Recently in theorie & technik - die kolumne in der taz Category

Apocalypse? Wow!

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Alles bricht zusammen. Und ich bin mittendrin! taz, theoriekolumne, 3. 3. 2009

Die Krise der Statistik

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Theorie & Technik - die Kolumne aus der taz, 6. Januar 2008

Die Unentschlossenen

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Soll ich Obama oder McCain wählen? Nehm' ich ein Hühnchenragout oder einen Teller Scheiße mit Glasscherben? taz, 4. November 2008

Wie Konservative denken ...

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... wenn sie denken. Und wie Linke denken sollten. taz, theorie&technik, 1. Juli 2008

No Direction Home

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Selbst der fadeste Ökonom kriegt nicht die Utopie aus der Kunst heraus und die Eigensinnigkeit nicht aus dem Künstler. theorie & technik, die Kolumne aus der taz, 6. Mai 2008

Ist Qualität romantisch?

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Die Rezeptionsprobleme von Richard Sennetts neuem Buch sind womöglich ein Beispiel für strukturelle kulturelle Missverständnisse. taz, 4. März 2008

Die Macht der Ideen in der Ökonomie

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Theorie & Technik - Die Kolumne aus der taz, 3. Jänner 2008

Moskau, 7. November 1917

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90 Jahre wird die Oktoberrevolution. Und niemand will feiern. taz, theoriekolumne, 6. November 2007

Etwas kaufen und die Welt retten

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Grüne Welle oder: Wie ich einmal an der Spitze des Fortschritts kurvte.

theorie & technik, die taz-kolumne. 4. September 2007

Über die narrtive Konstruktion des "Ich". Theorie & Technik, die taz-kolumne, 8. Mai 07

theorie & technik, die taz-kolumne. 6. März 2006

Früher hießen sie Stars, noch früher Berühmtheiten, doch das Wort der Stunde ist „Celebrities“. Celebrities, dass sind die, die jeder kennt, und weil sie jeder kennt, machen wir täglich auf’s Neue ihre Bekanntschaft. Weil ihr Grad an Bekanntheit so groß ist, dass offenbar eine ausreichende Menge an Menschen das Bekannte immer wieder lesen wollen, gibt es Zeitschriften wie „Vanity Fair“: Hochglanzpostillen, die einerseits Celebrities zu Celebrities machen, andererseits deren Celebritytum sekundär ausbeuten. Die Stars leben vom Medium, das ihr Star-Sein verbürgt, das Medium lebt von den Stars. Beide leben ganz gut voneinander.

Wie hältst Du's mit der Religion?

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Heute möchte ich mir einen nervigen Typen vornehmen: Gott.

theorie & technik, die tazkolumne, 7. November 2006

Eine Theorie des Gemüsegartens

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Eben bin ich nach zwei Monaten Landaufenthalt wieder in die Stadt zurückgekehrt. Acht Wochen habe ich in meinem Landhaus im Waldviertel, einem recht idyllischen Landstrich nördlich von Wien, verbracht. Ich habe das alte Bauernhaus vor ein paar Jahren in verfallenem Zustand gekauft und renoviert. Neuerdings habe ich mir auch einen Gemüsegarten gebaut, mit Lattenzaun ringsum, und den ersten Ruccola, Erd- und Himbeeren gepflanzt. Ich verbringe soviel Zeit da drin, dass mein kleiner Sohn das Gärtlein schon "Papa-Käfig" nennt. Keine Sorge: Ich bin nicht total verrückt geworden, und ich denke auch nicht, dass ich in all dem Grün endgültig verblöde. Im Gegenteil: Ich mache mir darin so meine Gedanken über die kulturelle Konstruktion "Natur". Ich bin dabei nur, gewissermaßen, so nahe wie möglich an meinem Gegenstand.

Wir erleben einen Aufschwung der Glücksforschung. Das hat natürlich mit Fortschritten der neurologischen Wissenschaften zu tun - dem Umstand etwa, dass man Glücksempfinden heutzutage exakt messen kann. Aber nicht nur. Die eigentliche Ursache ist der Niedergang der Großutopien, der wiederum eine seltsame Bewegung auslöste. Die Großutopien versprachen Emanzipation und mussten sich um lächerliche persönliche Emotionen wie das Glücksgefühl nicht scheren.

Was ist Shopping?

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„Ich schlief gerne mit April“, berichtet Jolo, der Protagonist aus Joachim Lottmanns Pop-Roman „Die Jugend von heute“ über die sexuelle Routine mit seiner Freundin, „auch wenn jede Bewegung, jede Geste, jede Sekunde von der Werbung und von den Medien vereinnahmt war und somit nicht mehr mir gehörte. Ich lieh diese Stunden von der Werbung, und sie gefielen mir trotzdem.“ Eine schöne Sentenz, in der anklingt, wie unsere Gefühlswelt von der Kommerzwelt überwuchert wird. Die Theoretikerin Eva Illouz formulierte nämlichen Sachverhalt einmal so: „Viele Menschen würden sich niemals verlieben, wenn sie nicht so viel davon gehört hätten.“

Hallo Krise, schön dass du da bist!

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Wie wir unsere Gegenwart beurteilen, hängt davon ab, welche vorbewußten Ideen wir von der Zukunft haben.

Das Buch der einstigen Berliner Kultursenatorin und Hauptstadtkultur-Kuratorin Adrienne Goehler über die „Kulturgesellschaft“ („Verflüssigungen“, Campus Verlag), taz-Lesern ob eines ausführlichen Vorabdruckes an dieser Stelle vielleicht vertraut, ist in verschiedener Hinsicht bemerkenswert. Ich will darum nur auf ein regelrecht frappierend-symptomatisches Moment hinweisen. Goehlers Kernbotschaft lautet ja, erfolgreiche Gesellschaften – und das heißt heute: ökonomisch erfolgreiche Gesellschaften – müssen den Künsten einen höheren Stellenwert einräumen. Aus verschiedenen Gründen: Die Künstler sind die Avantgarde. Sie arbeiten immer schon auf eigene Rechnung, waren immer schon Unternehmer ihrer selbst. Von ihnen kann man auch lernen, die Prekarität auszuhalten. Die kreative Klasse im weitesten Sinn hat längst auch wirtschaftlich ein bedeutendes Gewicht.

Die Gleichheit hoch?

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Da tut sich die Kulturtheorie mit ihrem Lob der Differenz schwer.

Nichts ist in den vergangenen fünfzehn, zwanzig Jahren mehr aus der Mode gekommen als die Gleichheit.

Mein größerer Sohn ist jetzt in dem Alter, in dem man Erfinder werden will, aber neuerdings schwer frustriert, weil überzeugt: Alles, was er erfinden könnte, ist schon erfunden. Der Einwand, dass er von den Dingen, die schon erfunden sind, weiß, wohingegen er von jenen, die noch nicht erfunden sind, nichts wissen kann, vermag seine schlechte Laune nicht wirklich zu heben.

End of Theory?

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Es gibt einen anti-französischen Affekt. In Amerika ist er sehr verbreitet. Dort dachten sich die  Wahlhelfer von George W. Bush beispielsweise, sie würden dem rivalisierenden Kandidaten am ehesten schaden, wenn sie in Umlauf brächten, John F. Kerry "sieht französisch aus". Aber diese Aversion gegen das Französische zieht viel weitere Kreise. Nach vier Jahrzehnten Strukturalismus, Poststrukturalismus, Postmodernismus geht manchen schon die Galle hoch, wenn das Wort "Theorie" fällt und dann dauert es meist nicht lange, bis ein herablassendes Wort über "die Franzosen" folgt.

Was heißt heute "subversiv"?

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Wenn man mittendrinsteckt, erscheint es einem ja fast wie selbstverständlich, im Grunde ist es aber höchst erstaunlich, dass in den vergangenen Jahren Theoriecommunities und Protestmilieus wieder eng zusammengewachsen sind.

theorie & technik - die kolumne aus der taz 

 

Vor einigen Jahren wohnte ich einer Diskussionsveranstaltung an der Humboldt-Universität bei. Irgendwann meldete sich ein in Berlin berühmter Philosoph zu Wort, der beklagte, die Sachzwänge der Globalisierung würden wie das Gesetz der Schwerkraft behandelt. Dabei, so wandte er ein, zwinge ihn doch auch dieses nicht dazu, „dass ich meine Uhr zu Boden fallen lasse“.

 

Vielleicht war das der Augenblick, in dem ich meinen an Bewunderung grenzenden Respekt vor berühmten Philosophen verloren habe.

Hybridität, die fröhlichen Patchworkidentitäten, sind das Zauberwort der Stunde. Klingt schön: Nach dem Verbindenden der Kulturen, dem freien Spiel der gebrochenen Identitäten. taz, Jänner 2005







Robert Misik
robert@misik.at

Journalist & Sachbuchautor
Lebt & arbeitet in Wien

Alles über Misik »

Liebe Leserinnen,
liebe Leser!

Ich betreibe dieses Blog seit einigen Jahren und ohne allzu intensiver Arbeit daran ist er zu einem der meistgelesenen nichtkommerziellen Online-Formate in Österreich geworden.

Deshalb will ich diesen Blog in den nächsten Monaten mit etwas mehr Engagement hochpimpen, um ihn zu dem führenden progressiven Weblog Österreichs zu machen. Ein bisschen habe ich damit in den vergangenen Wochen schon begonnen.

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  • Siteicon saibot: Es ist einfach Religionen zu verdammen. Auch sieht man wie nützlich die read more
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  • Ach ja? Na dann willkommen bei der SPD...: Daß sie gute Arbeit geleistet hat, würde ich sogar gar nicht mal read more