Recently in Texte aus der taz (Berlin) Category

Hände weg von meiner Paranoia

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Nach dem vereitelten Unterhosenattentat verfällt der Westen wieder in Terrorpanik und Sicherheitswahn, wird gejammert. Aber ist das überhaupt wahr? taz & Standard, 12. Jänner 2010

 

Keine Sonntagsrede

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Das Problem an Obamas Oslo-Rede ist nicht, dass er Krieg als „Notlösung" verteidigte. Sondern dass er das mit falschem Zungenschlag tat. taz, 12. Dezember 2009

 

Auftrumpfendes Gekeppel

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Die Miesepeter fühlen sich bestätigt: Barack Obama ist ein Schönredner, der nichts zustande bringt. Wenn sie sich da bloß nicht schon wieder täuschen. taz, 16. Oktober 2009

Ketchup-Ökonomen

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Paul Krugman und Francis Fukuyama untersuchen den „intellektuellen Kollaps" der zeitgenössischen Wirtschaftswissenschaft. Das „Atlantic Monthly" fragt, wie sich eine Wirtschaftskrise eigentlich anfühlt. taz, 12. Oktober & Falter 14. Oktober 2009 

Einmal Neo, immer Neo.

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Irving Kristol, Godfather der Neokonservativen, ist 89jährig in Washington verstorben. taz, 22. September 2009

 

„Aggressives Betteln"

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Die Roma sind seit jeher die paradigmatischen "fremden Fremden". taz, 16. September 2009

Krise? Welche Krise?

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Eine Katastrophe tritt ein, macht Bumm!, geschieht und ist damit wieder vorbei. Die Krise dagegen ist auch heute noch wie Feinstaub: Man weiß, sie ist da, aber man sieht keine Trümmer. Zum 1. Jahrestag der Lehman-Pleite für die taz, 15. September 2009

 

Money for nothing

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Arcandor ist insolvent, den Chef muss das nicht grämen: der geht nach sechs Monaten im Job mit 15 Millionen Euro heim. Das ist nicht korrupt, sondern normal in einem korrupten System. taz, 2. September 2009

Wohlstand für alle ist möglich

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Peter Bofinger, einer der fünf deutschen „Wirtschaftsweisen", erklärt, warum Ludwig Erhards alte Maxime die richtige Antwort auf die Weltwirtschaftskrise ist. taz, 8. August 2009

Reingefallen

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John Malkovich entreißt den dichtenden Killer Jack Unterweger dem Vergessen. taz, 6. Juli 2009

Habermas als Werbetexter

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taz, 18. Juni 2009

 

Da alles Kommunikation ist, hat derjenige Deutungshoheit, der eingängige Slogans prägt. Jürgen Habermas ist ein solcher Bezeichnungskünstler. „Der Publizist Habermas hat dem Wissenschaftler Habermas immer wieder zu prägnanten Formulierungen verholfen, ohne die in einer Kommunikationsgesellschaft Öffentlichkeit nicht erreicht werden kann", schrieb Detlev Claussen einmal. „Eine Art Schadensabwicklung", „Die neue Unübersichtlichkeit", das sind fast geflügelte Worte geworden, und den „herrschaftsfreien Diskurs", den fordert mancher ein, ohne genau zu wissen, was es mit Habermas' Diskursethik auf sich hat.

 

Noch so eine Habermas-Wendung, die einen regelrechten Siegeszug durch die Essayistik und die Sonntagsreden genommen hat, bis sie beim gepflegten Kneipen-Gespräch angekommen ist: „Kolonialisierung der Lebenswelt." Systemische Medien wie „Geld" oder „Macht" kolonisierten heute die konkreten Lebenswelten, schrieb Habermas. Das ist jetzt auch schon über dreißig Jahre her, und wenn es heute üblich geworden ist, die „Totalökonomisierung der Gesellschaft" zu beklagen, dann kann man das auch als versimpelte Schwundform der Habermasschen Diagnose betrachten. Die Spur dieser „Kolonisierung" hat Habermas schon sehr früh aufgenommen, als er noch ein glühender Anhänger des „frühen" Marx war. Nicht nur die Arbeit sei „entfremdet", Rationalisierungen aller Art seien etwas, das den Bürger und die Bürgerin „mit ‚Entfremdung' überzieht". Heute, 54 Jahre später, klingt das bei ihm so: „Das ganze Programm einer hemmungslosen Unterwerfung der Lebenswelt unter Imperative des Marktes muss auf den Prüfstand."

War's das mit links?

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Ist die Sozialdemokratie ein Auslaufmodell? Drei Gründe für den Absturz der europäischen Linken bei den EU-Wahlen. taz & Standard, 9. Juni 2009

Immer wieder Weimar

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Von der „geglückten Demokratie" zur „gefährdeten Republik": Albrecht von Lucke schlägt Alarm. taz, 23. Mai 2009

Innerlich gelähmt

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Jetzt zahlt die Linkspartei den Preis für die Fusion mit frustrierten, sektiererischen Westlinken. taz, 19. Mai 2009

 

Kapseln für's digitale Suproletariat

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Schriften zu Zeitschriften. „Texte zur Kunst" umkreist das Leben im Neoliberalismus, „dérive" zeigt, wie man in ihm wohnt. taz, 4. Mai 2009

 

Mein Beitrag zum deutschen Kirchentag - für die taz. (5. Mai 2009)

Das neue Buch´des Philosophen kommt im Befehlston daher: „Du musst dein Leben ändern!" Ein Gespräch mit Peter Sloterdijk über die „Massenfrivolität" des Neoliberalismus, die Krise als Katastrophenfilm und das Genialische an Barack Obama. taz, 5. Mai und Falter, April 2009

Der Frankenstein-Komplex

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Schweinegrippe als Metapher. taz, 28. April 2009

Der Weltpresse ist zu entnehmen, dass ein scheußliches Verbrechen gegen internationales Recht begangen wurde. Schwere Menschenrechtsverletzungen sind geschehen. Da anzunehmen ist, dass auch Staatsanwälte - sei es irgendwo in Spanien, sei es in Berlin - Zeitungen lesen, darf vorausgesetzt werden, dass bald gegen etwaige bekannte und unbekannte Verdächtige ermittelt wird. Und dass sie, sollten sie sich irgendwo in Griffweite der Ermittler befinden, in Untersuchungshaft wandern.

Die Wutprobe

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Banker und Manager schlägt der Volkszorn entgegen. Die Wut der Schlechtweggekommenen ist ein produktiver, aber höchst gefährlicher Affekt. Eine Geschichte und Anatomie eines Gefühls. Falter 8. April, taz 9. April 2009

Der lachende Erste

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Wenn die Welt westlicher wird, der Westen aber an Macht verliert: Fareed Zakaria schreibt die außenpolitische Doktrin für das postamerikanische Zeitalter. taz und Falter, März 2009

Fürchtet Euch vor dem Unternehmergeist!

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Gepriesen sei die Finanzkrise für solche Theaterabende! Elfriede Jelineks „Die Kontrakte des Kaufmanns" in einer „Urlesung" am Wiener Akademietheater. taz, 18. März 2009

Erb gut!

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Helga Nowotny und Giuseppe Testa erinnern daran: Das Individuum ist mehr als die Buchstabenfolge des Gencodes. taz, 12. März 2009

Kommando des Geldes

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Die Pumpökonomie hat den Crash provoziert, ihr Ende würde die Depression aber nur vertiefen. Mit "Mehr Geld" der Brüder Heidenreich können wir uns schon einmal auf den kommenden Schock einstimmen.

taz 24.1.2009 & Falter, 18. 2. 2009

„Ein schizophrener Moment"

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Das ökonomische Desaster kann politisch positive Folgen haben, meint der Politikwissenschaftler Colin Crouch. taz & Falter, März 2009

 

Der überforderte Kapitalismus

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Mit einer Billion Dollar will die Obama-Regierung den Finanzmarkt retten. Jetzt zeigt sich: Der Neoliberalismus hat die Welt ins größte Desaster seit Hitler und Stalin geritten. taz, 12. Februar 2008

Die Krise der Statistik

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Theorie & Technik - die Kolumne aus der taz, 6. Januar 2008

We told you so!

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Die Finanzkrise lehrt uns, was wir immer schon wussten: Das Finanzwesen taugt nicht für's privatkapitalistische Profitsystem. Und der Egoismus ist keineswegs wirtschaftlich nützlich. taz, 5. Januar 2008 

 

Das Ende der Voodo-Ökonomie

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Obama gewählt, Kapitalismus hin, Haider tot. Das Jahr 2008 markiert das Ende der Welt, die wir bisher kannten. Wie der Crash der Märkte und der Sieg der Demokratie zusammen hängen. taz, 31. Dezember 2008

Wir gegen Sie

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Der konservative Denker Samuel Huntington lieferte mit seinem Theorem vom „Kampf der Kulturen" die einflussreichste Weltdeutung der Post-89er-Ära. Er starb in den letzten Tagen jenes Jahres, in dem diese unterging. taz, 29. Dezember 2008 (gekürzt auch in Der Standard, 29. Dezember 2008)

 

Modell Weltuntergang

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Willi Hemetsberger war der Star unter Österreichs Investmentbankern. Jetzt erklärt er:  Im Finanzsektor gibt es die freie Marktwirtschaft gar nicht. Und die Banker ignorieren ihre eigenen Katastrophenszenarios systematisch. Falter, 23. Dezember 2008

 

Frei sein, freundlich sein

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Terry Eagleton, der berühmte britische Salonmarxist, macht sich auf die Suche nach dem Sinn des Lebens. Und findet den Jazz. taz und Standard, Dezember 2008

 

„Der ist verrückt"

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Oskar Bronner fand, dass Österreichs Zeitungen nicht zu ertragen sind. Also gründete er sich einfach eigene. Bilanzen kann er bis heute nicht lesen. Wie tickt er Erfinder von "profil" und "Standard"? Ein taz-Gespräch. Samstag/Sonntag, 6./7. Dezember

Obamas Moment

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Ein historischer Präsident ist Barack Obama schon. Er kann aber auch ein großer Präsident werden - gerade deshalb, weil er in einer dramatischen Krisenzeit ins Amt kommt. taz, 6. November 2008

 

Haider und die Männer

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Sein Nachfolger stilisiert sich zur Nebenwitwe, vor seiner Todesfahrt betrank er sich im Schwulen-Treff. War Populistenführer Jörg Haider schwul, bi oder sonst was? Geht uns das überhaupt etwas an? taz, 21. Oktober 2008

Unsichtbare Hand, eiserne Faust

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Mehr Sicherheit durch „Nulltoleranz"? Die Freunde des neoliberalen Minimalstaates werden zu Agenten des strafenden Maximalstaats, wenn sie mit den Verlierern zu tun kriegen. Loïc Wacquants monumentale, zornige Studie „Bestrafen der Armen". taz und Falter, Literaturbeilage, Herbst 2008

Der neue Keynes

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Für die taz und derStandard.at schrieb ich untenstehende Würdigung Paul Krugmans angesichts der Zuerkennung des diesjährigen Nobelpreises für Ökonomie. Ein Interview, das ich mit Krugman im Frühjahr führte, finden Sie hier.
 
Dass die Vergabe des Friedens-, oder die des Literaturnobelpreises meist ein politisches Statement ist, daran hat man sich ja schon gewöhnt. Für den Wirtschaftsnobelpreis gilt das bisher auf weniger ostentative Art. Dass der US-Ökonom Paul Krugman ausgerechnet am Höhepunkt der globalen Finanzkrise und ein Monat vor dem Ende der Ära Bush den Preis zuerkannt erhält, hat schon erhebliche symbolische Bedeutung.

Rechts aus der Bahn geworfen

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Jörg Haider war ein harter Rechter, aber auch ein Spieler und Exzentriker. Mal war er depressiv, mal euphorisch. Eine Art James Dean der österreichischen Politik. Jetzt fuhr er sich zu Tode. taz, 13. Oktober 2008

Symbolische Insolvenzen

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Schriften zu Zeitschriften. Das Wiener „Wespennest" verkündet das Ende des Kapitalismus. „Texte zur Kunst" entdeckt das Schrulligkeitskapital. taz, 8. Oktober 2008

Weltuntergang mit Zuschauer

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Alle wollen jetzt wissen, wie die globale Finanzkrise ausgeht. Das Problem daran: Man weiß das nicht so genau. taz, 19. September 2008

SOS Mitmensch


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