Nach dem vereitelten Unterhosenattentat verfällt der Westen wieder in Terrorpanik und Sicherheitswahn, wird gejammert. Aber ist das überhaupt wahr? taz & Standard, 12. Jänner 2010
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Irving Kristol, Godfather der Neokonservativen, ist 89jährig in Washington verstorben. taz, 22. September 2009
Eine Katastrophe tritt ein, macht Bumm!, geschieht und ist damit wieder vorbei. Die Krise dagegen ist auch heute noch wie Feinstaub: Man weiß, sie ist da, aber man sieht keine Trümmer. Zum 1. Jahrestag der Lehman-Pleite für die taz, 15. September 2009
Arcandor ist insolvent, den Chef muss das nicht grämen: der geht nach sechs Monaten im Job mit 15 Millionen Euro heim. Das ist nicht korrupt, sondern normal in einem korrupten System. taz, 2. September 2009
Peter Bofinger, einer der fünf deutschen „Wirtschaftsweisen", erklärt, warum Ludwig Erhards alte Maxime die richtige Antwort auf die Weltwirtschaftskrise ist. taz, 8. August 2009
John Malkovich entreißt den dichtenden Killer Jack Unterweger dem Vergessen. taz, 6. Juli 2009
taz, 18. Juni 2009
Da alles Kommunikation ist, hat derjenige Deutungshoheit, der eingängige Slogans prägt. Jürgen Habermas ist ein solcher Bezeichnungskünstler. „Der Publizist Habermas hat dem Wissenschaftler Habermas immer wieder zu prägnanten Formulierungen verholfen, ohne die in einer Kommunikationsgesellschaft Öffentlichkeit nicht erreicht werden kann", schrieb Detlev Claussen einmal. „Eine Art Schadensabwicklung", „Die neue Unübersichtlichkeit", das sind fast geflügelte Worte geworden, und den „herrschaftsfreien Diskurs", den fordert mancher ein, ohne genau zu wissen, was es mit Habermas' Diskursethik auf sich hat.
Ist die Sozialdemokratie ein Auslaufmodell? Drei Gründe für den Absturz der europäischen Linken bei den EU-Wahlen. taz & Standard, 9. Juni 2009
Jetzt zahlt die Linkspartei den Preis für die Fusion mit frustrierten, sektiererischen Westlinken. taz, 19. Mai 2009
Schriften zu Zeitschriften. „Texte zur Kunst" umkreist das Leben im Neoliberalismus, „dérive" zeigt, wie man in ihm wohnt. taz, 4. Mai 2009
Das neue Buch´des Philosophen kommt im Befehlston daher: „Du musst dein Leben ändern!" Ein Gespräch mit Peter Sloterdijk über die „Massenfrivolität" des Neoliberalismus, die Krise als Katastrophenfilm und das Genialische an Barack Obama. taz, 5. Mai und Falter, April 2009
Der Weltpresse ist zu entnehmen, dass ein scheußliches Verbrechen gegen internationales Recht begangen wurde. Schwere Menschenrechtsverletzungen sind geschehen. Da anzunehmen ist, dass auch Staatsanwälte - sei es irgendwo in Spanien, sei es in Berlin - Zeitungen lesen, darf vorausgesetzt werden, dass bald gegen etwaige bekannte und unbekannte Verdächtige ermittelt wird. Und dass sie, sollten sie sich irgendwo in Griffweite der Ermittler befinden, in Untersuchungshaft wandern.
Banker und Manager schlägt der Volkszorn entgegen. Die Wut der Schlechtweggekommenen ist ein produktiver, aber höchst gefährlicher Affekt. Eine Geschichte und Anatomie eines Gefühls. Falter 8. April, taz 9. April 2009
Gepriesen sei die Finanzkrise für solche Theaterabende! Elfriede Jelineks „Die Kontrakte des Kaufmanns" in einer „Urlesung" am Wiener Akademietheater. taz, 18. März 2009
taz 24.1.2009 & Falter, 18. 2. 2009
Das ökonomische Desaster kann politisch positive Folgen haben, meint der Politikwissenschaftler Colin Crouch. taz & Falter, März 2009
Mit einer Billion Dollar will die Obama-Regierung den Finanzmarkt retten. Jetzt zeigt sich: Der Neoliberalismus hat die Welt ins größte Desaster seit Hitler und Stalin geritten. taz, 12. Februar 2008
Die Finanzkrise lehrt uns, was wir immer schon wussten: Das Finanzwesen taugt nicht für's privatkapitalistische Profitsystem. Und der Egoismus ist keineswegs wirtschaftlich nützlich. taz, 5. Januar 2008
Obama gewählt, Kapitalismus hin, Haider tot. Das Jahr 2008 markiert das Ende der Welt, die wir bisher kannten. Wie der Crash der Märkte und der Sieg der Demokratie zusammen hängen. taz, 31. Dezember 2008
Der konservative Denker Samuel Huntington lieferte mit seinem Theorem vom „Kampf der Kulturen" die einflussreichste Weltdeutung der Post-89er-Ära. Er starb in den letzten Tagen jenes Jahres, in dem diese unterging. taz, 29. Dezember 2008 (gekürzt auch in Der Standard, 29. Dezember 2008)
Willi Hemetsberger war der Star unter Österreichs Investmentbankern. Jetzt erklärt er: Im Finanzsektor gibt es die freie Marktwirtschaft gar nicht. Und die Banker ignorieren ihre eigenen Katastrophenszenarios systematisch. Falter, 23. Dezember 2008
Terry Eagleton, der berühmte britische Salonmarxist, macht sich auf die Suche nach dem Sinn des Lebens. Und findet den Jazz. taz und Standard, Dezember 2008
Oskar Bronner fand, dass Österreichs Zeitungen nicht zu ertragen sind. Also gründete er sich einfach eigene. Bilanzen kann er bis heute nicht lesen. Wie tickt er Erfinder von "profil" und "Standard"? Ein taz-Gespräch. Samstag/Sonntag, 6./7. Dezember
Ein historischer Präsident ist Barack Obama schon. Er kann aber auch ein großer Präsident werden - gerade deshalb, weil er in einer dramatischen Krisenzeit ins Amt kommt. taz, 6. November 2008






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