18. Oktober Ökonomen, Sozialwissenschafter, Politiker, Aktivisten und Autoren aus aller Welt, um den Blick nach vorne zu richten: Wie kann das gehen, dass unsere Gesellschaften gerechter und fairer, ökonomisch stabiler und politisch demokratischer und freier werden? Mit dabei sind Benjamin Barber, Colin Crouch, Gertrude Tumpel-Gugerell, Heiner Flassbeck, Isolde Charim, Ivan Krastev, James Galbraith, Joakim Palme, Kathrin Röggla, Maria Vassilakou, Renate Brauner, Richard Sennett, Richard Wilkinson, Rossana Rossanda, Gertraud Auer Borea, Rudolf Scholten, Franz Vranitzky, Jan Krainer, Corinna Milborn, Niki Kowall, und, als Kurator der ganzen Sause, ich. Hier schon mal das Programm. 







Robert Misik
robert@misik.at

Journalist & Sachbuchautor
Lebt & arbeitet in Wien

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Liebe Leserinnen,
liebe Leser!

Ich betreibe dieses Blog seit einigen Jahren und ohne allzu intensiver Arbeit daran ist er zu einem der meistgelesenen nichtkommerziellen Online-Formate in Österreich geworden.

Deshalb will ich diesen Blog in den nächsten Monaten mit etwas mehr Engagement hochpimpen, um ihn zu dem führenden progressiven Weblog Österreichs zu machen. Ein bisschen habe ich damit in den vergangenen Wochen schon begonnen.

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